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Chuck Van Zyl

Recitals 2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Elektronische Musik
Label: Synkronos Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chuck Van Zyl Electronics

Tracklist

Disc 1
1. On this eve of parting - part 1 36:41
2. On this eve of parting - part 2 6:36
3. On this eve of parting - part 3 18:49
Gesamtlaufzeit62:06
Disc 2
1. From the shade of the recent dead she comes - part 1 35:02
2. From the shade of the recent dead she comes - part 2 11:42
3. From the shade of the recent dead she comes - part 3 16:34
Gesamtlaufzeit63:18


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Zwei Jahre sind vergangen, und es gibt mehr Live-Material von Chuck Van Zyl. "Recitals 2" bietet zwei umfangreiche Konzertmitschnitte des Elektronikbastlers aus Philadelphia, aufgenommen irgendwann im Jahre 2017. "Recorded Live, 2017", steht da hinten auf dem wieder mit verschiedenen Friedhofs-Infrarotfotos (das zweite Hobby Van Zyls) versehenen Digipack. Mehr Informationen gibt es – wie schon bei ersten Teil (siehe "Recitals") - nicht.

Wie man aber einem Eintrag auf der Star’s-End-Webseite entnehmen kann, entstand diese Musik in der Tat zu 100% live, ohne den Einsatz eines Computers, oder vorher eingespielter Aufnahmen, im Dezember 2017 bei einem Radiokonzert (CD1), also Van Zyl live im Studio, und im Oktober 2017 bei einem Konzert im Plattenladen Digital Underground in Philadelphia (CD2). Irgendwelche Publikumsgeräusche sind (auf CD2) nicht zu vernehmen, auch kein Husten.

Es ist fast müßig zu dieser Musik noch allzu viel zu schreiben. Es gibt in den beiden gut einstündigen Sets natürlich die Klänge zu hören, die Van Zyl nun schon seit gut 30 Jahren erzeugt. Rein elektronische Musik ist das, klangvoll, dynamisch voran gleitend, bestimmt von pulsierenden Sequenzermustern, sehr kosmisch im Charakter, und natürlich eindeutig im Geiste der klassischen Werke der Berliner Schule, insbesondere der Produktionen von Klaus Schulze und Tangerine Dream aus den mittleren 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Auf "Recitals 2" gibt es nun mehr davon, ausgesprochen fett produziert, voluminös dahin wabernd, abwechslungsreich instrumentiert, und versehen mit einem sehr authentischem Sound. Zudem ist Van Zyl eine Spur experimenteller als die Vorbilder zu Gange, gibt es hier doch immer wieder umfangreiche Abschnitte schräg-freiformatigen, klingend-plingend-fiepend-zischenden Klangbastelns.

Ein Schuss Jarre lässt sich in "From the shade of the recent dead she comes" bisweilen ausmachen, ansonsten gibt es hier den nun auch schon klassisch zu nennenden Van-Zyl-Sound auf die Ohren, mächtig, entspannt bis hektisch, farbig, hypnotisch-repetitiv und ausgesprochen spacig. Van Zyl selbst bezeichnet seine Musik als Space-Music, und Liebhaber solcher Klänge machen mit dem Album sicher nicht viel falsch (so sie denn rein Elektronisches dabei erwarten, und mehr davon brauchen), auch wenn man sicher nicht behaupten kann, dass es hier irgendetwas zu hören gibt, was man im Genre nicht schon seit fast einem halben Jahrzehnt gut kennt. Sehr viel Spaß macht das alles trotzdem, und eine gewisses zeitloses Flair hängt dem Ganzen zudem an, auch wenn es sich im Grunde um typische Retroelektronik handelt. Ich freue mich jedenfalls schon auf Teil 3.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.6.2018
Letzte Änderung: 25.6.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Chuck Van Zyl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 The Xyl File 11.00 1
1993 Celestial Mechanics 10.00 1
1995 The Relic 10.00 1
2010 MemorySpace 9.00 1
2012 Cenotaph 9.50 2
2014 Rituals 10.00 1
2016 Recitals 11.00 1

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