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Owane

Yeah Whatever

(Tipp des Monats 9/2018)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Mathrock; sonstiges
Label: self-released
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Owane guitars, basses, keyboards, recording, production, cover artwork
Maciej Dzik drums
Josef 7 saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Groove Of Satan 1:32
2. Love Juice 4:14
3. Rock Is Too Heavy 4:58
4. Saturday Ends 5:08
5. Indian Explosion Bowling 2:11
6. One Curl In Bangkok 4:04
7. Born In Space 5:44
8. Japanese (Bonus Track) 6:58
Gesamtlaufzeit34:49


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Person - "what are ya gonna name this one?"
Owane - "i dunno"
Person - "too late, ya did that for the last one"
Owane - "yeah whatever"


Es gehört schon eine Menge Chuzpe dazu, seine allererste EP „Greatest Hits“ zu nennen. Der Urheber, Øyvind "Owane" Pedersen, meinte damit die besten Kompositionen, die ihm bis dahin gelungen waren. Wie dem auch sei, der Mann kann es sich leisten. Denn was der knapp 25-jährige Norweger mit zwei Mitstreitern für sein mittlerweile drittes Soloprojekt „Yeah, Whatever“ auffährt, ist erstaunlich. Die Konzepte, die bereits im Intro Groove of Satan zu hören sind, suggerieren unwahrscheinlich erscheinende Erfahrenheit und weitreichende instrumentale Fähigkeiten. Sie ziehen sich mit bemerkenswerter Konsequenz durch das gesamte Album: Eine wahrlich satanische Rhythmik mit komplexen Grooves und raffinierten Synkopen, vom Schlagzeug des polnischen Drummers Maciej Dzik (ex-Disperse) und Owanes knochentrockenen E- und Synth-Bässen getragen. Math-Rock mit dem Anstrich spannungsreicher Jazzharmonik, der allerdings ein wenig klinischer, weniger gitarrenorientiert und auch irgendwie moderner daher kommt, als der vergleichbarer Gruppierungen. Die Rhythmus-Section bildet ein druckvolles und sattes Fundament für filigrane, spitzfindige Gitarrenlinien, die vertrackten Keyboardparts und Josef „Seven“´s kühle Saxophonimprovisationen.

Der ehemalige „DJ Owane“ („Owane“ ist eine anglisierte Verballhornung seines Vornamens Øyvind) hat auch das blumige, in fjordigen Farben gehaltene Cover-Artwork erschaffen; das Allroundtalent stellt hier ebenso Qualitäten als Multiinstrumentalist unter Beweis, scheint auch den E-Bass mühelos zu beherrschen. Die Produktion (recording & mixing: Owane) ist von einer excellenten Klarheit, luftig und aufgeräumt, und sie ist kompakt, ohne durch überflüssigen Ballast zu belästigen.

Owane und seine Leute haben sich auf dem Longplayer zwar schon nach 35 Minuten verausgabt, aber sie haben alles gesagt, in dieser Zeit wird der Hörer durch keine einzige Note gelangweilt. Die Jungs von Arch Echo waren jedenfalls ziemlich angetan und posteten aus der Ferne: „Darn delicious“. Das soll schon was bedeuten.

Heißer Tipp für alle, die geneigt sind, Jazzrock ein oder auch mal mehrere Ohren zu leihen.

Anspieltipp(s): keine, is alles ziemlich gut!
Vergleichbar mit: Plini, Electric Outlet, Arch Echo
Veröffentlicht am: 1.4.2018
Letzte Änderung: 2.4.2018
Wertung: 13/15
ist in Groovemaster´s Top-Five

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