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Harald Gramberg

Gravitation

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (2 neue und 7 bearbeitete Archiv-Aufnahmen)
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik; Krautrock
Label: Clostridium Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Harald Gramberg keyboards,sequencer,vocoder,E-Drums

Gastmusiker

Mike Michael on 5
Sylvia Koloski Gesang auf 7

Tracklist

Disc 1
1. Karma 12.15
2. Gravitation 16.30
3. Karuna 7.02
4. Andromeda 11.52
5. Von der Quelle bis zur Mündung 8.11
6. Mensch im Universum 6.52
7. Dark Hope 9.13
Gesamtlaufzeit71:55


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Elektronik-Musiker Harald Gramberg aus Mülheim an der Ruhr versuchte sich schon in den frühen 70ern als Solokünstler. Damals allerdings noch mit akustischen Instrumenten. Die Versuche mit elektronischen Instrumenten begannen erst 2013. Zwischen 2013 und 2017 sind vier Alben von Gramberg als Downloads erschienen.

Das bei Clostridium Records veröffentlichte „Gravitation“ ist das erste Gramberg-Werk, das auf einer CD (mitsamt Digipack) zu haben ist.

Gramberg selbst meint, er möchte sich stilistisch nur ungerne festlegen. Denkbar, oder tatsächlich vorhanden sind also Stücke von Gramberg, die durch die Berliner Schule, Ambient, Industrial, Avantgarde und Synthpop beeinflusst sind. Auf „Gravitation“ hat man sich allerdings auf die beiden zuerst genannten Subgenres beschränken wollen.

Bei den fünf Stücken aus insgesamt sieben Stücken von „Gravitation“ handelt es sich um ältere, allerdings überarbeitete und remasterte Kreationen, die bereits auf den Download-Alben erhältlich waren. Nur zwei Tracks („Karma“ und „Dark Hope“) sind wirklich neu und nur auf der CD zu finden.

Schon mit dem eröffnenden „Karma“ zeichnet es sich langsam ab, dass Gramberg die sparsamen, eher die melancholischen Stimmungen erzeugenden Arrangements bevorzugt. Soll mal zur Abwechslung eine Steigerung erreicht werden, schichtet Gramberg mehrere Klangspuren übereinander, ohne dass die Transparenz des Aufbaus darunter leiden würde.

In dem Hauptteil des mehrteiligen „Karma“ wird eine Art vom elektronisch-meditativen Rock geboten, der durch die von den Schlagzeugklängen begleiteten Tasteninstrumente stellenweise eine beinahe sakrale und nachdenkliche Wirkung erzielt. Dieses Klangbild wird von einigen Sequencer-Mustern umrahmt, die auf den Einfluss der „Berliner Schule“ hindeuten.

Die Kompositionen von Gramberg können - wie schon angedeutet - auch aus sehr wenigen Klangspuren bestehen. Wie zum Beispiel das von einem repetitiven Keyboard-Motiv getragene „Gravitation“, dessen minimalistische Wirkung nur von den wenigen zusätzlichen Effekten ausgeschmückt wird.

Die lyrischen Klangwolken zu den elektronischen Rhythmen erzeugen im ersten Teil von „Karuma“ eine unwiderstehlich melancholische Stimmung, die erst ab der vierten Minute von flotten E-Piano-Figuren zeitweilig aufgemischt wird.

Der zweite Teil von „Andromeda“ lädt mit einem entspannten Sequencer-Geflecht zu einem Spaziergang am Meer ein. Wellenrauschen und der kurz einsetzende Chorgesang (der Meerjungfrauen?) mit eingeschlossen. Die scheinbar von einem echten Schlagzeug begleiteten Dark Ambient-Flächen im letzten Teil von „Andromeda“ wären als ein Soundtrack für eine Reise durch das dunkle Universum gut geeignet.

Die eher meditativ angelegten „Von der Quelle…“ und „Mensch im Universum“ knüpfen nach meinem Eindruck verstärkt bei dem elektronisch eingefärbten Krautrock im Geiste von Popol Vuh und artverwandten Künstlern an. Die rockige Komponente wird durch die Perkussion in „Von der Quelle..., oder durch die Schlagzeug-Begleitung in „Mensch…“ vermittelt.

Das mit dem weit nach hinten gemischten Gesang von Sylvia Koloski aufwartende „Dark Hope“ ist dann wohl irgendwo zwischen „Berliner Schule“ und verträumten Artpop angesiedelt.

Wer sich auf anspruchsvolle Art und Weise musikalisch entspannen möchte, der sollte es mal mit „Gravitation“ von Harald Gramsberg versuchen. Wer dagegen experimentelle, oder verstörende Klänge bevorzugt, der könnte „Gravitation“ als ein Stück zu entspannend ansehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.12.2017
Letzte Änderung: 7.12.2017
Wertung: 9/15

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