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Pauline Anna Strom

Trans-Millenia Music

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Aufnahmen von 1982-88)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Rvng Intl.
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pauline Anna Strom Electronics, Keyboards, Synthesizers, Tapes

Tracklist

Disc 1
1. Freedom at the 45th floor   (Spectre - 1984) 4:34
2. Virgin ice   (Spectre - 1984) 4:38
3. In flight suspension   (Mach 3.04 - 1988) 7:49
4. Bonsai terrace   (Japanese Impressions - 1988) 3:26
5. Energies   (Trans-Millenia Consort - 1982) 5:58
6. Mushroom trip   (Plot Zero - 1983) 8:09
7. Cruising altitude 36,000 feet   (Mach 3.04 - 1988) 6:26
8. Spatial spectre   (Spectre - 1984) 6:54
9. Warriors of the sun   (Japanese Impressions - 1988) 7:36
10. Rain on ancient quays   (Aquatic Realms - 1988) 7:23
11. Morning splendor   (Trans-Millenia Consort - 1982) 6:02
12. The unveiling   (Trans-Millenia Consort - 1982) 5:09
13. Gossamer silk   (Trans-Millenia Consort - 1982) 5:41
Gesamtlaufzeit79:45


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Pauline Anna Strom wurde vermutlich Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts geboren, wuchs in Louisiana und Kentucky auf, lebt aber seit späten 60er Jahren in San Francisco. Dortselbst kam die von Geburt an blinde Strom Anfang der 70er in Kontakt mit elektronischer Musik, insbesondere den Klangerzeugnissen von Tangerine Dream, Klaus Schulze und Brian Eno, und beschloss selbst in solchen Gefilden tätig zu werden.

Nachdem sie sich über die Jahre ein umfangreiches dementsprechendes Instrumentarium zugelegt hatte, begann sie Anfang der 80er Jahre ihre Musik zu veröffentlichen. Es erschienen sieben Alben auf Tonbandkassette (die ersten drei zudem als LP): "Trans-Millenia Consort" (1982), "Plot Zero" (1983), "Spectre" (1984), "Aquatic Realms" (1988), "The Moorish Project" (1988), "Japanese Impressions" (1988) und "Mach 3.04" (1988). Danach zwangen sie die persönlichen Umstände dazu ihre musikalische Ausrüstung zu verkaufen, und Strom stellte ihre musikalische Tätigkeit weitestgehend ein.

2017 veröffentlichten Rvng Intl. ein Archivalbum mit einer repräsentativen Auswahl aus Stroms Musik ("Trans-Millenia Music"), welches Nummern aus fast jedem der oben erwähnten Alben beinhaltet. Nur von "The Moorish Project" ist kein Stück vorhanden.

Eine farbige Mischung an elektronischen Klängen ist auf "Trans-Millenia Music" zu finden, eher freiformatige Gemenge, die zwischen New-Age-Artigem, klassischer Elektronik mit 70er Flair, Experimentellerem und impressionistischem Klangmalen hin und her pendeln. Analoge 70er-Jahre-Sounds, ausladende Synthesizermuster und flächige Keyboardlinien sind vorherrschend. Dazu kommen bisweilen perkussive Sounds, und selten eher 80er-Jahre-typishce Klänge, wie z.B. das altbekannte Plastiklatschen zu Beginn von "The Unveiling" (es ist mir bis heute rätselhaft, was an diesem billigen Sound so faszinierend war), welches allerdings (zum Glück) nur sehr kurz zu hören ist.

Minimalistisch-Getragenes (gleich im einleitenden "Freedom at the 45th floor" z.B., oder sehr prägend in "Rain on ancient quays"), entspannte Weserberglandartige Gespinste (man höre z.B. "Virgin ice", krautig-kosmische Tonkonstrukte (man höre z.B. "In flight suspension", oder "Cruising altitude 36,000), und etwas düstere, bzw. gespenstisch-mysteriöse Tonbilder ("Mushroom Trip" z.B., oder "Spatial Spectre" – das wohl beeindruckendste Stück der Sammlung) gibt es zu hören, die mitunter eher an die klassische US-Elektronik der 60er Jahre gemahnt (Subotnick, Dockstader), aber immer mit eigenem Gepräge, voluminös und dicht voran gleitet. Bisweilen gibt es exotisch-asiatische Einsprengsel, insbesondere in den beiden Nummern vom Album "Japanese Impressions" ("Bonsai Terrace" und "Warriors of the sun"). Mitunter plätschert die Musik auch etwas unaufgeregt voran, verbreitet dabei aber nicht selten eine gewisse hypnotisch-entspannte Atmosphäre, die dann – wie oben erwähnt – in Richtung New Age führen, ohne dabei aber ins Seichte oder Banale abzugleiten ("Morning Splendor" sei als Beispiel genannt).

"Trans-Millenia Music" ist somit eine sehr interessante Angelegenheit für den Elektronik-Adepten, die durchaus Lust auf mehr von Pauline Anna Strom macht (insbesondere auf den Rest von "Spectre"). Wie wäre es mit einem zweiten Teil?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.12.2017
Letzte Änderung: 11.4.2018
Wertung: 11/15

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