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Sammal

Suuliekki

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: HardRock; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Svart Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Janu Kiviniemi Gesang, Percussion
Jura Salmi Gitarre, Keyboards
Juhani Laine Keyboards, Gitarre
Lasse Ilano Bass
Tuomas Karivaara Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Intro 1:17
2. Suuliekki 4:56
3. Lukitut päivät, kiitävät yöt 5:57
4. Ylistys ja kumarrus 3:24
5. Pinnalle kaltevalle 5:15
6. Vitutuksen valtameri 5:26
7. Maailman surullisin suomalainen 7:29
8. Herran pelko 4:44
9. Samettimetsä 5:26
Gesamtlaufzeit43:54


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Sammal zum Dritten... und so langsam macht sich das finnische Quartett mit "Suuliekki" auch für meine Begriffe, nachdem mir sowohl das Debüt wie auch das vor drei Jahren veröffentlichte "Myrskyvaroitus" jeweils ein bisschen zu träge und unverbindlich vorkamen. Den Fortschritt verdeutlicht die Band in dieser Hinsicht ganz interessant damit, dass noch das "Intro" den eher relaxt trottenden Stil der Vorgänger beschwört, aber schon der danach eröffnende Titeltrack erst mit einem Klavier-Ostinato im Hintergrund und etwas später dann rockig mit wesentlich mehr Schwung loslegt, auch am Bass für viel Furore sorgt und nett nordisch-kühle Melancholie in den Strophen mit einem in Richtung Optimismus schielenden Refrain samt stimmiger Mellotronbegleitung kontrastiert. Das ist schon fast sowas wie die finnische Variante von "Roundabout", und zwischendurch dürfen sogar tatsächlich alle Stimmen mal solieren (was auch freie Vokalspielereien und eine Tuba-Imitation auf dem Keyboard umfasst).

Grundlegend am Stil aus Retro-Sounds, struppiger Psychedelik und leichten Jazzeinflüssen geändert hat sich also zwar nicht viel, aber auf "Suuliekki" nehmen Sammal eben Kurven und Wendungen in ihren Songs mit deutlich mehr Schwung und kommen außerdem häufiger auf den Punkt. Letztere Komponente geht hier auch so weit, dass es mit "Ylistys ja kumarrus" und "Vitutuksen valtameri" gleich zwei eingängige Orgel-Rock-Nummern à la Siena Root, Spiritual Beggars oder (historisch) Deep Purple gibt, die unter Prog-Gesichtspunkten zwar keine Glanzlichter sind, aber ihren Unterhaltungswert haben und sehr kompakt ausfallen. Die übrigen Songs sind da natürlich graduell komplexer und lassen allenfalls mal die vertrackteren Uriah-Heep-Sachen anklingen. So schiebt das ansonsten düster-balladeske bis bluesige, ziemlich sumpfig klingende "Lukitut päivät, kiitävät yöt" um 3:00 herum so eine Passage samt Aaah-aaah-aaah-Gesang ein, und "Maailman surullisin suomalainen" scheint sich vom Gestus her überwiegend am Mittelteil von Led Zeppelins "Stairway To Heaven" zu orientieren.

Davon abgesehen gibt's aber eben ziemlich verspielte Sachen zu hören. Gerade "Pinnalle kaltevalle" sticht hier mit Percussion, Latin-artigem Klavier und dazu noch einem kreiselnden Synthie-Motiv heraus, wobei letzteres immer wieder als Vorlage für ine ziemlich stimmige, mysteriöse Begleitung hergenommen wird. Auf den Refrain folgt dann ein lustiger Fusion-Part, der gegen Ende wieder in die rockige Richtung transformiert wird, auch wenn zum Ende natürlich der Refrain zurückkehrt. "Herran pelko" wiederum ist relativ fröhlich und locker auf Klavier und Synthesizer aufgebaut und leistet sich relativ freien Gesang, ehe zum Refrain Gitarre und Orgel zupacken - analog zum Titeltrack wäre das mit seiner Balance aus schweren, kraftvollen und leichten, weil luftig-heiteren Elementen dann quasi das "South Side Of The Sky" dieses Albums.

Nicht unpassend dazu haut am Ende "Samettimetsä" noch mal ordentlich rein und erzeugt auf einem E-Piano-Motiv fußend eine teils bedrohliche, teils ätherische Stimmung, die sich angesichts der Unisono-Verarbeitung dieses Motivs auf Keyboards und A-Gitarre schlüssig fortsetzt und durch den ganzen Song zieht. Das gilt auch für den um 2:30 mit schnalzenden Wah-Wah-Riffs und dominantem Bass angezettelten Fusion-Part. Leider läuft dieses Stück am Ende eher aus als mit einem Knalleffekt zu enden, spannend genug ist es aber, auch wenn der passendste Vergleich hierzu weniger "Heart Of The Sunrise", sondern vielmehr Tusmørkes "Riset Bak Speilet"-Titelsong wäre. Wie dem auch sei: In diese Gesellschaft können Sammal mit "Suuliekki" angesichts spannender, abwechslungsreicher und ziemlich runder Stücke nun endlich vorstoßen und zusätzlich das Gewicht verschroben-mysteriöser Stimmungen in die Waagschale werfen.

Anspieltipp(s): Suuliekki, Pinnalle kaltevalle, Samettimetsä
Vergleichbar mit: Yes, Kebnekajse, Tusmørke, Deep Purple, Uriah Heep
Veröffentlicht am: 13.4.2018
Letzte Änderung: 14.4.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sammal

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Sammal 7.00 1
2015 Myrskyvaroitus 8.00 1

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