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Security Project

Contact

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: live; ArtPop; sonstiges
Label: 7dmedia
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jerry Marotta Drums,backing Vocals
Trey Gunn Touch Guitar,Backing Vocals
Happy Rhodes Voice
Michael Cozzi Guitar,Backing Vocals
David Jameson Keyboards,Eigenharp

Tracklist

Disc 1
1. Lead a normal Life 4.05
2. I don't Remember 4.14
3. San Jacinto 8.15
4. Intruder 4.18
5. Rhythm of the Heat 4.56
6. Mother stands for Comfort 3.37
7. No Self Control 4.15
8. Family Snapshot 4.40
9. I have the Touch 4.40
10. Games without Frontiers/Of These,Hope 8.09
11. Lay your Hands on me 5.54
Gesamtlaufzeit57:03


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Es gibt viele sehr gute bis professionell wirkende Cover-Bands, die sich auf immer noch aktive und lebende Künstler spezialisiert haben, wie wir dank Internet wissen. Viele von ihnen schöpfen ihre Anziehungskraft aus der Tatsache, die von Fans geliebten Songs zu spielen, die man von den Original-Acts kaum noch (oder nicht mehr so frisch) zu hören bekommt. Nur hört man von den meisten dieser Cover-Bands sehr wenig, auch weil sie kaum Promotion erfahren, aus unbekannten Musikern bestehen und eher selten Tonträger, oder Downloads veröffentlichen.

Security Project ist eine ganz spezielle Cover-Mannschaft, und zwar nicht nur, weil sie statt den üblichen Verdächtigen die Lieder von Peter Gabriel covert. Zum einen ist der Original-Drummer der Peter Gabriel-Band Jerry Marotta bei Security Project mit dabei, zum anderen hielt es der Touch Gitarrist Trey Gunn offenbar für eine sehr gute Entscheidung, King Crimson zu verlassen, um dann etwas später ein Peter Gabriel-Cover-Projekt ins Leben zu rufen. (Die Peter Gabriel-Fans werden es ihm hoffentlich danken). Zwei in den Kennerkreisen bekannte Namen können normalerweise keine Coverbands vorweisen. Auf jeden Fall sorgen diese Musiker für die tadellose Darbietung und außerdem kann Security Project von der Promotion durch Gunns Label 7DMedia profitieren.

Man wagt es trotzdem noch bei Security Project (trotz des sicheren Namens) zu experimentieren. Zwar bemüht man sich, die Lieder möglichst genau nachzuspielen, aber auf der dritten Konzertscheibe gibt es eine Neuerung, die schon für die kontroversen Meinungen sorgte. Die mit einer vier Oktaven umfassender Stimme gesegnete Sängerin Happy Rhodes ersetzte nämlich den sehr begabten Peter Gabriel-Imitator Brian Cummins, der seinerseits bei Mick Pointer Band und der Genesis-Cover-Band The Carpet Crawlers aktiv ist, oder war.

Es gibt mindestens einen Rezensenten (in diesem Fall bei der „Prog“-Zeitschrift), der es in jeder Hinsicht (und vor allem bei dem Sänger) ganz originalgetreu haben möchte. Und nun kommt eine Sängerin, die stimmlich normalerweise keinen imitieren und meistens nur nach sich selbst klingen will. Wie gesagt, ganz schön mutig von Security Project, so etwas zu wagen, wenn man die kritische Besprechung aus der oben genannten Zeitschrift betrachtet. Allerdings ist an dem Vorwurf auch etwas dran, dass die im Original oft schwermütigen Songs durch die Interpretation von Frau Rhodes etwas unbeschwerter rüberkommen. Immerhin ergibt sich dadurch eine Chance, die altbekannten Songs in einem gesanglich neuen Gewand zu hören. Die charakteristische Stimme von Kimberly Tyler „Happy“ Rhodes besitzt meines Erachtens genug Charisma, um sie auf die Gabriel-Songs „loszulassen“. Ihre Frauenstimme kann vergleichsweise tief klingen und - wenn erforderlich – kann sie auch eine beeindruckende Kate Bush-Imitation liefern. Wie hier in dem (leider) einzigen Bush-Song „Mother Stands for Comfort“ nachzuhören. (Gibt es eigentlich schon eine Kate Bush-Cover-Band?).

