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Eleanoora Rosenholm

Hyväile minua pimeä tähti

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; RIO / Avant; sonstiges
Label: Fonal Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pasi Salmi Keyboards
Mika Rättö Voice, Text
Noora Tommila Vocals
Tuomas Niskanen Guitars
Alpo Nummelin Drums, Percussion
Turo Sinkkonen Bass

Gastmusiker

Tetu Säteri Guitar (Track 5)
Jan-Micael Träskelin Clarinet
Tatu Säteri Trumpet
Enni Kyttänen Voice

Tracklist

Disc 1
1. Kolo 8:06
2. Hakemus 5:02
3. Valo kaasumeren hämärässä 5:54
4. Pimeä tähti 5:53
5. Puoli päivää Firenzestä itään 10:07
6. Sata Ave Mariaa 6:31
7. Muistojen huvilalta 4:48
8. Köysitehdas 5:59
Gesamtlaufzeit52:20


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Eleanoora Rosenholm ist nicht etwa der Name der auf dem hier rezensierten Album recht prominent beteiligten Sängerin. Dieselbe heißt nämlich Noora Tommila. Aus irgendeinem Grund (wer des Finnischen mächtig ist findet denselben vielleicht irgendwo in den Weiten des Weltweiten Netzes) nannten Pasi Salmi (siehe Magyar Posse) und Mika Rättö (u.a. auch bei Circle und Kuusumun Profeetta tätig) ihr 2007 im finnischen Pori entstandenes Bandprojekt Eleanoora Rosenholm. Vermutlich handelt es sich um einen Phantasienamen. Zumindest habe ich keine Bezüge zu einer real existierenden Person finden können. Wenn es diese gibt oder gab, sollte man ihre Spuren wohl am ehesten in Schweden finden. Oder, in Finnland lebt natürlich auch eine schwedische Minderheit.

Wie auch immer, recht eigene Musik ist auf "Hyväile minua pimeä tähti" zu finden. Am ehesten könnte man diese Klänge vielleicht als ArtPop bezeichnen, bestimmt von einer stark elektronischen Komponente, und ergänzt um gewisse Kammerprogbezüge (zumindest dann wenn Streicher und die blasenden Gastmusiker zu hören sind), ein Schuss Skandinavisch-Folkiges, etwas Postrock, eine Prise Jazzrock und diverse freiformatig-experimentelle Momente. Das klangliche Ergebnis ist sehr speziell und klingt ein wenig wie eine etwas pop-lastigere Version von Kuusumun Profeetta mit Damengesang, ergänzt um etwas Magyar Posse, Folkiges und stilistisches Experimentieren. Oder, bisweilen erinnert Musik, auch aufgrund der recht prominenten leicht verwandten Stimme der Tommila, an die komplexeren Tongemenge von Björk.

Im Zentrum der Musik steht jedenfalls der wunderbare Gesang Noora Tommilas, engelsgleich hauchend, kraftvoll klagend, kindlich trällernd und expressiv schmachtend, natürlich in Finnisch vorgetragen. Die Texte - so ist an wenigen Stellen im Internet zu lesen - sollen recht eigenartige Botschaften mitteilen. Da dieselben Mika Rättö verfasst hat, ist es durchaus wahrscheinlich, dass da allerlei Bizarres zum Besten gegeben wird. Ab und an ist auch Rättös charakteristisches Organ selbst zu hören; mitunter auch eine Art Männerchor. Die solistischen Stimmbeiträge erheben sich oft in von Tasten bestimmten Tongemengen, die meist rhythmisch gefügt, bisweilen auch formlos wabernd voran gleiten. Dazu kommen stellenweise ein traditionelles Rockinstrumtarium, jaulend-kantige E-Gitarreneinlagen und treibende Postrockrepetitionen, aber auch hymnische Choreinlagen, die Gastbläser und bisweilen folkiges Geschrammel. Flott bis getragen gleitet die Musik dahin, klangvoll und warm produziert, bisweilen fast retroprogressiv-symphonisch (es tauchen sogar Mellotronsounds auf), ansonsten von an den 80ern orientiertem eher elektronischem Charakter, doch meist klanglich erweitert um - wie oben schon ausgeführt - allerlei Geblasenes, Gitarren, Bass und Schlagwerk.

"Hyväile minua pimeä tähti" ist ein beeindruckendes, ein wenig unkategorisierbares Album mit progressiver Popmusik aus Finnland (Post-Art-Avant-Pop?), welches allen schwer empfohlen sei, die einmal etwas anderes Hören möchten, ohne sich gleich irgendwelche Weichteile knacken zu lassen. Seltsam eingängig ist diese Musik oft, bisweilen geradezu liedhaft-melodisch, gleichzeitig aber auch ausgesprochen eigenartig, unkommerziell, bisweilen regelrecht experimentell bzw. sperrig ohne allzu wüst zu werden (vor allem im langen "Puoli Päivää Firenzestä Itään"). Irgendwie machen sie andere Musik da oben in Finnland. Stark!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.5.2018
Letzte Änderung: 23.7.2018
Wertung: 12/15

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