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Band of Rain

The Dust of Stars

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Gothic; HardRock; Independent / Alternative; New Artrock; Postrock; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: HollowHill Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chris Gill guitar,multi-instruments,programming
Micha Steinbacher bass,flute,sax,multi-instruments,programming,vocals

Gastmusiker

Ria Parfitt vocals on 2,3
Gordo Bennett guitar solo on Ancient

Tracklist

Disc 1
1. Gurdijeff 9.01
2. Toys 6.31
3. Dust of Stars 6.30
4. Across a Starlit Night 7.23
5. Ancient Electric 8.44
6. Indian Summer 5.18
7. Dark Sun 5.44
8. Bob 5.44
9. Lydian Flight 10.16
Gesamtlaufzeit65:11


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Lebenslauf des musikalischen Leiters von Band of Rain Chris Gill kann einen neidisch werden lassen, falls man bisher nur in einem einzigen Land gelebt hat. Gill begann 1968 im Alter von 13 als Bassist, und zwar in der Gegend von Bedford, UK. 1973 traf er mit Hawkwind zusammen und jammte mit ihnen. Ab November 1975 lebte er einige Zeit in den USA, danach verbrachte er sechs Jahre in Deutschland, bis er 1985 nach Großbritannien zurückkehrte. Dort arbeitete er einige Jahre für die BBC und lernte nebenbei Gitarre spielen, bis schließlich die Begegnungen mit Adrian Belew und Nick Mason zu der Entscheidung führten, sich nach langer Pause wieder ernsthafter und intensiver mit der Musik zu beschäftigen. Er brachte sich selbst bei, wie man die Musikaufnahmen erstellt und produziert, so dass er 2002 Band of Rain gründen und 2004 das Erstwerk „Deep Space“ aufnehmen konnte.

Aus den oben beschrieben Begegnungen könnte man eventuell schließen, dass Hawkwind, Pink Floyd und King Crimson zu den wichtigsten Inspirationen von Chris Gill gehören. Falls man die ausgeprägte Neigung zum atmosphärischen, mit schleppenden Rhythmen versehenen Artrock heranzieht, dann könnten die Vergleiche mit den späteren Pink Floyd stimmen. Hawkwind und King Crimson scheinen bei Gill keine bleibenden Spuren hinterlassen zu haben.

„Dust of Stars“, die sechste Scheibe von Band of Rain, bietet einen facettenreichen Artrock, der zwischen Jam-artig und spacig entspannten Passagen, gemäßigt rockigen Einfällen und cineastischen Klangwelten wechselt. Die letztere können auch sehr unterschiedlich ausfallen, nämlich mal verträumt und meditativ, mal bedrohlich und eindringlich. Öfters auch mit starker elektronischer Schlagseite versehen. Von mancher Seite werden der Musik auch Goth-Einflüsse nachgesagt.

Viel seltener wird das Gebotene von Sax- oder Flötensolos von Micha Steinbacher gekrönt. Ob die Geigen- und Glocken-Klänge in dem mehrteiligen „Lydian Flight“ von echten Instrumenten stammen, lässt sich im Sampler-Zeitalter nicht sagen. Die wortlosen Damengesänge scheinen schon mal echt zu sein. Jedenfalls ist das Stück für die Verhältnisse von Band of Rain vergleichsweise straff strukturiert und reichhaltig arrangiert ausgefallen. Vielleicht deswegen ist mir das Stück derzeit das sympatischste auf dem Album.

„Indian Summer“ ist dem Titel entsprechend stark fernöstlich geprägt und ist damit wohl als Ethno-Artrock zu bezeichnen. World Music-Elemente gibt es auch reichlich in dem von Obertongesang veredelten „Dark Sun“, das gegen Ende an bedrohlich wirkender, schamanenhafter Intensität gewinnt. Auch das mit unheilvollen Stimmungen aufwartende „Bob“ zeigt die intensive Facette der Musik von Band of Rain.

Zwei Stücke („Toys“ und „Dust of Stars“) des ansonsten instrumentalen Albums warten mit dem Gesang von Ria Parfitt auf. Die beiden Stücke bieten stilistisch eine jenseits aller Genregrenzen angesiedelte Mischung aus Alternative-, Art- und Poprock, zwischen rockenden Gitarren und atmosphärischen Klangbildern. Vielleicht könnten da Vergleiche mit Porcupine Tree noch eventuell hinkommen.

Wer ungewöhnlichen, zwischen meditativ und intensiv wechselnden Artrock mag, der sollte Band of Rain mal antesten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.10.2017
Letzte Änderung: 9.10.2017
Wertung: 11/15

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