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King Crimson

Live in Chicago

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Discipline Global Mobile
Durchschnittswertung: 14/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert Fripp Guitar, Keyboards
Jakko Jakszyk Guitar, Flute, Voice
Tony Levin Bass, Chapman Stick, Voice
Mel Collins Saxophone, Flute
Bill Rieflin Keyboards
Pat Mastelotto Drums
Gavin Harrison Drums
Jeremy Stacey Drums, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Bellscape & Orchestral Werning 2:29
2. Larks' Tongues In Aspic, Part One 9:27
3. Neurotica 4:54
4. The Errors 4:54
5. Cirkus 7:31
6. The Lizard Suite 11:21
7. Fallen Angel 6:01
8. Larks' Tongues In Aspic, Part Two 7:08
9. Islands 9:50
10. Pictures Of A City 9:59
Gesamtlaufzeit73:34
Disc 2
1. Indiscipline 8:01
2. The Construkction Of Light 6:20
3. Easy Money 9:34
4. The Letters 6:37
5. Interlude 2:29
6. Meltdown 4:22
7. Radical Action II 2:28
8. Level Five 7:03
9. Starless 14:55
10. Heroes 4:27
11. 21st Century Schizoid Man 15:55
Gesamtlaufzeit82:11


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Why another King Crimson official Bootleg?

Das Albumcover-Heft eröffnet gleich mit der zentralen Frage. Aber was für eine Antwort King Crimson hier geben!

Bill Rieflin ist zurückgekehrt, hat Jeremy Stacey aber nicht ersetzt, sondern komplettiert King Crimson nun als Keyboarder zu dem Eight-Headed-Beast, das sie seither, seit 2017 sind: Robert Fripp, Jakko Jakszyk, Mel Collins, Tony Levin, Bill Rieflin und die drei Drummer Jeremy Stacey, Pat Mastelotto und Gavin Harrison. Seit Rieflins Rückkehr transformierte sich die Band nach Auffassung ihres De-Facto-Chefs Fripp zur Formation 9.1, dem vierten definitiven Lineup.

Und die Band unterstreicht das mit einem Album, das man nur als massiv bezeichnen kann. Wegen der größten Besetzung, die King Crimson je hatten, wegen des entsprechend massiven Sounds, wegen der Songauswahl, die von ganz frühen Stücken wie "21st Century Schizoid Man" und "Pictures Of A City" bis hin zu ganz neuen Kompositionen wie "Meltdown" und "Radical Action" reicht, vor allem aber wegen der schier überwältigenden Qualität dessen, was hier zu hören ist.

Mittlerweile sollte sich der Staub, den diese Besetzung und ihre Setlisten aufgewirbelt hatten, wirklich langsam gelegt haben. “What I like about this band is, that what it is actually doing is not what it appears to be doing.” sagt Robert Fripp, und er meint damit, dass man genau hinschauen sollte, bevor man dieses Lineup als Nachlassverwalter abtut. Sie sind das genaue Gegenteil: Anstatt den Nachlass, das große Erbe dieser Band bloß zu verwalten, versuchen sie, Altes mit Neuem zu kombinieren, und zu ergründen, was diesen scheinbar so unverwandten Stücken gemeinsam ist. Die aktuelle Besetzung, ganz folgerichtig ebenfalls eine Kombination aus alten und neuen Mitgliedern, tut das auf dem Weg des Experiments: Kein Song wird einfach reproduziert, nichts wird so gespielt, wie immer schon. Das geht auch gar nicht, wenn man z. B. Stücke, die einst zu dritt komponiert und gespielt worden waren, nun von acht Leuten umsetzen lassen will. Anders als Yes das bei ihrer Union-Tour gemacht haben, haben King Crimson ordentlich Arbeit in die neuen Arrangements gesteckt und integrieren die zusätzlichen Musiker und ihre Parts perfekt in die alten Stücke. Sie bauen zum Teil vollständig neue Passagen in die bekannten Strukturen ein. Das Resultat ist eine perfekte Verschmelzung von Altem und Neuem, sowohl im Hinblick auf das Songmaterial, als auch im Hinblick auf die Band und ihren Sound.

