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World Trade

Unify

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog
Label: Frontiers Records
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Billy Sherwood Lead Vocals, Backing Vocals, Bass
Bruce Gowdy Guitar, Keyboards
Mark T. Williams Drums, Backing Vocals
Guy Allison Keyboards, Organ

Tracklist

Disc 1
1. The New Norm 4:38
2. Where We're Going 6:47
3. Pandora's Box 4:00
4. On Target On Time 4:11
5. Gone All The Way 5:19
6. Unify 5:36
7. For The Fallen 4:29
8. Lifeforce 4:30
9. Same Old Song 5:19
10. Again 4:52
Gesamtlaufzeit49:41


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Geht Euch das auch so? Mit World Trade? Wenn man die Band googelt, stößt man auf Wörter wie "legendär", "moderner Prog" oder "Yes" - damit ist dann immer gemeint, die Band klinge so wie Yes. Hört man sich die Alben von World Trade dann aber an, erklingt dann AOR, der nicht besonders modern, aber auch nicht besonders unmodern klingt, und auch nicht einmal besonders besonders, und keinesfalls nach Yes, und von legendär ungefähr so weit weg ist wie von allem anderen.

Unspezifisch nennt man das. Aber nicht missverstehen! Wenn man dieses Album auflegt, wird schon nach wenigen Takten glasklar, was man da hört: Ein Billy-Sherwood-Album. Und die klingen bekanntlich alle gleich, Circa:, Conspiracy, The Chris Squire Experiment, The Fusion Syndicate, The Prog Collective, World Trade, Yoso, alles dasselbe. Lauer AOR ohne große Melodien, seltsam produziert, mit viel zu vielen Overdubs, mal mit, mal ohne Prog-Elemente. Wieder einmal hat Billy Sherwood ein Album vorgelegt, das klingt wie alles andere, was der Mann gemacht hat, seit wir ihn einst mit "Love conquers all" aus Yes' "Union"-Zeiten kennenlernten. Oder halt mit World Trade, wenn man 1989 schon über die gestolpert war. Nein, mit unspezifisch meine ich: lau, weder besonders dies noch besonders jenes, weder besonders gut noch besonders schlecht. Frei zudem von allzu Forderndem, überraschenden Wendungen, spontanen Ausbrüchen, frei von Ohrwürmern. Steifer, immer ein wenig hölzerner AOR vom Reißbrett.

Auch dieses Album ist wieder so. Same old Song eben. Für Unterschiede sorgen Bruce Gowdy und Guy Allison die, wie soll ich's ausdrücken, anders klingen, als wenn Sherwood selbst Gitarren und Keyboards bedient. Na, sagen wir: besser. "Unify" gewinnt durch die beteiligten Musiker, auch wenn es insgesamt bei der Sherwood-Einheitsmusik bleibt.

Das gilt auch wieder für seinen Gesang. Sherwood traut seiner Stimme nicht, deshalb schichtet er sie mehrfach übereinander, so oft, dass es unmöglich wird, die Hauptgesangsmelodie zu verfolgen. Anstelle einer klar identifizierbaren Melodie wälzt sich ein mehrstimmiger Gesangsbrei durch die Songs, bei dem sämtliche Stimmen gleichberechtigt - und damit gleichgültig sind. Kaum lässt er das mal sein, funktionieren die Songs gleich viel besser. Den Rest könnte man mit einer anderen Produktion sicher hinkriegen.

Aber ich weiß schon, woher die Yes-Vergleiche kommen. Bisweilen klingt seine Stimme nach der Chris Squires (auch kein großer Sänger vor dem Herrn), und sein Bass-Sound zitiert den großen Meister ohnehin. Schließlich ist Sherwood nicht umsonst der aktuelle Yes-Bassist. Es gibt auch einen Song, der durchgängig nach Yes klingt: "Gone all the Way", allerdings klingt der ausgerechnet nach dem für lange Jahre schlechtesten Yes-Album "Open your Eyes" - das ja bekanntlich großteils aus Sherwoods Feder stammt. Na, wenigstens ist es seit dem haarsträubenden "Heaven & Earth" nicht mehr das schlechteste.

Prog dagegen sucht man hier vergeblich, kleine vertracktere Spielereien gehen nie über das hinaus, was im AOR üblich ist. Und so verklingt ein weiteres der vielen Alben Billy Sherwoods, die niemanden wirklich stören, die aber auch niemand wirklich braucht. Es ist aber schon besser als der Durchschnitt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: allen anderen Alben von Billy Sherwood
Veröffentlicht am: 13.12.2017
Letzte Änderung: 14.12.2017
Wertung: 7/15
Same old Song...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von World Trade

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1989 World Trade 8.00 1
1995 Euphoria 4.00 1

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