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Melanie Mau & Martin Schnella

The Oblivion Tales

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Folk; Rock / Pop / Mainstream
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: keine Wertung (2 Rezensionen)

Besetzung

Melanie Mau vocals
Martin Schnella vocals, acoustic guitar, shaker, baritone guitar, electric guitar, mandoline,
Jan Reinertz spoken words (8)
Dave Meros bass guitar (9)

Gastmusiker

Lars Lehmann bass guitar, fretless bass, Rickenbacker bass, vocals
Jens Kommnick low whistle, uilleann pipes, cello, tin whistle, drones,
Niklas Kahl cajon, percussion, drums, bongos, djembe
Stephan Wegner vocals
Fabian Gödecke drums (4)
Tobias Reiss piano (6)
Martin Huch dobro (6)
Jimmy Keegan drums (7,8,9)
Rachel Hall violin (7)

Tracklist

Disc 1
1. The Spire and the old Bridge 5.19
2. Treasured Memories 6.09
3. Words become a Song 4.35
4. Close to the Heart 5.04
5. The Horseshoe 7.54
6. Wild West 5.43
7. My dear Children 6.57
8. Die Zwerge vom Iberg 8.16
9. The Dwarfs King 6.04
10. Erinnerungen 5.40
11. Melanie's Theme 5.39
Gesamtlaufzeit67:20


Rezensionen


Von: Marc Colling @ (Rezension 1 von 2)


Martin Schnella dürfte vielen BBS-Lesern durch seine Band Flaming Row oder als Musiker von Seven Steps to the Green Door bekannt sein. Auch als Gastmusiker agiert er, u.a. bei Frequency Drift. Sein Gitarrenspiel ist gesucht, da er vielseitig und vor allem mit viel Gefühl spielt. Auch Melanie Mau singt oft mit Schnella bei verschiedenen Projekten, u.a. in der eigenen Band Gray Matters. Diesmal aber haben sie unter ihren eigenen Namen ein Album aufgenommen.

Die beiden können Prog, ohne Zweifel. Hier jedoch beschreiten sie andere Wege. Die Rezensenten der BBS haben in den letzten Wochen unzählige Diskussionen über die Definition des Wortes Prog geführt, ohne jedoch auf einen einheitlichen Nenner zu kommen. Und dann fliegt mir diese CD auf den Tisch und ich stehe wieder vor einem Dilemma! Die beiden Musiker erfüllen sich den Traum einer märchenhaften (Klang)Landschaft die mit Flöten, Dudelsäcken und diversen anderen nach Mittelalter klingenden Instrumenten garniert wird. Es geht um Lagerfeuer, Fabelwesen, Legenden, Zwerge, Erfahrungen und den Wilden Westen. Zumindest die Texte sind Prog-verwandt, da die benutzten Themen auch in der Progwelt oft und gerne zitiert werden.

Wer intelligent geschriebene Folkmusik liebt, genießt eine musikalische Umsetzung der Songs mit Topniveau. Schnella an der Gitarre gehört zu den Besten in Deutschland, doch auch Melanie Mau überzeugt sowohl in den melancholischen als auch in den wenigen lauteren Passagen. Wandlungsfähige, leicht angeraute Stimme die Emotionen ausdrücken kann. Dass die beiden auch noch Jimmy Keegan als Drummer und Dave Meros am Bass, beide bekannt durch Spock's Beard, gewinnen konnten, ist ebenfalls kein Fehler. Die 3 Tracks auf denen Keegan trommelt gehören zu den stärkeren und auch komplexeren Tracks.

Aufnahme, Mix und Mastering übernahm Schnella selbst. Das Resultat kann sich hören lassen. Räumlich und gut abgetrennte Instrumente erhöhen den Spaß. Wie anfangs gesagt: die beiden haben bereits oft bewiesen, dass sie komplexen Prog beherrschen. Deshalb besprechen wir dieses Album, obwohl es streng genommen nicht auf unsere Seiten gehört. Aber die Qualität stimmt zu 100% und ohne jetzt jeden einzelnen Song zu besprechen haben mich ERINNERUNGEN und DIE ZWERGE VOM IBERG voll gepackt. Es sind übrigens die beiden einzigen Songs auf deutsch.

