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Solis Lacus

Solis Lacus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975 (CD-Reissue 2012, Heavenly Sweetness)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: IBC - EMI
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michel Herr Keyboards, E-Piano, Synthesizer, Kalimba, Percussion
Nick Kletchkovsky Bass
Bruno Castellucci Drums, Percussion
Felix Simtaine Drums, Percussion
Robert Jeanne Sax, Percussion
Richard Rousselet Trumpet, Fluegelhorn, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Utopic Cities 7:06
2. Peace Please 6:19
3. Open Air 5:43
4. Little Green Man 4:46
5. Sea Of Tranquility 8:48
6. Remake 5:15
Gesamtlaufzeit37:57


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nach einem dunklen Fleck auf dem Mars (in dem manche Beobachter ein Auge erkennen) hat der Belgier Michel Herr, inzwischen ein bekannter Jazzpianist, Arrangeur und Komponist, seine erste eigene Formation genannt. Solis Lacus fanden 1972 zusammen, und lösten sich in der zweiten Hälfte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts wieder auf. Vorher hat die Band, der mit Bruno Castellucci, Nick Kletchkovsky und Robert Rousselet auch Musiker angehörten, die vorher oder zeitgleich auch bei Placebo tätig waren, allerdings ein Album eingespielt. "Solis Lacus" erschien 1975 beim EMI-Ableger IBC (International Bestseller Company – die z.B. auch den Zweitling von COS veröffentlicht haben, siehe "Viva Boma"). Seit dem Jahre 2012 gibt es ein Reissue von Heavenly Sweetness, die das Album auf LP und CD (als schönes Digipack) wieder veröffentlicht haben.

Eine zeitgenössische, vielseitig instrumentierte und sehr dynamisch vorgetragene Fusion gibt es auf "Solis Lacus", einen farbigen Jazzrock, der durch den umfangreichen Tasteneinsatz und allerlei Elektronisches sehr symphonisch ausgefallen ist (das Label spricht von einem "cosmic jazz classic" - electric sollte man da noch hinzufügen). Sehr verspielt und klangvoll treibt die Musik dahin, getragen von perlenden E-Pianolinien, die sich meist über schwebenden Tastenflächen erheben, dem warm brummenden Bass und der vielseitigen Perkussion, die die Grundlage für die Einwürfe von Sax und Trompete liefern.

Gewisse Canterbury-artige Anklänge lassen sich ausmachen, so dass man bisweilen z.B. an die etwas früher entstandenen Werke von Nucleus denken könnte, auch und vor allem wegen der recht prägenden Trompete. Die schon erwähnten Kollegen von Placebo haben natürlich auch klangverwandte Musik gemacht, verfügten aber über eine noch umfangreichere Bläserabteilung (und einen Gitarristen). Trotzdem könnte man "Solis Lacus" auch als das vierte Placebo-Album ansehen.

Locker und luftig kommt diese Musik aus den Boxen, wechselt zwischen getragenem Gleiten (zu Begin von "Peace Please" z.B., oder immer wieder im treffend betitelte "Sea Of Tranquility"), und flottem Tänzeln, meist versehen mit einer recht eigenen, schwebend-elektronischen Atmosphäre. Allzu viele Ecken und Kanten sind allerdings nicht auszumachen, arbeitet sich die Musik eher rund und melodisch voran, ohne allerdings ins Seichte oder Belanglose abzugleiten.

"Solis Lacus" ist somit alles in allem ein nettes, abwechslungsreichen und virtuos musiziertes Album mit Cosmic-Jazzrock, welches vor allem Canterbury-Adepten, und natürlich Freunden des Placebo-Umfeldes (siehe auch "here comes the crazy man!") sehr zusagen sollte. Fazit: Entspannt, aber proggy.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2018
Letzte Änderung: 11.2.2018
Wertung: 11/15

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