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Real Ax Band

Just Vibrations - Live at Quartier Latin

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (Aufnahmen vin 1978)
Besonderheiten/Stil: live; Jazzrock / Fusion
Label: Sireena
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Maria Archer vocals
Dieter Miekautsch rhodes piano,backing vocals
Otto Gwiasda guitar,vocals
Toffi Mache bass,backing vocals
Marlon Klein drums,percussion

Tracklist

Disc 1
1. You really shouldn't act like that 10.44
2. Everyone I know 12.50
3. Someone else in my Skin 8.48
4. Dreitag der Freizehnte 5.27
5. Waiting 13.03
6. Sammelsurium (et Brimborium) in Aquarium est 13.22
7. Just Vibrations 1.11
Gesamtlaufzeit65:25


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Real Ax Band wird in mancher Beschreibung zu dem Krautrock-Umfeld gezählt. Vermutlich weil zwei ehemalige Embryo Mitglieder Dieter Miekautsch (Rhodes Piano, früher auch bei Missus Beastly) und Maria Archer (Gesang) dort mal mitmachten. Zumindest auf der vorliegenden, 2018 bei Sireena Records veröffentlichten Konzertscheibe „Just Vibrations – Live at Quartier Latin“ ist vom Krautrock kaum etwas zu hören.

Stattdessen wird hier mitunter temporeicher, gerne rasant-virtuoser, sehr oft funkiger Jazz-Rock erster Güte mit einem souligen Gesang von der aus Afrika stammenden Sängerin geboten. „Just Vibrations – Live at Quartier Latin“ ist 41 Jahre nach der ersten und einzigen Studioscheibe „Nicht Stehenbleiben / Move Your Ass In Time“ erst die zweite Veröffentlichung von Real Ax Band.

Auf diesem Live-Album ist die Band weit entfernt von dem entspannten und weit verbreiteten Jazz-Rock-Fusion-Wohlklang. Vielmehr geht es meistens dicht und temperamentvoll zur Sache. Ganz besonders in den instrumentalen Jams, in denen die erstklassige Rhythmustruppe die beiden Solisten an der Gitarre und E-Piano zu den Höchstleistungen antreibt. Auch der Bassist scheint im Hintergrund lieber zu solieren, als nur zu begleiten. In den für mich besten Momenten fühle ich an Mahavishnu Orchestra erinnert. Wie in „Dreitag der Freizehnte“, wo der Gitarrist Otto Gwiasda den schneidend-rockigen Gitarrensound anwendet und dabei John McLaughlin gefährlich nahekommt. In dem instrumentalen Mittelteil von „Waiting“ zeigt man kurz die hart rockende Seite der Band, während die progressiven Akkordfolgen im ersten Teil von „Sammelsurium“ mich ein wenig an die „Yes-Nachfolgeband“ Flash erinnern.

Bis Real Ax Band aber überhaupt starten konnte, sammelten erst einmal der Bassist Toffi Mache und der Schlagzeuger Marlon Klein (viel später dann auch, neben zahlreichen anderen Projekten, bei Sun Temple Circus aktiv) ihre Erfahrungen bei den Live-Auftritten mit diversen Combos aus den Bereichen Jazz, Rock und Soul. Erst nachdem Mache und Klein auf Miekautsch und Archer traffen, konnte es mit der kurzlebigen Formation losgehen. Nach der vergleichsweise erfolgreichen selbstfinanzierten LP und den zahlreichen Konzerten wurde der Band angeblich die gesamte Ausrüstung geklaut. Und auch gesundheitlich sollen einige Mitglieder inzwischen sehr angeschlagen gewesen sein. Kurzum, außer einer LP war von Real Ax Band nie wieder etwas gekommen. Mit der Ausnahme der 2018 veröffentlichten Konzertaufnahmen eben.

Nach vier Stücken wird die Klangqualität von „Just Vibrations – Live at Quartier Latin“ geheimnisvoller Weise etwas schlechter, bleibt aber immer noch annehmbar. Aber auch 1978, zur Zeit der hier verwendeten Aufnahmen vom Berliner Quartier Latin, hat man schon klangtechnisch Besseres bei den Live-Alben hinbekommen. Trotzdem bleiben dieses Tondokument für Freunde vom energetischen Jazz-Rock lohnenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.6.2018
Letzte Änderung: 15.6.2018
Wertung: 10/15

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