SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.7.2018
Deafening Opera - Let Silence Fall
Ihsahn - Àmr
16.7.2018
Twelfth Night - Fact and Fiction
The Sea Within - The Sea Within
Mystery - Lies and Butterflies
15.7.2018
Ragnar Grippe - Sand
Klaus Schulze - Silhouettes
Malaavia - Frammenti Compiuti
14.7.2018
Pixie Ninja - Ultrasound
Jonathan - Jonathan
12.7.2018
Robert Reed - Sanctuary III
42DE - EP
Manfred Mann's Earth Band - Watch
11.7.2018
Hollowscene - Hollowscene
Seasons Of Time - Welcome To The Unknown
10.7.2018
Robert Reed - Sanctuary III
Space Debris - Mountain Ultimate
9.7.2018
3RDegree - Ones & Zeros : Volume 0
ARCHIV
STATISTIK
24781 Rezensionen zu 16966 Alben von 6608 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Ryan Parmenter

One of a different Color

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: ArtPop; New Artrock; RetroProg; RIO / Avant; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ryan Parmenter keyboards,sequencing,vocals,recording,mixing,words and music
David Dawkins guitar performance/recording on 1,2,4,5&7
Matthew Parmenter violin performance/recording on 7

Tracklist

Disc 1
1. Please don't hurt us 3.06
2. Sin of Forgiveness 5.04
3. Seller 3.50
4. Give 'n' Take 4.06
5. Capitalism 8.24
6. Side Two Load Screen 2.02
7. One of a Different Color 9.54
8. For all Tomorrows 5.51
9. September 9.26
10. Up Above 7.28
Gesamtlaufzeit59:11


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Ryan Parmenter dürfte einigen Prog-Freunden als Mitglied einer durchaus hörenswerten US-Prog-Gruppe Eyestrings aufgefallen sein. Inzwischen sind Eyestrings leider Geschichte, aber es gibt immer noch Ryan Parmenter als Solokünstler und der hat ganz alleine auch einiges zu bieten.

Ryan soll übrigens mit Matthew Parmenter, dem Chef von Discipline. verwandt sein. Matthew Parmenter spielt auf dem vorliegenden Album auf einem Track die Geige. Das musikalische Talent scheint also in der Familie zu liegen. Vergleicht man die Alben von Discipline., Eyestrings und die Solowerke der beiden Herren Parmenter miteinander, stell man fest, es liegen nicht gerade Welten dazwischen. Als wäre das Musikmachen nicht schon Talent genug, ist Ryan auch noch als Novelist (zu Deutsch: Romanschriftsteller) und Cartoonist (zu Deutsch: Karikaturist) aktiv, der manchmal seine eigenen Novellen mit einem Soundtrack versieht.

Das vorliegende „One of a different color“ ist das vierte Soloalbum von Ryan Parmenter, wenn man den skurillen Soundtrack "Hyperbole" nicht mitzählt. Eine Cartoon-Serie von Parmenter heißt Absurd Earthlings und auch auf seinen Solalben offenbart der Künstler seinen ausgeprägten Sinn für schrägen Humor.

„One of a different Color“ ist wahrscheinlich (zumindest in Teilen) bisher das schrägste und experimentellste Werk von Parmenter und vom Geiste her fühle ich mich dadurch zeitweilig an einige der mutigeren Alben von Peter Hammill aus seiner „Avant-Wave-Zeit“ erinnert, wie zum Beispiel „pH7“.

Jemand hat die Musik von „One of a different Color“ auch als manisch-depressiven Prog beschrieben. Da könnte etwas dran sein. Die CD wurde fast im Alleingang zuhause aufgenommen und produziert und das verleiht den Arrangements einen gewissen spröden Charme. Ryan Parmenter kann sich aber als Sänger, Keyboarder und Schlagzeug-Programmierer auf seine vielseitigen und manchmal auch schrägen Songeinfälle verlassen, so dass keine Langeweile aufkommt. In fünf Stücken wird Parmenter von dem Gitarristen David Dawkins begleitet.

Nur die scheinbar unendlichen Refrain-Wiederholungen im Titelstück finde ich ziemlich überflüssig. Aber ansonsten gibt es viele gelungene Beispiele, was alles im eigenen Heimstudio möglich ist, wenn die interessanten Einfälle kommen. Es gibt also den schrägen Post-Wave-Elektronik-Prog („Please don’t hurt us“), depressiv („Sin of Forgiveness“), manisch („Give’n’take“), oder aggressiv („Seller“) wirkenden Avant-ArtPop, und zwar direkt neben dem beatlesken Pop-Prog von „For all Tomorrows“ und „September“.

Der eindeutige Höhepunkt des Albums bleibt aber für mich aber der humorvoll-zynische Avant-Prog von „Capitalism“. Dieser kann vielleicht als eine leicht zappaesk angehauchte Weiterentwicklung von Peter Gabriels „Games without Frontiers“ verstanden werden, unerwartete orchestrale Arrangements mit einbegriffen. Als Abschluss gibt es den symphonischen und mit nur wenig Gesang auskommenden Prog von „Up Above“ auf die Lauscher.

Falls man ein Freund von humorvoll-schrägem Prog ist, sollte man „One of a different Color“ alleine schon wegen „Capitalism“ kennenlernen! Allerdings sollte man sich - wie oben beschrieben – auf eine beachtliche stilistische Bandbreite gefasst machen, die allerdings nicht immer Schräges zu bieten hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.2.2018
Letzte Änderung: 23.2.2018
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Der Amerikaner Ryan Parmenter ist ja schon ein alter Hase im Proggeschäft und hat sich seit der Auflösung seiner Band Eyestrings Solo betätigt. Der Vetter von Mathew Parmenter, seines Zeichens Leader und Gründer von discipline., spielt vieles selbst ein, lässt sich nur auf der Gitarre aushelfen und sein Vetter steuert in einem Song ein bisschen Violine bei. In 10 Songs, die teils sehr unterschiedlicher Natur sind, präsentiert er uns ein Sammelsurium an Ideen.

Dabei ist deutlich in Tracks wie GIVE'N'TAKE zu erkennen, dass seine Musik und die Musik von discipline keine Meilen auseinander liegen. Im langen CAPITALISM mit seinem mathematisch-strengen Rhythmus dagegen meint man, Peter Hammill spiele mit. Leider gibt es aber auch Momente wie der Titeltrack ONE OF A DIFFERENT COLOR, die nicht hinhauen. Neun Minuten lang immer den gleichen Satz zu hören, das ist schon grenzwertig.

SEPTEMBER ist durch seine leichtfüßige Art ein Höhepunkt, sticht auch durch seine fast schon optimistisch anmutende Melodie heraus. Das leicht an die beschwingten Sixties erinnernde Gefühl gefällt und lässt das Album bis zum Schluss interessant wirken.

Fans von schrägem, vor allem aber intelligentem Pop mit Progcharakter werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Natürlich nicht für solche, die Pop „par définition“ als schlecht empfinden. Wer aber früher schon Bands wie 10 cc durch ihren englischen Spleen mochte (Parmenter ist zwar Amerikaner, klingt aber überhaupt nicht amerikanisch), der sollte mal rein hören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.4.2018
Letzte Änderung: 10.4.2018
Wertung: 9/15
der Titeltrack geht gar nicht, kostet 1 Punkt

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum