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Cyborg Octopus

Learning To Breathe

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Funk; Jazzrock / Fusion; Moderne Electronica; Progmetal
Label: Eigenproduktion / Apewhale Entertainment
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ian Forsythe Gesang
David Wu Gitarre
Bobby Carroll Gitarre
Patrick Corona Keyboards, Saxofon, Gesang
George Lallian Bass
Josh Mathis Schlagzeug

Gastmusiker

Jonathan Neel Gesang ("Baptism Of Clay")
Thomas J. Vasquez Gesang ("bitter.")
John Wu Violine

Tracklist

Disc 1
1. Data_M1nefield 7:23
2. Divine Right In D Minor 4:31
3. Shark Pit 2:47
4. Baptism Of Clay 4:49
5. bitter. 4:53
6. DiscoBrain! 3:53
7. Epiphany 8:10
Gesamtlaufzeit36:26


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Mit Sicherheit handelt es sich bei David Wu und Kollegen um ganz normale Menschen und nicht etwa um Octopi oder Cyborgs. Trotzdem ist der Bandname des Sextetts aus Kalifornien nicht schlecht gewählt, denn musizieren tut die Band in der Tat mit geradezu maschineller Präzision und einem Engagement, dem das Vorhandensein zusätzlicher Gliedmaßen vermutlich nicht abträglich wäre. Tatsächlich legt mit "Data_M1nefield" bereits der Opener des Debütalbums "Learning To Breathe" mit einer hektisch-abwechslungsreichen Aktivität los, die auf dem Niveau von Kollegen wie Pryapisme liegt. Da werden flirrende Keyboard-Motive, die wie Riffs eingesetzt werden, tatsächlich von der Gitarre übernommen und folglich direkt mit Tech-Metal unterlegt - und dann immer wieder mal atmosphärische, mal Elektro-lastige Abschnitte eingeschoben. Dazu Deathcore-kreischt Ian Forsythe mal eher derb vor sich hin, hat aber auch unterkühlt-verfremdete Vocals drauf.

Ja, der Einsatz und der Sound stimmen also, auch wenn Cyborg Octopus hier natürlich nicht so viele Stile in den Kessel schmeißen wie andere Bands. Auch im weiteren Verlauf werden an neuen Elementen eigentlich nur noch ein paar neoklassische bzw. neobarocke Gitarrenläufe und vielleicht mal geradlinigerer Metal zwischen Pantera und Machine Head aufgeboten. Die Ausnahme bildet natürlich - der Titel lässt es schon erahnen - "DiscoBrain!", in dem tatsächlich funkiger Slap-Bass, Saxofon, Rap, Wah-Wah-Gitarren und eben auch das typische Bee-Gees-Falsett zum Zuge kommen - was in der Mischung aber weniger nach Disco als nach relativ konzentriertem Mitt-90er-Crossover zwischen Faith No More, Rage Against The Machine und Incubus klingt. Ah ja, und "Baptism Of Clay" spielt im Intro und in einigen Breaks mit der Sitar, wohingegen "bitter." ein melancholisches Klavier à la Katatonia einsetzt.

Leider hat "Learning To Breathe" eine offenbar genre-übliche Macke: Die ersten beiden Songs, "Data_M1nefield" und "Divine Right In D Minor" sind ziemlich zerfahren. Der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Passagen ist kaum ersichtlich, lediglich das barocke Motiv am Anfang von "Divine Right In D Minor" wird anscheinend immer wieder als Break eingeschoben und scheint dieses Stück wie Korsettstangen zu strukturieren. Abgesehen von der Schockwirkung und dem Erstaunen über technische Kabinettstückchen bleibt aber von diesen beiden Stücken nur wenig hängen. Die folgenden Songs - "Shark Pit", "Baptism Of Clay", "bitter." und das erwähnte "DiscoBrain!" sind dagegen natürlich kürzer, eingängiger und übersichtlicher, aber eben auch konventioneller. Trotzdem lockern Cyborg Octopus diese Songs mit technischen Spielereien und natürlich eben jeder Menge Intensität immer wieder auf und gelangen damit eigentlich zu einem besseren Ergebnis als in den offenbar recht ambitionierten Stücken am Anfang des Albums.

Konsequenterweise haut aber zum Ende "Epiphany" noch einmal in der Weise auf den Putz, dass hier beides kombiniert wird: Geradlinige Strophen, aber ein fein ausgestalteter instrumentaler Mittelteil mit groovig-hackigen, aber trotzdem souverän gespielten Rhythmen, der sich in eine melodischere Solopassage windet... und anschließend wieder die Strophen vom Anfang, aber in variierter Form, nach einer weiteren Ruhepause dann über moderates technisches Riffing eine Instrumentalpassage mit mit heimelig-optimistischen Gitarrenmelodien zum Finale. Hier kombinieren Cyborg Octopus also Anspruch, Eingängigkeit und Können in beachtlicher Weise und schließen damit aus dem Stand zu Kollegen wie Witherscape auf. Überraschend, überraschend. In diesem Stil darf die Band, wenn's nach mir ginge, gerne weitermachen, dann könnte sie noch einiges erreichen. Genug Power scheinen Cyborg Octopus ja zu haben.

Anspieltipp(s): Epiphany, Baptism Of Clay, DiscoBrain!
Vergleichbar mit: zwischen Pryapisme und Witherscape
Veröffentlicht am: 13.1.2018
Letzte Änderung: 12.1.2018
Wertung: 11/15
Der Anfang liegt eher so bei 8-9 Punkten, aber das Ende holt drastisch auf

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