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Green

Symphonic Floyd

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Klassischer Prog; Psychedelic
Label: Sireena Records
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Milla Kapolke bass, vocals
Bubi Hönig guitar, vocals
A.T.S. Rolf Möller drums
Deva Tattva keyboards
Michi Rolke guitar, saxophone, piano, vocals
Mudita Kapolke percussion, vocals

Gastmusiker

Manu Kapolke acoustic guitar, piano, vocals
Demian Hache drums
Vanessa Möller violin
Vanessa Henning backing vocals
Luisa Ortu backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Overture 4.40
2. Shine on you crazy Diamond 12.08
3. One of these days 5.41
4. Fat old Sun 4.52
5. Wot's...Uh the Deal 6.33
6. If 4.34
7. Astronomy Domine 4.06
8. High Hopes 9.05
9. Run like Hell 5.36
10. The happiest Days of our Lives/Another Brick in the Wall (Part II) 6.14
Gesamtlaufzeit63:29
Disc 2
1. Atom Heart Mother 23.30
2. Speakto me/Breathe in the Air 3.55
3. Time 7.12
4. Money 7.11
5. Us and Them 7.46
6. Any Colour you like 3.25
7. Brain Damage/Eclipse 5.32
8. Wish you were here 4.35
9. Is there anybody out there? 1.45
10. Comfortably numb 7.25
11. Outside the Wall 4.40
Gesamtlaufzeit76:56


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Denke ich an Rockmusik mit sinfonischem Orchester, überkommen mich negative Gefühle. Scorpions hab ich so mal live gesehen und es war schlimm. Deep Purple, den Ur-Vätern der sinfonischen Rockmusik, kann man wenigstens noch zu Gute halten, dass sie eine der ersten Bands waren die es versucht haben. Es ging und geht meistens in die Hose. Entweder erstickt alles im Zuckerguss der Streicher oder die Kompositionen sind einfach nicht dazu gemacht um von 4, 5 Instrumenten auf 30-40 aufgeblasen zu werden.

Die Kompositionen von Pink Floyd sind aber nun mal keine „normalen“ Rockkompositionen. Sie waren immer schon speziell, in gewissem Sinne klassisch. „Shine on“ oder „Atom Heart Mother“ haben dieses ganz eigenwillige Flair des psychedelisch-morbiden Charmes und es braucht nicht viel um sich ein ganzes Orchester und einen Chor vorzustellen. Was bei „AHM“ ja schon im Original der Fall ist, wird hier noch einmal an einigen Abenden von der Band Green in Zusammenarbeit mit dem philharmonischen Orchester Hagen und dem Chor- und Kinder-/Jugendchor der Stadt Hagen zelebriert und live aufgenommen für die Nachwelt. Es ist ohne jeden Zweifel gelungen, wenn auch der eine oder andere Spielfehler nicht zu überhören ist. Aber gerade das find ich an dieser Liveaufnahme so sympathisch. Sie ist absolut authentisch.

Dabei spielt die Band immer noch die Hauptrolle. Green bestehen seit 1975 als anfängliche Coverband und waren maßgeblich mit ihren einzelnen Musikern an der Entstehung der Hagenerszene der Neuen Deutschen Welle Anfang der 80'er beteiligt. Doch bevor die erste Aufnahme der Band im Kasten war, wechselte Bassist und Sänger Milla Kapolke zu Grobschnitt und der Rest der Band konnte diesen Verlust nicht kompensieren. Man löste sich auf, spielte in diversen anderen Bands und fand erst spät wieder mal zusammen.

Dieses Projekt bildet jetzt die bisherige Krönung. Green bestimmen die Musik als Band, setzten das Orchester unterstützend ein, genau wie den Chor. Sie machen nicht den Fehler wie viele andere Bands und lassen die Musik das sein was sie ist: Psychedelic Prog. Der musikalische Leiter Andreas Reukauf hat zusammen mit der Band fast ein Jahr an den Arrangements gefeilt, was sich auf jeden Fall gelohnt hat. Er setzt die Musik in den richtigen Kontext, lässt das Orchester genau da einsteigen, wo es Sinn macht. Die Atmosphäre der Kompositionen wird in keinem Moment gestört.

Auf 2 CD's verteilt dreht sich alles um „Atom Heart Mother“. Die Zusammenstellung des Oeuvres von Pink Floyd gefällt mir gut. Mit „If“ und „Fat Old Sun“ sind weitere selten gespielte Songs der „AHM“ vertreten. „Wot's...Uh the Deal“ aus dem OST „Obscured by Clouds“ ist sogar dabei, was bemerkenswert ist. Auch „Dark Side of the Moon“ ist stark vertreten mit 7 Songs. Man hält sich meist nah am Original, mit einigen eigenen Nuancen. Gesanglich ist das zwar nicht immer überzeugend, aber das ist wirklich nur ein kleiner Schönheitsfehler.

Pink Floyd haben ja schon einiges erlebt. Ganze Neueinspielungen wie „Dark Side of the Moon“ der Flaming Lips oder ganze CD's voll mit „The Making of...“. So was wie das hier ist mir aber bisher nicht im Player gelandet. Wer vielleicht selbst in einem Orchester spielt, müsste ein Ohr riskieren. Und wer sowieso an ungewöhnlichem interessiert ist, natürlich auch. Die Musik richtet sich an alle Liebhaber von gut arrangierter Orchestermusik, ohne dass dieses dominiert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2017
Letzte Änderung: 23.10.2017
Wertung: keine gut gemacht, aber auf eine Bewertung verzichte ich

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