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Godspeed You! Black Emperor

Luciferian Towers

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Constellation
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Aidan Girt Schlgzeug
David Bryant Gitarre
Efrim Manuel Menuck Gitarre, Orgel, OP-1
Mauro Pezzente Bass
Michael Moya Gitarre
Sophie Trudeau Violine, Orgel
Thierry Amar Kontrabass, Bass
Timothy Herzog Schlagzeug

Gastmusiker

Bonnie Kane Saxophon, Flöte, Elektronik (1)
Craig Pedersen Trompete (1)

Tracklist

Disc 1
1. Undoing A Luciferian Towers 7:47
2. Bosses Hang 14:45
3. Fam / Famine 6:44
4. Anthem For No State 14:38
Gesamtlaufzeit43:54


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Nach zweieinhalb Jahren gibt es wieder ein neues Album der Postrock-Legende aus Montréal. Die Besetzung hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert, und auch die Struktur des neuen Albums ist ähnlich: vier Stücke, komplett instrumental, davon zwei längere (je knapp 15 Minuten) und zwei kürzere (um die 7 Minuten). Da könnte man glatt meinen, Luciferian Towers sei nur ein Abklatsch seines Vorgängers. Es gibt jedoch einen gewichtigen Unterschied: es ist wesentlich besser.

Zwar erfinden GYBE den Postrock auch auf diesem Album nicht neu, dennoch klingt Luciferian Towers, als hätte die Band sich einer Frischzellenkur unterzogen. Beeindruckende Klangmassen ergießen sich aus den Boxen, oder besser wälzen sich heraus, wie ein Lavastrom: zäh, aber unerbittlich. Gleich das erste Stück gleicht einem Mahlstrom, in dem sich verzerrte Gitarren, Streicher und gastierende Bläser zu einer Melange vereinen, in der sich die einzelnen Instrumente nur noch erahnen lassen, sich dabei allmählich in eine wahre Kakophonie steigern.

In diesem Stil geht es weiter, wobei die Musik bisweilen etwas mehr „Form“ annimmt. Aber letzten Endes türmen sich auch in den anderen drei Stücken mächtige Klanggebirge auf, werden stark verzerrte Gitarren mit mäandernden Streichern kombiniert. In Bosses Hang nimmt der zähe (das Wort „zäh“ ist hier keinesfalls negativ gemeint) Klangfluss auch mal etwas Fahrt auf. Dann wirbeln die Streicher im Stakkato, die Gitarren werden ordentlich geschrubbt. Dagegen zeigt sich Fam / Famine ruhig, getragen, fast Ambient-artig. Ein bedächtig wogendes Klangmeer. Auch Anthem for No State fängt sehr getragen an, wirkt fast zerbrechlich, türmt sich jedoch alsbald wieder zu einer gigantischen Klangmasse auf, in der die Gitarren dreckig bratzen und sägen und die Streicher dazu jubilieren. Was für ein Koloss!

Mit Luciferian Towers ist dem kanadischen Postrock-Urgestein ein überzeugendes Album gelungen, das ich so gar nicht mehr erwartet hätte. Stark!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.11.2017
Letzte Änderung: 12.11.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Godspeed You! Black Emperor

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 f#a#oo 12.00 1
1999 slow riot for new zero kanada 10.50 2
2000 Lift yr. skinny fists like antennas to heaven 11.50 2
2002 Yanqui U.X.O. 8.00 1
2012 Allelujah! Don't Bend! Ascend! 10.00 1
2015 'Asunder, Sweet And Other Distress' 9.00 1

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