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The Dwarfs of East Agouza

Bes

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Krautrock; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: Nawa Recordings (Cargo Records)
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Maurice Louca Orgel, Synthesizer, Beats
Sam Shalabi Gitarre
Alan Bishop Bass, Saxophon, Vocals

Gastmusiker

Pierre Guy Blanchard Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Baka of the Future 09:37
2. Clean Shahin 06:57
3. Where's Turbo? 16:09
4. Hungry Bears Don't Dance 04:31
5. Resinance 03:58
6. Museum of Stranglers (Part I) 13:58
7. Museum of Stranglers (Part II) 12:45
8. Museum of Stranglers (Part III) 08:16
Gesamtlaufzeit76:11


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Natürlich, klar - Hippiemusik und auch der folgende Krautrock waren in das Ferne, Weltmusikalische verliebt. Das bedeutete meist weniger die Übernahme fremder Strukturen als das bloße Evozieren bestimmter Atmosphären. Im schlimmsten Falle blieb das Pose, Kitsch. Die Dwarfs of East Agouza haben als primär ägyptisch-afrikanisch geprägte Krautkombo hingegen den Heimvorteil und die nötige Authentizität. Ihr Sound kommt ganz aus den experimentellsten Ecken des Kraut, braucht keine forcierten Weltmusikbekenntnisse, sondern nur den Groove, der sich findet, zerfällt und wieder neu konstruiert. Ein Sound zwischen Psych-Rock, Jazz und weltmusikalischen Elementen diverser Coleur.

Selbstbewusst kommt da der "Baka of the Future". Ein groovender Beat zu fein gepickten Gitarrenarabesken und orientalischen Klängen aller Art. Hier beweisen sich die Dwarfs bereits als Meister der krauttypischen Balance zwischen rhythmischer Eingängigkeit und aufgebrochener Struktur. Dabei kommt der Rhythmus nur auf zwei Tracks wirklich von echten Drums. Meist bringt Maurice Louca organische Beats, die das ornamentale Gitarrengefrickel Sam Shalabis fast gruselig passend grundieren. Hier trifft auch der einzige Vorwurf, den man der eingespielten Gruppe vielleicht machen könnte: all die technische Perfektion steht etwas kahl, fast abstrakt im Raum. Der atmosphärische Weltmusiktaumel der Krautrocker entfällt und irgendwie vermisst man ihn doch.

Erst "Where's Turbo?" öffnet sich im Verlauf und ganz unverhofft glitzenden Synth- und verhallten Spacesounds. Auch "Hungry Bears Don't Dance" verwehrt sich dem Vorwurf der bloßen Frickelei. Hier sind es warmes Klimpern und eine fröhliche Orgel, die erst im düsteren "Resinance" wieder verklingen. Ganz groß fällt schließlich das "Museum of Stranglers" über die Hörer her. Die dreiteilige Krautsuite bringt mit ihren knapp 35 Minuten Freejazziges, Dröhnung und seltsame Stimmfetzen, Verzerrung an vielen Punkten. Can say Oh Yeah. Ein weltabgewandter Brocken Musik, der noch einmal echte Avantansprüche geltend macht. Mit solchen misst man Bes wohl auch am besten und nimmt sich einen guten Tee zur Hand, lässt Hirn und Beine in verschiedene Richtungen zucken. Avant-Psych für bewegte Geister in verrauchten Jazzstuben.

Anspieltipp(s): Baka of the Future, Where's Turbo?
Vergleichbar mit: Can, "afrikanische & orientalische Musik"
Veröffentlicht am: 10.6.2018
Letzte Änderung: 11.6.2018
Wertung: 11/15
Freejazzer und Instrumentalisten geben 1-2 Punkte dazu

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