Das gilt auch und weiterhin für die drei Schlagzeuger: Wie die drei die Schlagzeugparts untereinander aufteilen, wie sie ineinander, nebeneinander, umeinander und - hin und wieder - auch miteinander spielen, das ist verblüffend. Hier wechseln sich die drei Snares ab, dort spielt einer die Becken, der andere ein Stockwerk tiefer, dann wieder werden Fills hin und her gereicht, Polyrhythmik allenthalben, was da zu hören ist, ist große Rock-Kunst.

Für die Fans, die sie noch nicht kennen, sind sicherlich die neuen Stücke "The Errors", "Meltdown" und "Radical Action II" am spannendsten. Alle drei setzen die Entwicklungen der 90er Jahre fort, knüpfen dabei aber Verbindungen bis hinein in die "Lizard"/"Islands"-Ära. Passend dazu finden einige Stücke von damals Aufnahme in die aktuelle Setliste: "Islands", "Cirkus", "The Letters" und natürlich die "Lizard Suite". Letztere wurde um die cheesigsten Stellen entlastet und auf die Hälfte gekürzt. Was King Crimson aus diesem verstaubten Mehrteiler machen, ist erstaunlich und allein schon einen Hör wert.

Auch andere Stücke haben Seltenheitswert: "Neurotica" war live bisher nur auf "Vrooom Vrooom" und Collectors'-Club-Scheiben zu hören, "Fallen Angel" ist bis dato überhaupt noch nie live gespielt worden. Und was die Band mit bekannteren Stücken so alles anstellt, kann man anhand von "Indiscipline" exemplarisch zeigen, das nun eine (sehr abgefahrene) Gesangsmelodie hat und in der Achterbesetzung wesentlich wuchtiger und druckvoller rüberkommt als je zuvor.

"Live in Chicago" ist – selbst für eine Band dieses Kalibers – eine Offenbarung. Die Performance ist grandios, die (wenigen) Improvisationen kommen wie aus einem Guss, und die Verschmelzung von Altem und Neuem gelingt so gut wie bei keiner anderen klassischen Progband, die noch aktiv ist. Das ist nicht zuletzt das Verdienst von Sänger Jakko Jakszyk und Bläser Mel Collins, die nach anfänglichen Schwierigkeiten nun perfekt in den Gesamtsound der Band integriert sind, aber auch das der Keyboarder Bill Rieflin, Robert Fripp und Jeremy Stacey, die Wesentliches dazu beitragen, den Sound aufzupolstern und die anderen Instrumente einzubetten.

"Live in Chicago" ist ein perfektes Dokument des gegenwärtigen Stands der Band und eines ihrer ganz großen Live-Alben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.11.2017
Letzte Änderung: 24.11.2017
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von King Crimson

