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Mike Oldfield

Five Miles Out

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 9.83/15 (6 Rezensionen)

Besetzung

Mike Oldfield Gitarre, Bass, Keyboards, Gesang
Maggie Riley Gesang
Tim Cross Keyboards
Rick Fenn Gitarre
Morris Pert Percussion, Keyboards

Gastmusiker

Mike Frye Percussion
Paddy Moloney Dudelsack ("Taurus II")
Carl Palmer Percussion ("Mount Teide")
Graham Broad Schlagzeug ("Five Miles Out")

Tracklist

Disc 1
1. Taurus II 24:43
2. Family Man 3:46
3. Orabidoo 13:03
4. Mount Teide 4:11
5. Five Miles Out 4:17
Gesamtlaufzeit50:00


Rezensionen


Von: Oliver Mensing (Rezension 1 von 6)


Den durch Platinum und QE2 verlorenen Boden macht Oldfield 1982 durch Five Miles Out wieder gut. Erstmalig als Gruppenprojekt mit gleichberechtigten Musikern (die sogar teilweise an der Entwicklung der Songs beteiligt waren) und als The Mike Oldfield Group auf der folgenden ersten Oldfield-Welt-Tournee für Aufsehen sorgen, bietet dieses Album wieder einige hörenswerte Passagen.

Auf Five Miles Out führt Oldfield mit Taurus II die auf QE2 begonnene Trilogie weiter. Dieses auf der LP eine Seite füllende Stück ist wieder einmal Oldfield für Liebhaber. Starker instrumentaler Songaufbau: melodisch und abwechslungsreich. Integriert ist ein kurzer Vocalpart namens "The Deep Deep Sound" bei dem Maggie Reilly wieder sämtliche Register ihres Könnens zieht. Für mich ist sie nach wie vor die Oldfield-Sängerin schlechthin. Die zweite Seite beginnt mit dem poppigen aber nicht uninteressanten Family Man (wieder gesungen von Maggie).

Mit Orabidoo folgt ein weiterer toller Instrumental-Track der zusammen mit Taurus II den Höhepunkt dieses Albums bildet. Auf dem folgenden instrumentalen Mount Teide bedient niemand geringerer als Carl Palmer von Emerson, Lake & Palmer die Drums (Stark!). Mit Five Miles Out (gesungen von Mike und Maggie), einem Song über den Funkverkehr in einem auf Absturzkurs befindlichen Flugzeug, findet das Album seinen krönenden Abschluß. Nicht zuletzt aufgrund dieses Stücks war Five Miles Out das erste Oldfield-Album, das den Sprung in die deutschen Top 20 schaffte. Ein Tolles Album verdient eine tolle Note: 13!

PS: Heute möchte ich auf einen Umstand hinweisen, der dem einen oder der anderen unter Euch sicherlich auch schon aufgefallen ist: Die Schlampigkeit von Virgin. Da stimmen z.B. die Zeitangaben nicht mit den tatsächlichen überein und manchmal stimmt auch das Träcklisting nicht so ganz. Zwei besondere Knaller sind auf Five Miles Out zu finden. Aus Mount Teide wird auf neueren Auflagen Mount Teidi und bei Orabidoo werden statt 13:03 nur 3:03 Minuten angegeben. Ich als Fan und CD-Sammler finde so etwas nicht entschuldbar wenn man bedenkt was eine CD mittlerweile kostet. Wenn ich ein Auto mit 90 PS kaufe möchte ich auch keins mit 50 PS. Oder sehe ich das zu kleinlich?

Anspieltipp(s): Taurus II
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2002
Letzte Änderung: 22.5.2017
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Graf @ (Rezension 2 von 6)


Mikes zwischenzeitliche Ausrichtung auf kürzere Tracks wurde auf diesem Album mal kurz beiseite gelegt. Auch hier gibt es zwar wieder einige wenige Singles, der Schwerpunkt des Albums liegt aber auf den beiden hervorragenden Longtracks "Taurus II" und "Orabidoo". Musikalisch wird dabei auf dem Oldfieldschen Folk-Rock aufgesetzt, der seine ersten Alben, insbesondere Tubular Bells, bestimmte. Allerdings ist der Einfluß zeitgemäß eingearbeitet, es findet sich ein breiter Elektronik-Anteil in den Kompositionen wieder. Zum Glück ist hier noch kein Plastik am knistern, wie es zu der Zeit gerade in Mode kam.

"Taurus II" ist somit eine mehr oder weniger gelungene Folk-Rock-Suite mit schönen Melodien, wenngleich sie ein wenig gehackstückelt wirkt. Viel Oldfieldsche Gitarre ist am Jaulen, der Dudelsack darf auch nicht fehlen, genausowenig die Stimme von Maggie Reilly, die fast durchgängig präsent ist, meist als Begleitstimme, aber auch mit Textpassagen. Wer genau hinhört, erkennt auch eine Melodie aus "Taurus 1" wieder, die damit die Grundlage der Fortsetzung der auf QE2 begonnenen Taurus-Triologie bildet. Die anderen Melodien werden angespielt und später wieder aufgegriffen. Gelegentlich sind mal ein paar Melodien dazwischen, die mir ein wenig zu einfach und kinderhaft klingen, insgesamt macht mir "Taurus II" aber eine Menge Spaß.

