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Grombira

Grombira

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Tonzonen
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ralph Nebl aka sheyk rAleph Sitar, Saz, Oud, Percussion, Synthesizer, Flöten, Gesang
Tommi Neubauer Bass
Manfred Feser-Lampe Drums
Andy Leins Keys & Synth

Tracklist

Disc 1
1. Pürreé 10:17
2. Carpe Noctem 8:18
3. Caravan 5:04
4. Goats in space 8:00
5. Priest of the horny Kong 8:17
6. Selma 5:47
Gesamtlaufzeit45:43


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @


Der Ausdruck "Grombira" entstammt dem orientalischsten aller deutschen Dialekte, nämlich dem Schwäbischen, und bedeutet so viel wie "Kartoffel". Nach dieser Erdfrucht also benannten sich die vier mittelalten Herren, die sich etwa 2011/12 im fränkischen Würzburg zusammentaten, um durch ihre "Freude an Improvisation, Genre-Grenzen spielerisch zu überschreiten". Nach zahlreichen Auftritten auf den Bühnen der Welt und einigen EPs, brachten sie schließlich im Jahre 2017 ihre erste Platte auf den Markt.

"Oriental Space Rock" nennt die Band ihren Stil. Und damit könnte ich die Rezension eigentlich auch schon abschließen, denn genau das bekommt der Hörer auf den sechs Stücken zu hören. Ein paar mehr Worte sollen es dann aber doch sein.

Die vier Musiker sind allesamt gestandene Personen, die schon an anderen Projekten beteiligt waren. Kopf des Unternehmens dürfte aber vermutlich Ralph Nebl alias "sheyk rAleph" sein, der orientalische, persische und indische Musik studiert hat und die orientalischen Instrumente wie Sitar, Saz, Oud und div. Flöten beisteuert.

Das Grundgerüst für die Musik ist irgendwo zwischen Kraut-, Psychedelic und Space Rock verortet. Mal gibt es nur orientalische Percussion als Begleitung, meist aber rumpelt das Schlagzeug ordentlich vor sich hin. Die Musik selbst ist sehr stark von den orientalischen Strömungen geprägt. So geht das eröffnende "Pürree" sowie "Caravan" in Richtung Nordafrika, während "Carpe Noctem", "Goats in space" und "Selma" eher in die indische Ecke tendieren. Der weltmusikalische Anteil ist dabei sehr hoch und hört sich sehr versiert an. Die Verbindung der beiden Stile empfinde ich als außerordentlich gelungen, hier hat der studierte Orientologe saubere Arbeit geleistet. Und selbst wenn die orientalischen Instrumente mal in den Hintergrund treten und stattdessen die elektrische Gitarre nach vorne kommt, wie im Titel "Goats in space", so geschieht dies auf hohem Niveau. Lediglich der seltene Gesang will nicht so recht begeistern. Nebls Stimme ist zwar angenehm, dürfte aber gerne etwas ausdrucksstärker sein.

Grombira legen hier ein sehr erfrischendes Debut zwischen Orient und Okzident vor, das allen Krautrockern, die ein Faible für orientalische Klänge haben, gefallen sollte. Aber auch allen anderen Proggern, die weltmusikalischen Tönen aufgeschlossen gegenüber stehen, sei ein Reinhören auf der Bandcamp-Seite angeraten.

Anspieltipp(s): Pürree, Goats in space
Vergleichbar mit: Orient trifft Okzident
Veröffentlicht am: 23.11.2017
Letzte Änderung: 23.11.2017
Wertung: 11/15

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