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Brockmann / Bargmann

Licht

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; Krautrock; Postrock; sonstiges
Label: bureau b
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Franz Bargmann Gitarre, E-Bow
Timm Brockmann Synthesizer, Keyboards

Gastmusiker

Achim Färber Schlagzeug auf Schatten, Puls, Hyper
Michel Collet Gitarre auf Softarps, Horizont, Muezzin

Tracklist

Disc 1
1. Aura 1.26
2. Deepmind 3.44
3. Softarps 3.04
4. Horizont 4.54
5. Prisma 5.33
6. Sylvester 4.34
7. Spektrum 2.39
8. Muezzin 3.09
9. Schatten 10.35
10. Meer 3.24
11. Puls 4.32
12. Hyper 20.18
Gesamtlaufzeit67:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Franz Bargmann (Gitarre) und Timm Brockmann (Keyboards) könnten so manchem Musikfreund als die Gründungsmitglieder von Camera aufgefallen sein, die „Krautrock-Guerilla“ sein wollten, indem sie spontane Auftritte an ungewöhnlichen Orten absolvierten.

Franz Bargmann hatte bereits nach dem ersten Album Radiate! keine Lust mehr auf „Krautrock-Guerilla“ und zog es stattdessen vor, ab 2013 ein Mitglied der Live-Band von Michael Rother zu sein.

Timm Brockmann verließ Camera ein Jahr nach Bargmann, weil ihn die Aufgaben eines Studio-Ingenieurs und Produzenten brennend interessierten.

Für ihr neues Projekt Brockmann / Bargmann haben die beiden mit dem gerade aufgenommenen Material viel im Studio experimentiert, es neu angeordnet und diversen Bearbeitungen unterzogen.

Als Ergebnis gibt es zerbrechliche Gitarrenfiguren mit elektronischen Glitches („Aura“), melodisch-rhythmische Elektronik mit singenden Gitarren („Deepmind“, „Horizont“), lyrisch-spartanische Gitarrenfiguren ohne Glitches („Softarps“), mehrspurig arrangierte Soundscapes („Prisma“), rhythmische Kraut-Elektronik mit experimentellen Klangcollagen („Sylvester“), lyrische Gitarrenfiguren im Geiste von Postrock („Spektrum“), seltsamen Elektronik-Ethno-Kraut-Pop („Muezzin“), düster eingefärbte Gitarrenschleifen zu Orgelbegleitung und tranciger Perkussion („Schatten“), lyrische Gitarren- und Piano-Figuren im Geiste des Postrock („Meer“), sowie eine apokalyptisch-kosmische Klanglandschaft („Puls“). Man merkt es vielleicht bereits: für Abwechslung wird reichlich gesorgt.

Als Abschluss dient mal wieder einer dieser CD-Scherze mit einem Pseudo-Longtrack („Hyper“), der zwar mit 20:18 Länge angezeigt wird, aber in der Mitte eine ca. fünfzehnminütige Pause aufweist. In diesem Fall haben die beiden die lange Pause zumindest so gestaltet, dass der Hörer sich mit ein wenig Vorstellungkraft denken kann, wie sich das Stück in der langen Pause zu einer anarchistischen Klangorgie aufgebaut hat, die aus mehreren, scheinbar nicht unbedingt zueinander (im traditionelen Sinne) passenden Spuren besteht. Wie es schon Klaus Schulze zu sagen pflegte: Der Musikfan soll sich die eigene Musik dazu denken.

Insgesamt kann „Licht“ allen Freunden von einer Mischung aus Elektronik, Kraut- und Postrock eindeutig empfohlen werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2017
Letzte Änderung: 12.10.2017
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Nach dem Debüt der Neo-Krautrocker Camera hatte es nicht lange gedauert, bis die ursprüngliche Besetzung auseinander gefallen war. Franz Bargmann war schon auf dem Nachfolger nicht mehr dabei, auf dem dritten Album der Berliner war auch Timm Brockmann ausgestiegen, Nun haben die beiden also ihr eigenes Projekt, schlicht nach den Nachnamen der beiden benannt, dessen Debüt Licht im Herbst 2017 beim Hamburger Label Bureau B herauskam.

Darauf bewegt sich das Duo in nicht ganz unähnlichen musikalischen Gefilden wie seine Ex-Band. Ein Panoptikum krautig-elektronischer Klangwelten gibt es hier zu hören, in denen zwar nie direkt alten Meistern nachgeeifert wird, die jedoch stets von deren Geist durchweht sind. In den überwiegend recht kurzen Stücken haben die Klänge des Weserberglandes dabei ebenso ihre Spuren hinterlassen wird die monotonen Rhythmen Dingerscher Prägung, während Soundscapes-artige Klangschleifen eine Brücke in neuere Zeiten schlagen. Denn direkt „retro“ klingt die Musik nicht.

Wie eine Rezension höher schon zu lesen, sind die Stücke von sehr unterschiedlicher Natur. Trotzdem ergibt sich letzten Endes ein homogenes Klangbild, ein moderner, zeitgemäßer Krautrock ganz eigener Prägung, der jedem Liebhaber krautig-elektronischer Klänge zusagen sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.10.2017
Letzte Änderung: 29.10.2017
Wertung: 11/15

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