"Family Man" ist ein eher simples Pop-Stückchen, was aber keinem weh tut. Den Höhepunkt des Albums bildet für mich das 13-minütige "Orabidoo", gleichzeitig die seltsamste Komposition, die Oldfield bisher auf ein Album gebracht hat. Ruhig mit Glockenspielklängen geht es los, später übernimmt ein Vocoder die Lead-Vocals und die Band wartet mit wunderbar exotischen Spiel auf. Es wird dann ein wenig schneller und bombastischer. Melodiebögen aus "Taurus II" tauchen wieder auf, und am Ende klingt "Orabidoo" genauso ruhig wieder aus, wie es begonnen hat. Nur Mikes Gitarre, Maggies Stimme und ein Glockenspiel lassen den Track so romantisch ausklinge(l)n, daß mir fast schon Tränen in die Augen gestiegen sind.

"Mount Teide" ist ein nettes aber unauffälliges Instrumental, das auch Carl Palmer nicht aus seinem Schatten ziehen kann. Zum Schluß wird eine weitere Melodie aus "Taurus II" zu dem gelungenen, ungewöhnlichen Pop-Stück "Five Miles Out" gedreht. Es klingt fast wie eine Singleauskopplung zu einem Mix von "Taurus II", "Orabidoo" und dem Caveman-Song. Genial.

Anspieltipp(s): Orabidoo, Five Miles Out
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2004
Letzte Änderung: 6.11.2004
Wertung: 12/15
Orabidoo: 15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 6)


Da zwei so gute Kritiken für dieses Album vorhanden sind, mal eine etwas schlechtere.

Ich empfinde Taurus II als Stückwerk, nach dem Motto: "welche Outakes aus den ersten drei Alben kann ich mal eben zusammenschneiden?" In dieser Hinsicht ist das Stück abwechslungsreich, nur in den meisten Passagen klingt es einfach zerrissen, ich empfinde keinen Aufbau wie bei OMMADAWN oder HERGEST RIDGE. Die nette Gesangspassage klingt deutlich nach "Incantation", nur dass da die Sängerin noch etwas elfenhafter war.

"Family man" ist eine seichte Popsingle - nett anzuhören, aber belanglos. Das nachfolgende "Orabidoo" ist dagegen schon etwas witziger - klingt elektronischer als viele Oldfieldkompositionen, quasi "Avantgarde" für Anfänger :->. In eine ähnliche Richtung zielen "Mount Teide" und auch "Five miles out", beides recht kurze Stücke mit Vocodergesang, geradlinigem Schlagzeug und manchen anderen Oldfieldzutaten, die man schon woanders gehört hat.

Für mich noch eine der besseren "schlechten" Oldfield-CDs, aber absolut nicht an die ersten Werke oder auch "AMAROK" heranreichend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2004
Letzte Änderung: 5.11.2004
Wertung: 8/15
für Orabidoo" ne 9

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 6)


Auf "five miles out" finden sich zum einen zwei kurze Popnummern, nämlich family man, welches ich in der Oldfield-Version besser finde als in der von Hall&Oates und dann das Titelstück, welches vor allem durch Oldfields typisches Gitarrenspiel und die Stimme von Maggie Reilly glänzt, höheren progressiven Ansprüchen aber sicher nicht genügt. Mount Teide ist ein weiteres Instrumental aus der Reihe "Folklore meets E-Gitarre", haut mich aber nicht wirklich vom Hocker.

Dann kommt Orabidoo. Ich bin etwas gespalten. Da wird erst mal satte 5 Minuten rumgeeiert, bis es wirklich interessant wird, bis was passiert. Zudem nervt mich die "Roboterstimme" tierisch.

Taurus II schliesslich beinhaltet eine handvoll netter Motive und Themen, ist aber mit beinahe 25 Minuten Länge doch deutlich zu lang geraten. Wo Alben wie Hergest Ridge, Tubular Bells oder Ommadawn organisch gewachsen wirkten, da wirkt five miles out auf mich irgendwie unheitlich und konstruiert.

Unter dem Strich ist diese Album ordentlich gelungen. Andreas hat es treffend formuliert: "eine der besseren schlechten Oldfield-CD`s". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.11.2004
Letzte Änderung: 29.6.2011
Wertung: 6/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 5 von 6)


Eine Platte wie "Five Miles Out" war 1982 schon eine ziemliche Überraschung. Deutschland wurde gerade von der "Neuen Deutschen Welle" heimgesucht, die alten Helden des Prog hatten sich aufgelöst oder kommerziellen Klängen zugewandt - und dann plötzlich, mitten in dieser dunklen Zeit, erscheint "Five Miles Out". Zwar flirtet Oldfield hier schon etwas mit Popklängen ("Family Man"), aber das auf durchaus originelle und geschmackvolle Art.

