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Senogul

III

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; RetroProg; RIO / Avant
Label: Musea - Azafran Media
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Pablo Canalis Bass, Voice, Sheng, Vibraslap, Flexatron, Marimbula, Wind Chimes, Percussion
Eduardo G. Saluena Piano, Organ, E-Piano, Synthesizers, Marimba, Pads
Israel Sanchez Guitars, Sax, Voice
Pedro Menchaca Guitars, E-bow
Eva D. Toca Drums

Gastmusiker

John Falcone Bassoon
Rafael Yugueros Drums
Juan Antonio Martinez Sax
Iris Carcaba Violin
Marcos Mantero Synthesizers
Chema Fombona Drums, Percussion
Theodosii Spassov Kaval
Abelardo Freitas Electronics
Pedro Ontiveros Sax, Flute
Luis Cobo Manglis Guitars

Tracklist

Disc 1
1. The Nightstalker 0:36
2. Pijamas 8:01
3. La serpiente de jade 5:15
4. Parana 6:08
5. The black cat 9:09
6. Tales from Buanga 3:47
7. Gameland 2:02
8. Sopa colora 13:43
Gesamtlaufzeit48:41


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Für ihr entsprechend betiteltes drittes Album haben sich Senogul stilistisch neu ausgerichtet. Die weltmusikalischen Ingredienzien die den Vorgänger dominiert haben sind fast gänzlich verschwunden. Abwechslungsreich instrumentiert ist die Musik der Band aus Gijon aber weiterhin, die sich mit "III" wieder den Klangwelten ihres Erstlings zuwenden, allerdings mit stärkerem Gewicht auf Kammerrockiges und Avantprogressives.

Einer farbiger, vornehmlich instrumentaler Prog arbeitet sich hier durch die Gehörgänge (wobei gelegentlich auch gesungen wird – in "Parana" z.B.), eine homogene Mischung aus Jazzrock, Retroprog, modernem Prog, Kammermusikalischem und Angeschrägtem. Tasten und E-Gitarre bestimmen das Klanggeschehen, ergänzt um allerlei Perkussives, den kernig-verspielten Bass, und gelegentlich Beblasenes oder Gestrichenes. Dazu kommen, wie auf allen Alben der Band, eine spezifische, iberisch-folkige Atmosphäre, und bisweilen entspannt-schwungvolle, jazzig-akustische Einlagen.

Wenn E-Gitarre und Tasten sich allerdings in den Vordergrund spielen (was oft der Fall ist), dann erklingt ein virtuoses und kraftvolles Gemenge aus Retroprogressivem (King Crimson meets ELP) und fast klassisch zu nennendem Avantprog in der RIO-Tradition (als Beispiel sei das lange "The black cat" genannt). Das Thinking Plague-Umfeld ist dann nicht so weit weg; ohne entsprechende Gesangseinlagen allerdings. Bisweilen wird es auch hispanisch-folkig, oder leicht latinesk (wie im schon erwähnten "Parana"), oder klangvoll-symphonisch, und eben jazzig-rockig, durchaus mit Bezügen zu den bekannteren, verspielte-virtuosen Jazzrock-Vorbildern aus Spanien (z.B. Iceberg, Guadalquivir oder Iman). Dazu kommen noch ausgedehntere klassisch-impressionistische Pianoausflüge (vor allem im abschließenden "Sopa coloral"), diverses freieres Klangspielen und elektronisches Gebastel (wie z.B. im kuren "Gameland").

"III" ist ein weiteres hervorragendes Album von Senogul, welches wohl diesmal am ehesten Avant- und RIO-Progger ansprechen sollte. Dabei geht es hier selten wirklich wüst oder schräg zu, bewegt sich die Musik doch meist in einem sehr klangvollen, luftig-sommerlichen (hispanischen) Rahmen. Leider ward nach dem Erscheinen dieses Albums im Jahre 2011 nicht mehr viel von Senogul gehört. Fast ist anzunehmen, dass es die Formation nicht mehr gibt. Aber, wer weiss? Über ein weiteres Album würde ich mich auf jeden Fall freuen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2018
Letzte Änderung: 9.6.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Senogul

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Senogul 12.00 1
2009 Concierto De Evocación Sonora Para Conjunto Instrumental 12.00 1

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