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Gleb Kolyadin

Gleb Kolyadin

(Tipp des Monats 4/2018)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: New Artrock; RetroProg; sonstiges
Label: Kscope/Edel
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gleb Kolyadin grand piano,keyboards
Gavin Harrison drums
Nick Beggs bass
Theo Travis flute,saxophon
Vlad Avy guitars
Evan Carson bodhran and percussion

Gastmusiker

Steve Hogarth vocals on 8 & 13
Mick Moss vocals on 2
Jordan Rudess Keys on 12

Tracklist

Disc 1
1. Insight 4.12
2. Astral Architecture 6.30
3. White Dawn 2.31
4. Kaleidoscope 5.50
5. Eidolon 2.10
6. Into the Void 1.45
7. The Room 4.13
8. Confluence 10.24
9. Constellation/The Bell 3.16
10. Echo/Sigh/Strand 2.26
11. Penrose Stairs 5.01
12. Storyteller 3.19
13. The Best of Days 3.24
Gesamtlaufzeit55:01


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Für sein erstes Soloalbum hat der IAMTHEMORNING-Keyboarder Gleb Kolyadin eine illustre Gästeschar verpflichtet. Damit ist es zwar nicht mehr ein reines Soloalbum, dafür profitiert die Musik von den Beiträgen der erstklassigen Gäste. (So lassen sich vermutlich die teamfähigen und die egozentrischen Prog-Keyboarder auseinanderhalten. Die teamfähigen arbeiten mit den zahlreichen Gästen). Jeder der Beteiligten hat seine Parts bei sich zuhause, oder zumindest in seinem Heimatland aufgenommen. So kommen die Aufnahmen der Streicher direkt aus St. Petersburg, die von Klavier aus Moskau und der Gesang aus London und Liverpool.

Zwei – neben den Sängern – herausragende Gäste sind für mich der Schlagzeuger Gavin Harrison, der wie immer die kreative rhythmische Basis liefert und der Saxplayer Theo Travis, der für die durchdachten Solos verantwortlich zeichnet. Der Dream Theater-Keyboarder Jordan Rudess steuert in „Storyteller“ feurige Synthesizer-Solos bei, als ginge es um sein Leben.

In dem verträumten ersten Teil von „Confluence“ meditiert Steve Hogarth über seine Knochen, die von einem Fluß getragen werden. So etwas will auch gekonnt sein und das meine ich absolut ernst. Die instrumentale Weiterentwicklung von „Confluence“ ist an klassischer Schönheit kaum zu überbieten, ohne die für den Progger unerlässliche Komplexität aus den Augen zu verlieren. (Kolyadin scheint beim Komponieren genau in dieser Reihenfolge zu denken). „The Best of Days“ hätte eine bemerkenswerte Marillion-Melodie werden können, die Steve Hogarth lieber hier platzierte.

Der Projektchef Kolyadin lässt in seinem virtuosen Keyboard-Spiel die gleichen Inspirationen erkennen, die schon seine berühmten Keyboarder-Kollegen Rick Wakeman und Keith Emerson anspornten. Nur gelingt Kolyadin Derartiges nach meinem Eindruck leichtfüßiger und ungezwungener. Die größte Liebe von Kolyadin gilt offenbar dem Klavier.

Es gibt nämlich viel Platz für die wunderschönen – über das gesamte Album verteilten, mal energetischen, mal eher romantisch angelegten, oder stark klassisch inspirierten - Melodien fürs Klavier, wie diese, die sich durch den bezaubernden Artrock von „Astral Architecture“ ziehen, das ansonsten von dem einfühlsamen Gesang von Mick Moss (Antimatter) veredelt wird.

Fast schon pure Klassik, mitunter auch purer klassischer Prog, sind für mich die polyphonen Einfälle von „White Dawn“, „Echo/Sigh/Strand“ und „Kaleidoscope“. Die Fans von Keith Emerson werden ihre Freude daran haben. Nur dass solche Klänge hier nicht ausschließlich von Soloklavier kommen, sondern gerne noch um die Vibraphonklänge, die Flötensolos, oder die wortlosen Damengesänge erweitert werden. Nur selten kam der instrumentale, tastenorientierte Progressive Rock so lebhaft und farbenfroh daher, wie in „Kaleidoscope“ und „Penrose Stairs“.

Das Debütwerkt von Gleb Kolyadin als Solokünstler ist ein Fest für die Freunde vom traditionsbewussten, überwiegend instrumentalen Keyboarder-Prog! Ein neuer Prog-Keyboard-Star ist geboren!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.3.2018
Letzte Änderung: 24.3.2018
Wertung: 13/15

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