"Taurus II" braucht sich vor anderen Oldfield-Epen nicht zu verstecken, ich empfinde es keineswegs nur als Stückwerk. Besonders gefällt mir - neben den Gesangsteilen - das Dudelsacksolo von Paddy Moloney (The Chieftains; er ist auch auf einigen anderen Oldfield-Platten dabei).

Bei "Orabidoo" nerven ein paar quietschige Klänge, ansonsten ist es ein recht witziges und abwechslungsreiches Stück, "Mount Teide" hat interessante Percussion-Einsätze, und das Titelstück ist ein unterhaltsames "Mini-Hörspiel".

Fazit: "Five Miles Out" war ein Lichtblick in düsteren Zeiten - ist aber auch heute noch überzeugend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.11.2004
Letzte Änderung: 6.11.2004
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 6 von 6)


Die schlimmen 80'er! Es war das Jahrzehnt des Synthiepops und des Hochglanzprogs (Neoprog). Ich klinkte mich damals fast komplett aus der Musik aus und besann mich auf meine Helden der 70'er. So blieb Oldfield immer noch auf meinem Schirm und genau deshalb verstehe ich die negativen Bewertungen nicht. Sind die LP's der frühen 80'er von Oldfiled so schlecht?

Sicherlich nicht. Doch aus Progsicht ist klar, dass man mit Songs wie FAMILY MAN nicht viel gewinnen kann. Obwohl das der wirklich einzige Ausreißer nach unten auf dieser LP ist. Bleiben wir mal fair.

Mit dem 24-Minüter TAURUS II startet das Album qualitativ ähnlich gut wie die 3 ersten LP's. Der Track ist interessant aufgebaut und bedient die Fans mit allem was sie lieben. So steht die schneidende E-Gitarre wie selbstverständlich neben dem Dudelsack und Glockenspiel. Längere Soli wechseln mit rhythmischen Parts ab, verleihen dem Song eine magische Aura, erinnern mal an ein märchenhaftes Paradies, dann wieder an die kalte Hölle. Teils folkiger als „Ommadawn“ und abwechslungsreicher als „Hergest Ridge“ merkt man Oldfield an, dass er sich 1982 wenigstens noch teilweise durchsetzen konnte. Vor allem Maggie Reilly mit ihrer im Hintergrund agierenden Stimme ist ein Gewinn und gibt dem Longtrack diesen positiven und lebendigen Charakter.

Sicher ist das Debut auf der zweiten LP-Seite mit FAMILY MAN überflüssig, aber Singles mussten damals eben sein. Zum Glück ist der Song kurz. Es folgt mit ORABIDOO einer der besten Songs, die Oldfield je geschrieben hat. Der über 13 Minuten „gleitende“ Track fängt wunderbar ruhig an und steigert sich dann langsam bis zu seinem Finale. Dazwischen hört man wilde Pianoeskapaden und verrückte Keyboards. Alte Fans mussten da doch zufrieden sein.

Carl Palmer sorgt für die Percussion auf MOUNT TEIDI. Sicher kein Highlight in der Karriere des Drummers. Zum Schluss dann der Titeltrack FIVE MILES OUT. Sicher ist das kein Prog mehr im eigentlichen Sinne. Dennoch liebe ich den Song bis heute wegen seiner Spielereien mit verfremdeter Stimme und seinem unwiderstehlichen Arrangement. Reillys Stimme ist hier noch einmal perfekt in Szene gesetzt. Und die „halben“ Growls finde ich bis heute faszinierend.

Dieses Album gehört trotz seiner Schwächen immer noch in die Top 5 im Schaffen von Mike Oldfield.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2017
Letzte Änderung: 19.5.2017
Wertung: 10/15
besser als sein Ruf

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mike Oldfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Tubular Bells 13.00 7
1974 Hergest Ridge 12.50 6
1975 Ommadawn 13.00 5
1975 The Orchestral Tubular Bells 6.00 2
1978 Incantations 13.00 6
1979 Platinum 7.00 4
1979 Exposed 12.00 2
1980 QE2 9.33 3
1981 Music Wonderland - 2
1983 Crises 6.17 6
1984 The Killing Fields - Soundtrack 11.00 2
1984 Discovery 6.75 4
1985 The Complete Mike Oldfield 11.00 2
1987 Islands 2.00 3
1989 Earth Moving 3.75 5
1990 Amarok 11.08 12
1991 Heaven's Open 7.25 4
1992 Tubular Bells II 10.33 3
1993 Elements - 1
1993 The Best of Mike Oldfield Elements - 1
1994 The Songs Of Distant Earth 7.25 4
1996 Voyager 9.00 3
1998 Tubular Bells III 2.00 3
1999 The Millennium Bell 1.00 4
1999 Guitars 5.67 3
2002 Tres Lunas 1.00 2
2003 Tubular Bells 2003 11.50 6
2005 Exposed (DVD) 12.50 2
2005 Light + Shade 1.50 2
2006 Live at Montreux 1981 (DVD) 11.00 1
2008 Music of the Spheres 8.33 3
2014 Man on the Rocks 6.00 3
2015 The Best of: 1992-2003 8.00 1
2017 Return to Ommadawn 11.67 3

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