Was die Arrangements von Security Project anbelangt, haben diese auch immer wieder neue Feinheiten zu bieten, die sie von den Originalen unterscheiden. Manchmal sind es auch deutlich mehr, als nur Feinheiten. So hat man beispielsweise „Intruder“ rhythmisch ziemlich umgekrempelt und „Of these, Hope“ ist nicht mehr ethnisch-atmosphärisch, sondern eher rockig.

Auf „Contact“ hat man Songs von Peter Gabriel aus den Alben „III (Melt)“ und „IV (Security)“ versammelt. Ein Thema („Of these, Hope“) aus dem Album „Passion“ wurde, wie schon erwähnt, ebenso verwendet. Auch ein bereits genanntes Lied von Kate Bush aus dem Album „Hounds of Love“ war damals im Programm. Als Grundlage für dieses Album dienten die US- und die Japan-Konzerte vom November 2016 und April 2017.

Wer als Peter Gabriel-Fan, oder als Freund vom anspruchsvollem Artpop, einen etwas anderen Blickwinkel (vor allem in gesanglicher Hinsicht) auf die bekannten Lieder wagen will, der sollte „Contact“ kennenlernen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.1.2018
Letzte Änderung: 15.1.2018
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


An sich habe ich kein allzu großes Interesse an derartigen Coverbands, zumindest nicht an deren Tonträgern. Live ist das was anderes, da kann man etwas in Nostalgie schwelgen, wenn die Musik einer Band, die man nie im Konzert erleben konnte und die sich vielleicht schon längst aufgelöst hat, aufgeführt wird. Beim Security Project liegen die Dinge etwas anders. Nicht nur, dass mit Jerry Marotta und Trey Gunn zwei hochkarätige Musiker dabei sind, es ist vor allem die von mir sehr geschätzte Sängerin Happy Rhodes, deren Teilnahme am dritten Album dieser Band mich zum Erwerb bewogen hat. Zumal ich bis dato der Meinung war, sie hätte ihre musikalischen Aktivitäten eingestellt; ihr letztes Soloalbum Find Me datiert immerhin schon von 2007.

Die Songs, die überwiegend aus Peter Gabriels drittem und viertem Soloalbum (erschienen 1980 bzw. 1982) stammen, werden zwar im Wesentlichen recht originalgetreu interpretiert, erhalten aber in diesen Versionen durch den Gesang letzten Endes doch einen ganz eigenen Charakter. Wie der Kollege weiter oben schon schrieb, besitzt Happy Rhodes einen beeindruckenden Stimmumfang, von dem sie auf Contact überwiegend die tiefe Lage einsetzt. In hohen Lagen klingt sie frappierend nach der jungen Kate Bush, und prompt ist hier mit Mother Stands for Comfort auch ein Song von ihr enthalten (Original aus Hounds of Love), der ebenfalls überzeugend dargebracht wird. Die Leistungen der vier Musiker sollen darüber nicht in Vergessenheit geraten. Insbesondere Trey Gunn an der Touch Guitar sorgt für abwechslungsreiche Klangfarben.

Für Fans von Peter Gabriel ist Contact somit eine wunderbare Gelegenheit, die Musik des Meisters einmal in ganz anderen gesanglichen Interpretationen zu hören. Schade nur, dass nicht auch einer von Happy Rhodes’ eigenen Songs auf dem Album gelandet ist; ein wenig Stöbern auf YouTube zeigt, dass das Security Project auch solche gespielt hat. Aber wer weiß, vielleicht machen sie ja mal ein Album komplett mit Songs von Happy Rhodes…

Einen offiziellen Albumteaser gibt es hier.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.2.2018
Letzte Änderung: 19.2.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Security Project

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Live 1 - 1
2016 Live 2 - 1

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