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Eldberg

Eldberg

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Mylodon Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ásmundur Svavar Sigurðsson Bass, Vocals
Eyþór Ingi Gunnlaugsson Lead Vocals
Heimir Klemenzson Hammond, Wurlitzer, E-Piano, Piano, Farfisa Organ, Synthesizers
Jakob Grétar Sigurðsson Drums, Vibraphone, Synthesizer, Keyboards
Reynir Hauksson Guitars, Synthesizer

Gastmusiker

Eva Guðriður Hauksdottir Sax (Track 2)

Tracklist

Disc 1
1. Andrkki 1:43
2. Hirzla hins algleymda oss 7:26
3. Sunnan vis sol, austan vis mina 4:24
4. Flug hugans 3:33
5. Enginn frisur 3:55
6. Eg er lkfsins braus 6:11
7. Hlisarlkf vor tkma 14:45
Gesamtlaufzeit41:57


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Auch in Island wird Retroprog gemacht. Eldberg um die Gebrüder Sigurosson formierten sich im Jahre 2008 ebendort. Zuerst betätigte man sich offenbar als 70er-Coverband, spielte Musik von Procol Harum, Focus und Deep Purple nach, ehe man begann eigenes Material zu komponieren. Nach einigen Wechseln fand sich eine stabile Besetzung zusammen, die im Sommer 2010 unter der Ägide von Petur Hjaltested (in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts Tastendrücker der isländischen Prog/Rockformation Eik) ihr Debütalbum einspielte. "Eldberg" wurde schließlich 2011 erstaunlicherweise von Mylodon Records aus Chile veröffentlicht.

Klassischen skandinavischen Retroprog gibt es auf "Eldberg" zu hören, der sich an allerlei vornehmlich britischen Vorbildern aus den frühen 70ern orientiert (denn in Skandinavien wurde in den 70ern kaum klassischer Prog gemacht), neben den drei weiter oben schon genannten Bands vielleicht noch an den frühen Uriah Heep und Camel. Die Hammond-Orgel bestimmt das Klanggeschehen, ergänzt um diverse, bisweilen leicht jazzige Einlagen der E-Gitarre. Eher delikat ist man am Rocken, versehen mit einer gewissen skandinavisch-folkigen Atmosphäre oft (vor allem wenn eine Akustikgitarre erklingt). Bisweilen soliert auch ein Piano, oder erklingt Mellotronartiges. Dazu kommt Gunnlaugssons recht kraftvolles Organ, der allerdings durchweg auf Isländisch singt, bisweilen (leider) unterstützt von den Kollegen mit Uhh-Ahh-Chören.

Ein klar in den 70ern beheimateter Retroprog (Retroprotoprog) ist das Ergebnis, der allerdings nicht zuletzt durch den Gesang in der Landessprache eine deutlich eigene, skandinavisch Note bekommt. Und, natürlich gab es in den 70ern keine Band, die genau eine solche Mischung im Angebot hatte. Hardrockmomente sind hier selten, eher wird komplex und klangvoll geproggt, mit den instrumentalen Mitteln der frühen 70er, angereichert mit jazzigen und folkigen Einlagen, sehr farbig und abwechslungsreich instrumentiert, ausladend schwelgend, vertrackter wuselnd und bluesig-elegisch rockend. Bisweilen, schreitet die Musik auch sakral und getragen voran, wie z.B. in "Eg er lkfsins braus", in dem auch Wagners Hochzeitsmarch und Georgel a la Bach auftaucht.

Würde die Band Englisch singen, hätte das Ganze sicher deutlich weniger Reiz, könnte man die Musik als sehr gut gemachten Retrorock abhaken. Da die Isländer aber ihre Klänge mit deutlichen indigenen Ingredienzien versehen, ist "Eldberg" eine durchaus originelle und unterhaltsame Angelegenheit. Wer gutgemachte Retrosounds im Progkontext schätzt, insbesondere skandinavischen Retroprog, der sollte den Erstling von Edberg einmal antesten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2018
Letzte Änderung: 20.5.2018
Wertung: 10/15

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