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 In The Court Of The Crimson King - An Observation By King Crimson 14.40 6
1970 In The Wake Of Poseidon 12.00 7
1970 Lizard 14.25 5
1971 Islands 12.75 6
1972 Earthbound 8.60 5
1973 Larks' Tongues In Aspic 12.50 2
1974 Starless And Bible Black 12.50 3
1974 Red 12.50 3
1975 USA 10.50 2
1976 The Young Persons' Guide to King Crimson - 1
1981 Discipline 12.00 4
1982 Beat 8.50 2
1984 Three Of A Perfect Pair 9.67 3
1986 The Compact King Crimson - 1
1991 The Essential King Crimson: Frame by Frame - 2
1992 The Great Deceiver 13.00 2
1994 Vrooom 9.00 2
1995 THRAK 12.00 2
1995 B'Boom 10.00 1
1996 THRaKaTTaK 11.00 2
1996 Schizoid Man 8.00 1
1997 Epitaph 12.00 1
1997 The Nightwatch 14.00 2
1998 Live at Jacksonville 1972 9.00 1
1998 Live at the Marquee 1969 - 1
1998 Absent Lovers 11.00 1
1999 The Beat Club Bremen 1972 10.00 1
1999 On Broadway 1995 11.00 1
1999 Deja VROOOM (DVD) 11.00 1
1999 Live at Cap D'Agde 1982 10.00 1
1999 Cirkus - The Young Person's Guide to King Crimson Live 12.00 2
1999 The Vrooom Sessions 7.00 1
2000 A Beginners' Guide To The King Crimson Collectors' Club 10.00 1
2000 The ConstruKction of Light 10.60 6
2000 Live in Central Park 1974 12.00 1
2000 Heavy ConstruKction 10.00 1
2000 Live At Summit Studios 1972 8.00 1
2000 Nashville Rehearsals 11.00 1
2000 Live at Plymouth Guildhall 1971 12.00 1
2000 Discipline - Live At Moles Club 1981 8.00 1
2001 Vrooom Vrooom 12.00 1
2001 Live in Mainz 1974 12.00 1
2001 Live in Berkeley - 1
2001 Level Five 11.00 1
2001 Live in Detroit 1971 10.00 1
2002 Champaign-Urbana Sessions 11.00 1
2002 Happy with what you have to be happy with 8.00 1
2002 Ladies of the Road 10.00 1
2002 Live at the Zoom Club 1972 9.00 1
2002 Live in Hyde Park 1969 11.00 1
2003 Eyes Wide Open (DVD) 14.00 1
2003 Live in Guildford 1972 13.00 1
2003 The Power To Believe 10.00 2
2003 EleKtrik (Live in Japan 2003) 13.00 1
2003 Live in Orlando 1972 10.00 1
2004 Live in Warsaw, June 11, 2000 10.00 1
2004 Live in Philadelphia, PA, July 30, 1982 11.00 1
2004 The 21st Century Guide To King Crimson Volume One (1969-1974) - 1
2004 Neal and Jack and Me (DVD) 11.00 1
2005 The 21st Century Guide To King Crimson Volume Two (1981-2003) - 1
2005 Live at the Wiltern 1995 12.00 1
2005 Inside King Crimson. 1972 - 1975. An independent critical review (DVD) 9.00 1
2005 Live in Brighton. October 16, 1971 12.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 12, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 15, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 14, 1971 10.00 1
2006 Zoom Club, Frankfurt, Germany, April 13, 1971 11.00 1
2006 The Collectable King Crimson Vol.1 12.00 1
2006 The Roxy, Los Angeles, California, November 23, 1981 11.00 1
2006 Stadthalle, Cologne, Germany, October 14, 1981 11.00 1
2006 Place De Nations, Montreal, Quebec, Canada - August 4, 1982 11.00 1
2007 Olympia, Paris, France, June 25, 2000 10.00 1
2007 The Collectable King Crimson Volume 2 10.00 1
2007 Augsburg, Germany, March 27, 1974 10.00 1
2008 40th Anniversary Tour Box 12.00 1
2008 Park West, Chicago, Illinois, August 7, 2008 10.50 2
2008 The Collectable King Crimson Volume 3 - Live at the Shepherds Bush Empire, London, 1996 12.00 1
2008 Congresgebouw, Den Hague, Netherlands, May 15, 1995 11.00 1
2009 The Collectable King Crimson Volume Four - Live at Roma, Warsaw, Poland 2000 11.00 1
2011 June 04, 1996. Rosengarten-Musensaal, Mannheim, Germany 11.00 1
2012 Larks' Tongues in Aspic - The Complete Recordings 15.00 2
2012 Live at the Marquee 1971 12.00 1
2014 The Elements of King Crimson. 2014 Tour Box 13.00 1
2015 Live at the Orpheum 10.33 3
2015 The Elements of King Crimson. 2015 Tour Box 13.00 1
2015 THRAK Box - King Crimson Live and Studio Recordings 1994 - 1997 - 1
2016 Live in Toronto 12.00 2
2016 Radical Action To Unseat The Hold Of Monkey Mind 13.00 1
2016 Rehearsals & Blows (May - November 1983) 12.00 1
2017 Heroes 9.00 1

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