Nur unter martinschnella@gmx.de zu erwerben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.12.2017
Letzte Änderung: 7.12.2017
Wertung: keine kein reiner Prog, aber Spaß macht das Album weil die Qualität der Musik stimmt

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Ja, Marc hat Recht, wir haben hier tatsächlich Diskussionen über die Definition des Wortes Prog geführt, ohne auf einen einheitlichen Nenner zu kommen. Na, wir führen doch alle immer wieder solche Diskussionen. Aber wir geben halt auch immer wieder recht schnell auf. Irgendwann sagt immer irgendwer "Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack" oder "es sind alles nur Meinungen", Sätze, die man in praktisch jeder Diskussion an praktisch jeder Stelle sagen kann, und mit denen sie dann in scheinbarer Toleranz für den scheinbar unvereinbar anderen Standpunkt abgewürgt wird. Sagt man solche Sätze gleich zu Anfang der Diskussion, fängt diese erst gar nicht an. Das spart Zeit, weil mit solchen Sätzen jede ernsthafte Bemühung, die davor unternommen wurde, in Relativismus ertränkt wird.

So Leute wie Melanie Mau und Martin Schnella haben aber mehr verdient. Interessant wird eine Disku nämlich eigentlich erst, wenn man die Schwelle des Austauschs von Subjektivismen und der gegenseitigen Geschmackstoleranz überwindet. Wenn man mal nicht bloß über Gefälltmir und Gefälltmirnicht redet, sondern über die Musik. Das will ich hier mal versuchen. Denn Marc hat Recht: das hier ist kein Prog, und das ist nicht bloß seine subjektive Meinung. Über so einen Satz kann man, im Gegensatz zu "Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack" ganz prima reden: Wieso ist das kein Prog? Was ist für Dich Prog?

Also, "The Oblivion Tales" ist kein Prog. Was nicht heißt, dass es schlecht ist. Warum auch immer manche das letztere verstehen, wenn sie das erstere lesen. Ein Album ist ja nicht dadurch schlecht, dass es keinen Prog enthält. Dieses hier schon gar nicht. Und eine Musik ändert sich nicht, wenn man sie in eine andere Kategorie steckt. Sie ist das, was sie ist, und wenn man's treffend benennt ist's doch gut. Eine treffende Benennung ist praktisch.

Also: Das hier ist kein Prog. Oder? Marc sagt "kein reiner Prog", er hat offenbar genau hingehört. Reden wir also über die Musik. Das hier ist (weitgehend) akustische Rockmusik, teilweise Folk, aber nicht wegen der Verwendung einer Akustikgitarre, sondern wegen stilistischer Elemente aus unterschiedlichen Folk-Musiken, die in einigen Stücken ("The Horseshoe", "My dear Children") aufgegriffen werden. Man kann's auch Singer(in)/Songwriter(in)-Musik nennen, ich denke, da sind Mau und Schnella nicht böse. Hin und wieder hört man aber auch Melodiefetzen, Gitarrenpassagen und Harmonien, die an Kansas erinnern (die Band, nicht den Staat). Kein Wunder, waren auf dem Vorgänger "Gray Matters" doch nicht weniger als drei Kansas-Covers zu hören. Die Band liegt den beiden am Herzen. Und das bringt uns Hörer auf die Progspur. Denn "The Oblivion Tales", obwohl kein Prog, enthält doch einige Prog- oder doch zumindest progverwandte Elemente: Da sind zum einen die teils recht komplexen, teils eben an Kansas erinnernden Gesangsarrangements. In denen steckt viel Arbeit. Gleiches gilt für die durchwegs anspruchsvollen Gitarrenparts. Dann gibt es eine Reihe mehrteilige Stücke, "Wild West" und "Die Zwerge vom Iberg"/"The Dwarves King". Und in anderen Stücken gibt es ganze Passagen, die man voll und ganz zum Prog zählen kann, darunter etwa der instrumentale Mittelteil von "My dear Children".

Trotzdem kein Progalbum. Macht aber nichts, kann einem Progfan trotzdem gefallen. Mir zum Beispiel. Denn ob's einem gefällt, entscheidet der Geschmack. Der ist für jeden anders. Was es ist, entscheidet dagegen die Musik auf der Platte. Und die ist für jeden gleich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.4.2018
Letzte Änderung: 26.4.2018
Wertung: keine Wunderbare Nonprogscheibe

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Melanie Mau & Martin Schnella

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Gray Matters 12.00 1
2017 Gray Matters - Live in Concert - 2

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