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Mezz Gacano & Self-Standing Ovation Boskàuz Ensemble

Kinderheim

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Moderne Klassik; RIO / Avant; Zappaeskes; sonstiges
Label: Almendra
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Davide Mezzatesta a.k.a. Mezz Gacano conductor; electric guitar (2, 4, 6, 7, 10, 13, 17), classical guitar (6, 12), synths (4, 12), triangle (5), cowbell (4), drums (17)
Lavinia Garlisi flute, piccolo (3, 7, 9, 10, 13)
Dario Compagna clarinet, bass clarinet (1, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 13)
Beppe Viola soprano sax (1, 2, 3, 9, 10, 15), clarinet (4,6)
Roberta Miano violin (3, 5, 6, 7, 9, 10)
Mauro Greco cello (1, 3, 5, 7, 8, 9, 10), conductor (13)
Ornella Cerniglia piano (3, 5, 6, 7, 9, 10, 13)
Gianmartino della Delizia hammond, synth, harpsichord, keyboards, xylophone (2, 4, 10)
Davide Pendino cymbals (9), glockenspiel (13)
Luca La Russa electric bass (2, 4, 5, 6, 7, 10)
Simone Sfameli drums (2, 5, 6, 7)
Francesco Tavormina drums (4, 10, 15)
N'Hash electronics and remix (9)
Naiupoche electronics (11)

Gastmusiker

Tommaso Leddi mandolin (6, 12, 14, 15), electric bass (17)
Gianni Gebbia soprano sax (12, 14, 17)
Giovanni Di Giandomenico piano (1)
Giorgio Trombino alto sax (2)
Ruhi Nokoda electric guitar (2, 6)
Luca Di Vizio trombone (6)
Yu Suwon voice (11, 12) body percussion (12) gu-zheng, carillons (11)
Valerio Mirone doublebass (7, 11)
Simone Giuffrida classical guitar (6)
Danilo Romancino drums (12)

Tracklist

Disc 1
1. Okóis Plaicja 1.45
2. Rop Lady Guast 3.02
3. Obbligando #1 1.49
4. Lioschi VIII 3.09
5. Stitik 1.40
6. Apefo Pafo 4.35
7. Lajaska Fukkja 1.16
8. K Sojalienju 2.56
9. Opsedale Spichiatrico (N'Hash Remix) 2.17
10. Counterpeel 3.01
11. Cerchio Di Permita Gravemente 2.34
12. Pic-Nic #1 1.14
13. Miss Hill Mary 2.41
14. Pic-Nic #2 1.09
15. Pic-Nic #3 1.28
16. Diamanda Galaxy 3.05
17. Bitter(n) Stormy Over Vesuvio 20.45
Gesamtlaufzeit58:26


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Komponist und Gitarrist Mezz Gacano (bürgerlich: Davide Mezzatesta) sieht sich in erster Linie durch das vielseitige Schaffen von Frank Zappa inspiriert, auch wenn man das in seiner eklektischen Musik für ein Kammermusik-Ensemble nicht immer direkt heraushören kann.

„Kinderheim“ scheint sein viertes Album zu sein, diesmal unter dem Projektnamen Mezz Gacano & Self-Standing Ovation Boskàuz Ensemble erschienen. Man bekommt auf „Kinderheim“ eine Musik zwischen Neo Klassik, Avant- und Kammer-Prog (einige jazzige Einwürfe inklusive), die für ein elfköpfiges Ensemble arrangiert wurde. Dieses besteht aus Flöte, Klarinette, Sopransax, Geige, Cello, Piano, Perkussion, Keyboards, Bassgitarre und Schlagzeug. Als wäre das noch nicht genug, hat Gacano zudem noch 12 Gastmusikerinnen und Musiker verpflichtet, darunter auch zwei für Elektronisches und einen für Xylophon zuständigen. Der Komponist steuert gelegentlich die elektrische Gitarre bei, die mit rockigen Effekten und Klängen gespielt wird.

Dabei dürfen die Musiker in ständig wechselnden Besetzungen agieren, was für viel Abwechslung in den Arrangements sorgt. Auf diese Weise gibt es beispielsweise Kammermusik für Klarinette, Piano und Cello in den melodiegebenden Rollen („Okóis Plaicja“), oder zappaesk eingefärbten Avant-Kammerprog unter Verwendung einer Rhythmus-Sektion („Rop Lady Guast“). Um nur zwei Beispiele zu nennen. Man darf staunen, wie kreativ und verspielt die Instrumente bei diesem Ensemble oft eingesetzt und arrangiert wurden, so dass eine nicht immer leicht zugängliche Musik sogar als farbenfroh bezeichnet werden darf. Die elektronischen Effekte sorgen in einigen Passagen für eine zusätzliche Komponente.

Neben den doch letztendlich melodisch orientieren Kompositionen gibt es beispielsweise mit „Cerchio di Permità Gravemente“ ein eher avantgardistisches Stück, das die Elemente der japanischen Volksmusik zu verwenden scheint, während Stücke wie „Pic-Nic #1“ auf eine sehr eigene Weise Folkloristisches, Kammermusikalisches und Jazziges miteinander verbinden.

Als wollte der Komponist alle Ernsthaftigkeit der Kammermusik zum Schluss abstreifen, gibt es in „Bitter(n) stormy over Versuvio“ nach ca. zwei Minuten eines freien Avant-Prog-Jams eine ungefähr zehnminütige Pause. Danach wird der verdutzte Avant-Prog-Freund zunächst mit einer Art Pop-Ballade für Klavier und eine grotesk elektronisch verfremdete Stimme traktiert. Danach gibt es eine wilde stilistische Mischung aus Heavy Metal, jazzigem Chanson, Reggae und Avant-Prog-Jam, über die sich wahrscheinlich auch Frank Zappa köstlich amüsieren würde.

„Kinderheim“ ist ein Genuss für alle Freunde von Avant-Kammer-Prog!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.4.2018
Letzte Änderung: 25.4.2018
Wertung: 11/15

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