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Zeit

Waves from the Sky

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Hic Sunt Leones
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tommaso Cimo Instruments, Electronics, Sounds, Field Recordings

Tracklist

Disc 1
1. First Communication 16:48
2. Towards the Edge 9:51
3. An Early Flight 5:34
4. Sunset Elegy 11:42
5. The River of Return 6:10
6. The Vision 12:31
Gesamtlaufzeit62:36


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Zeit ist der 1977 geborene, aus Florenz stammende Musiker und Komponist Tommaso Cimo, der seit dem Anfang des neuen Jahrtausends unter diesem Namen tätig ist und Tonträger veröffentlicht. Oft sind dieselben Gemeinschaftswerke mit dem Mailänder Klangbastler Alio Die (Stefano Musso – zudem der Macher des Labels Hic Sunt Leones). Mit dem hier rezensierten "Waves from the Sky" legte er aber 2008 ein eigenes, ganz im Alleingang eingespieltes Album vor.

Elektronische Musik gibt es auf "Waves from the Sky" zu hören, die sich irgendwo im Grenzgebiet von ambientartigen Soundscapes und klassischen, Retro-Berliner Klangbildern bewegt. Der Name den Cimo für sein Projekt gewählt hat, deutet ja schon gewisse Inspirationsquellen an. In der Tat gibt es hier Momente, die an das Frühwerk der Tangs gemahnen, wobei Cimo weniger sperrig und kalt zu Gange ist. Eher warm und luftig ist die Musik ausgefallen, ganz dem Coverbild entsprechend, die mit allerlei Tasteninstrumenten und elektronischem Klangwerk erzeugt wurde, schwebend und mäandernd, bisweilen von hallenden Piano- oder E-Pianoklängen, bzw. Hackbrettartigem bestimmt, dazu ergänzt um verhalten hallende glockige Perkussion und diverse Naturgeräusche.

Eher ruhig, aber intensiv gleiten die Tongewebe hier dahin, dabei aber eher irdisch als kosmisch, wobei bisweilen auch durchaus glaziale Raumfahrtatmosphäre aufkommen kann (zu Beginn von "Towards the Edge" z.B.). Bisweilen arbeiten sich sanft wogende Sequnzermuster nach vorne, die dann in Verbindung mit den wabernden Elektronikflächen an die teutonischen Vorbilder gemahnen (man höre das schon erwähnte "Towards the Edge" nach gut 4 Minuten). Wobei die Musik dann eher an die Tangerine Dream der späteren 70er Jahre erinnert. Auf "Zeit" gab es noch keine Sequenzer zu hören.

Vergleiche könnte man auch zu den rezenteren Werken von Broekhuis, Keller & Schönwälder ziehen, gleitet die Musik doch oft ähnlich klangvoll, ganz im retro-elektronischen Geiste dahin. Ansonsten bastelt Cimo hier seine ganz eigene Klangwelt, erschafft unseichte, bisweilen fast schräg-komplexe Soundscapes, die sich aber immer elegant und farbig durch die Gehörgänge arbeitet. Minimalistisch-Repetitives gibt es auch zu hören (in "Sunset Elegie" z.B.), ganz im kosmisch-krautigen Geiste, aber mit wärmeren (mediterranen) Klangfarben (man lausche vor allem dem abschließenden "The Vision") .

"Waves from the Sky" ist eine wunderbare Scheibe mit hypnotisch-introvertierter Elektronik, retro-kosmisch einerseits, verspielt-impressionistisch andererseits, die jedem Freund anspruchsvoller E-Musik recht viel Spaß machen sollte. Das bisher letzte Mal hat Cimo alias Zeit mit dem 2013 erschienen "A Circular Quest" (wieder mit Alio Die) von sich hören lassen. Ich hoffe nicht, dass er seine elektromusikalische Tätigkeit inzwischen eingestellt hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2017
Letzte Änderung: 14.10.2017
Wertung: 12/15

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