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Mata

Atam

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik; Independent / Alternative; Moderne Electronica; RIO / Avant
Label: Atypeek music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Massimo Marini
Mauro Mezzabotta
Emanuele Sagripanti
Alessandro Bracalente

Tracklist

Disc 1
1. Zero Uno - Movimento 1 5.37
2. Zero Due - Movimento 2 10.18
3. Zero Tre - Movimento 3 8.32
4. Zero Quattro - Movimento 4 12.01
Gesamtlaufzeit36:28


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Quartett Mata wurde in Trodica (das liegt in Italien) im Jahre 2016 gegründet. Zu Mata konnte ich nicht gerade viele Infos im Internet auftreiben. Außer den Musikernamen und dem 2018 veröffentlichten Werk „Atam“ fand ich fast gar nichts.

Schade, denn was man auf „Atam“ zu hören bekommt halte ich für sehr originell. Vermutlich aber nur von hartgesottene Avantgarde-Elektronik-Rock-Fans von Interesse.

Wie so oft entscheiden auch hier die ersten Minuten, ob man interessiert, fasziniert weiterhören, oder lieber abschalten möchte. Ein Klangbild von „Zero Uno - Movimento 1“, das aus den elektronischen Effekten, aus den fragmentarischen Einwürfen seitens der Gitarren und des Schlagzeugs und aus den zwischen apathisch und punkig-rebellisch variierenden Gesängen besteht, finde ich zunächst einmal faszinierend, weil in der Form noch nicht gehört.

Im letzten Teil von „Zero Uno - Movimento 1“ wird daraus ein mit den Elementen von Industrial, Elektronik und Noise Rock erzeugter Höllenritt. Dieser besteht allerdings nicht etwa nur aus anarchistischem Krach, sondern fällt ebenso düster, wie organisiert aus. Er besteht nämlich aus trancigen Rhythmen, unheimlicher elektronischer Klangkulisse im Geiste von Dark Ambient und aus nach hinten gemischten Gesängen.

Man beschreibt „Atam“ als eine Art Concerto in vier Sätzen, das sich mit der Selbstzerstörung und Selbstkonfrontation beschäftigt. Alle vier „Movimentos“ setzen sich vor allem aus den elektronischen Klangcollagen, Avant-Rock-Einsprengseln, düsteren, von trancig-rituellen Rhythmen begleiteten Symphonik-Ambient-Klängen sowie sprechenden und gelegentlich auch singenden Stimmen zusammen. Dabei können die düsteren symphonisch eingefärbten Passagen schon mehr an die Sirenen der Apokalypse erinnern, als etwa an klassische Romantik.

Wie soll man sowas nun stilistisch einordnen, wenn in „Zero Quattro - Movimento 4“ nach einem Ambient-Teil mit Gesang, fast im Geiste von David Sylvian, uns ein brachialer Bass-Riff und die nachfolgenden geheimnisvollen Rituale aus allen Träumen holen? Avant-Industrial-Postrock vielleicht?

Wer Schöngeistiges und Harmonisches zu seiner Erfüllung als Musikhörer braucht, der wird mit „Atam“ nicht glücklich werden. Wer dagegen Kreatives und Originelles zu schätzen weiß, sollte es auch mal einem Trip in die dunkelsten Ecken des Bewusstseins ähneln, der sollte „Atam“ mal antesten. Weite Teile von „Atam“ klingen für mich nach einem bösen Traum, den man fasziniert aber zu Ende träumen möchte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.5.2018
Letzte Änderung: 17.5.2018
Wertung: 12/15

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