SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.1.2018
Alan Simon - Excalibur IV - The Dark Age of the Dragon
23.1.2018
Scardust - Sands of Time
Lee Abraham - Colours
Yowie - Cryptooology
22.1.2018
Perfect beings - Vier
Psion - EP
3rd World Electric - Kilimanjaro Secret Brew
417.3 - _(-_-)_
21.1.2018
Pell Mell - The Entire Collection
Isis - Oceanic
20.1.2018
Broekhuis, Keller & Schönwälder - Wolfsburg
Spyra - Staub
19.1.2018
Pell Mell - Moldau
Iris Divine - The Static And The Noise
Colossus Projects (Finnland) - The Spaghetti Epic 2: The Good, The Bad And The Ugly
Malady - Malady
18.1.2018
The Rome Pro(g)ject - III: Exegi Monumentum Aere Perennius
17.1.2018
Melanie Mau & Martin Schnella - Gray Matters - Live in Concert
ARCHIV
STATISTIK
24297 Rezensionen zu 16607 Alben von 6473 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Tiger Moth Tales

The Depths of Winter

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Neoprog; RetroProg
Label: White Knight
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pete Jones vocals, keyboards, drum programming, guitars, clarinet, recorder, ukulele, percussion

Gastmusiker

Luke Machin guitar solo (2)
Emma Friend flute (1, 2, 7)
Jamie Ambler voice (4, 8)
Sara Baldwin flugelhorn (2, 4)
Sarah Wardle tenor horn (2, 4)
Joe Heartfield tenor trombone (2, 4)
Andy Baldwin euphonium (2, 4)
Steve Bottomley BBb bass

Tracklist

Disc 1
1. Winter is coming 0.31
2. Winter Maker 10.50
3. Exposure 13.34
4. The Ballad of Longshanks John 6.58
5. Migration 2.58
6. Take the Memory 7.10
7. Sleigh Ride 6.40
8. The Tears of Frigga 11.42
9. Hygge 9.12
10. Winter's End 1.32
Gesamtlaufzeit71:07


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Pete Jones benutzt für sein Progprojekt den Namen Tiger Moth Tales, was dem in früher Kindheit erblindeten Multiinstrumentalisten die Freiheit lässt unter anderen Namen auch mal Pop-lastige Musik zu produzieren. Musikexperten halten Jones schon seit längerem für außergewöhnlich talentiert und was er hier an Arrangements und Kompositionen zaubert ist in der Tat bemerkenswert. „The Depths of Winter“ klingt erwachsen und wird fast im Alleingang, nur mit Hilfe von einigen wenigen Freunden/Gastmusikern, eingespielt. Dabei bedient er sich oft reduzierter und minimalistischer Techniken, programmiert seine Drumparts selbst was mich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit hier nicht stört.

Schon die Texte sind beachtenswert. Sie erzählen allesamt kleine Geschichten und klagen auch mal kritisch den Wahnsinn des Krieges an. Dann seine Stimme. Zerbrechlich und emotional, hoher Wiedererkennungswert. Seine Instrumentation, Klasse. Neben den üblichen Rockinstrumenten hört man auch diverse Glocken Klarinette, Flöte, Horn, Tuba oder auch mal eine Ukulele.

Mit 4 von 10 Songs um oder über 10 Minuten lässt Tiger Moth Tales seiner Musik Zeit um sich frei zu entfalten. Tatsächlich sind die intelligent ausgearbeiteten langen Tracks die wirklichen Glanzlichter, denn mit TAKE THE MEMORY (etwas zu zahm, aber noch gerade so akzeptabel durch die schöne Klarinette) und dem Instrumental SLEIGH RIDE (rhythmisch einfältig-simpel und keine Bindung zum Album) sind nur 2 schwächere und zum Glück etwas kürzere Tracks zu hören. Dummerweise sind diese in der Mitte des Albums hintereinander platziert, was den Fluss leider stört. Skip, Skip, Hurra.

Genug Mecker. Der Rest der CD ist exzellent. Da hört man in WINTER MAKER ein ergreifendes Tuba, Hörner und ein tolles Gitarrensolo von Luke Machin, eine unfassbar geile Gesangslinie die an Joe Cocker in seiner progressiven Phase erinnert erklingt in THE BALLAD OF LONGSHANKS JOHN, gepaart mit orientalischen Rhythmen und viel Dramatik. Dann das verträumt-romantische HYGGE, das souverän zum Ende des Albums leitet.

Die wahren Perlen aber sind das beklemmend düstere und anklagende EXPOSURE das sich wie ein Monolith aufbaut und vor allem THE TEARS OF FRIGGA. Hier ist der Musiker kompositorisch auf einem Niveau mit den größten Kompositionen der Hochprogphase in den 70'ern. Das bietet Abwechslung, Geschlossenheit und Spannung.

Tiger Moth Tales überzeugt. Das Album hat Hirn und Verstand, ist flüssig geschrieben und bietet tolle Melodiebögen. Ein kräftiger Schuss Komplexität hält die Aufmerksamkeit jederzeit hoch, denn Pete Jones wechselt auch mal unvermittelt die Themen, tänzelt gerne zwischen den flauschigen und den kratzigen Passagen. Hörer mit einer Vorliebe für ruhige und dennoch fordernde Musik dürfen gerne rein hören.

Anspieltipp(s): The Ballad of Longshanks John
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.1.2018
Letzte Änderung: 10.1.2018
Wertung: 12/15
nur 12 wegen der blöden Skipperei, wobei für Vinylfreunde......

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tiger Moth Tales

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Cocoon 11.00 2
2015 Storytellers - Part One 8.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum