SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
Dan Caine - Cascades
Crippled Black Phoenix - A Love Of Shared Disasters
Neal Morse - The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017
ARCHIV
STATISTIK
24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Bernocchi, FM Einheit, Jo Quail

Rosebud

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Moderne Electronica; RIO / Avant; sonstiges
Label: RareNoise Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Eraldo Bernocchi Baritone Guitars,Electronics
FM Einheit Metals,Sand,Stones,Tools,Electronics
Jo Quail Cello

Tracklist

Disc 1
1. Bloom 10.47
2. Ministry of Disinformation 5.21
3. Xanadu 5.31
4. Kangoo 5.20
5. A Moment 3.48
6. The Inquirer 9.28
Gesamtlaufzeit40:15


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Gitarrist Eraldo Bernocchi ist Mitbegründer des Labels RareNoise Records. Als Musiker hat er auf seinem Label zahlreiche experimentelle Alben in diversen Projekten und Kollaborationen aufgenommen und veröffentlicht, was einem kleinen Expertenkreis (zu dem natürlich auch unsere Leserschaft gehört) sicher nicht entgangen ist. Unter den oben erwähnten Projekten sind Metallic Taste of Blood, Obake und das Duo Eraldo Bernocchi & Prakash Sontakke.

Für das Projekt namens Bernocchi, FM Einheit, Jo Quail hat Bernocchi den Perkussionisten und Mitbegründer von den Einstürzenden Neubauten Frank-Martin Strauß (Künstlername: FM Einheit) gewinnen können. Vielen Musikfreunden wird die kreative Perkussionsarbeit und die innovative Klangerzeugung unter Verwendung von Metalteilen, Steinen und Sand noch in Erinnerung sein, die FM Enheit bei den Einstürzenden Neubauten geleistet hat.

Das Trio wird von der Cellistin Jo Quail vervollständigt, die als klassisch ausgebildete Musikerin auch mit elektronisch verfremdeten Cello-Klängen arbeitet.

Die Ausrichtung des Albums „Rosebud“ könnte man grob wohl als experimentell anmutende und cineastisch angelegte Ambient-Musik mit Industrial-, Kraut- und Metal-Elementen bezeichnen. Bernocchi hat sich dabei von bestimmten Filmen wie beispielsweise von „Citizen Kane“ aus dem Jahre 1941 inspirieren lassen. Rosebud soll der Name vom Lieblingsautomobil des Hauptcharakters Kane gewesen sein. Bernocchi sieht in dem Charakter des korrupten Zeitungsmagnaten Kane die Parallelen zu den aktuellen Erscheinungen, wie die vielerorts schwindende Pressefreiheit und die Verbreitung von falschen Informationen. Auch die Musik von Ennio Morricone soll bei Bernocchi prägende Spuren hinterlassen haben.

Die eher bedächtigen Gitarren-Soundscapes werden in „Bloom“ von verstörenden, an eine lärmende Fabrik erinnernden Geräuschen und von doomigen, extrem schleppenden Tönen begleitet, die beispielsweise von einem Fuzzbass stammen könnten. In diesem Fall wird es sich wahrscheinlich um die Baritone Gitarre handeln. „Ministry of Disinformation“ steht hier für düstere Elektronik-Avantgarde, bei der metallische Perkussionsgeräusche, in guter Fred Frith-Tradition solierende Gitarre, tiefe und spärliche Töne der Baritone Gitarre und ein hektischer und zugleich dezenter elektronischer Rhythmus ein originelles Ganzes bilden.

„Xanadu“ ist für meine Begriffe ganz nah an den Drone Doom-Klängen, die von Sunn O))) propagiert werden. In „Kangoo“ kann man mal genau nachverfolgen, welche Töne von der tiefer gestimmten Gitarre, welche von solierendem Cello und welche von dem mit Eisenteilen arbeitendem Perkussionisten stammen. Wären die Beteiligten aus Deutschland, könnte man zu dem Stück „Kraut-Elektronik mit Biss“ sagen. In „A Moment“ widmet man sich den bedächtig-melancholischen Soundscapes und auch der erste Teil von „The Inquirer“ scheint sich eher nach den meditativen Ambient-Jazz-Klängen zu richten, bis nach ca. 6 Minuten aggressiv ausgerichtete Gitarren-Soundscapes für Abwechslung sorgen.

„Rosebud“ ist also etwas Gutes für Freunde von experimenteller Ambient-Industrial-Drone-Musik.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.12.2017
Letzte Änderung: 9.12.2017
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum