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Twinkranes

Spektrum Theatre Snakes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; sonstiges
Label: Twisted Nerve / B-Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ray Ruddell Synthesizers, Keyboards, Sounds
Anto Patterson Drums, Vocals
Andrew Rooney Guitars, Bass, Manipulations

Tracklist

Disc 1
1. High tekk train wreck 5:44
2. The market of the bizarre 4:12
3. Witch hunt 3:55
4. Fizz nor feedback 8:33
5. The charmer 3:21
6. Put up a light 6:08
7. Spores 8:51
Gesamtlaufzeit40:44


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Die Twinkranes aus Dublin gibt es seit dem Jahre 2005, als sich Ray Ruddell, Anto Patterson und Andrew Rooney zu einem Trio zusammenschlossen. 2009 veröffentlichte die Band mit "Spektrum Theatre Snakes" ihr Debütalbum, dem bisher nur zwei Split-Singles gefolgt sind. Offenbar ist die Gruppe aber noch aktiv (vermutlich in etwas anderer Besetzung).

In einem im Weltweiten Netz zu findenden Zeitungsartikel der Irish Times aus dem Jahre 2010 wird die Musik des Trios mit den klanglichen Hervorbringungen der Silver Apples und Can verglichen, was eigentlich recht gut passt. Ich würde der kurzen Aufzählung vielleicht noch This Heat und Neu! hinzufügen. Eine Art von Retrokrautrock machen die Iren also, der aber ein durchaus eigenes Gepräge hat, und sehr dynamisch, angeschrägt und druckvoll durch die Gehörgänge gleitet.

"High tekk train wreck" besteht z.B. vornehmlich aus diversen durcheinander purzelnden psychedelischen Tastensounds (hektisch waberndes, oder symphonisch-heulendes Retrogeorgel meist), maschinenartigem Getrommel, und hyperventilierendem Basswummern, in das gelegentlich eine Gitarre kracht. "The market of the bizarre" bietet Ähnliches, nur erweitert um unterkühlt-monotonen Gesang (ein wenig an den von Charles Hayward - der Sänger von This Heat - erinnert) und allerlei elektronisches Brummen, Knurren und Zischen. Basslinien à la Can, metronomhafte Schlagzeugmuster, diverse elektronische Verunreinigungen, kantiges Synthesizerheulen, allerlei Tastenfiepen, -dröhnen und -hupen, und schräge Gitarreneinlagen wuseln hier durcheinander, minimalistisch-monoton, rhythmisch-verquer, hektisch-dynamisch und versehen mit einer bizarren Dada-Wave-Atmosphäre (kennt noch jemand die Landsleute von Stump?).

Wer also eine originelle Mischung aus der repetitiven Elektropsychedelik der Silver Apples, Neu!-artigen Rhythmen, der sperrigen Motorik von Can und den bizarren Klang- und Gesangsexkursen von This Heat goutieren möchte, der sollte sich diese Scheibe besorgen. Leider ward nach dem Erscheinen von "Spektrum Theatre Snakes" nicht mehr viel von den Twinkranes gehört, obwohl im oben erwähnten Artikel die Arbeit an einem zweiten Album erwähnt wird. Was nicht ist kann ja noch werden. Ich warte gespannt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2017
Letzte Änderung: 8.10.2017
Wertung: 12/15

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