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Wilburn Burchette

Opens The Seven Gates Of Transcendental Consciousness

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: instrumental; Psychedelic
Label: Ebos Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wilburn Burchette Gitarre, Elektronik, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Dawn Of Awakening 4:57
2. Regeneration 4:56
3. Transformation 4:42
4. Piercing The Psychic Heart 3:54
5. Invoke The Name Of God 3:32
6. Introversion 3:35
7. Realization 6:10
Gesamtlaufzeit31:46


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Wilburn Burchette ist so eine obskure Socke wie es sie nur in den 60ern/70ern geben konnte. Ein mystisch durchwirkter "Master", der alleine in seinem Kämmerchen psychedelische Gitarrenmusik zupft. So unbekannt er ist, so wenig bescheiden gibt sich der Mann aber auch. [Wilburn Burchette] Opens The Seven Gates Of Transcendental Consciousness heißt eines seiner Alben, Untertitel: A Transcedental Ballet For The Mind Of God. Vielleicht ein Album, das gar nicht für menschliche Ohren bestimmt ist? Ist sein Erscheinen auf dem mondänen Musikmarkt also ein fatales Missverständnis, gar Blasphemie? Oder ist alles nur Mystik und Gott eh in jedem Menschen?

Nun ja, was den menschlichen Hörer hier erwartet, ist jedenfalls keine Offenbarung, wenn auch ein angenehm dichtes Album voller psychedelischer Gitarrenkünste. Der "Dawn Of Awakening" beginnt mit schwebender Elektronik, hallenden Stimmen, dann übernimmt eine hallende Gitarre. Die ist überhaupt maßgebliches Instrument hier. Weitgehend frei von herkömmlichen Songstrukturen zupft der Meister vor sich hin, mal rhythmisch, mal losgelöst, mal entspannt, mal dringlicher. Die Harmonien erinnern mich oft an Renaissance-Musik, auch kann man sich Burchettes Klänge wunderbar in großen, alten Kirchen vorstellen. Die erhabene Stille, vor der sich die wenigen Töne sorgfältig entfalten, macht sein Album jedenfalls zu einer bedächtigen Erfahrung. Auch arabische Klänge sind hippietypisch dabei, so beim zweiten, energischen "Regeneration". Besonders angenehm gehen die träumerischen Melodien von "Introversion" ins Ohr, ehe "Realization" ganz und gar nicht nach einer befreiten, schönen Erkenntnis klingt, sondern mit schrägen Vocalsounds, fiepender Elektronik und verlorenen Gitarrentönen immer verzweifelter wird, dann dröhnend verstummt. Gott muss ein sonderbares Harmonieverständnis haben, mir gefällt die Abwechslung. Insgesamt ein kunstvoll besinnliches Album, perfekt zur meditativen Kerzenzeit, psychedelisch-verschlungen und dennoch einfach.

Anspieltipp(s): Dawn Of Awakening, Introversion
Vergleichbar mit: Manch klassischer Musik
Veröffentlicht am: 4.12.2017
Letzte Änderung: 19.5.2018
Wertung: 10/15

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