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Alchem

Viaggio al Centro della Terra

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Gothic; HardRock; Progmetal; RetroProg; sonstiges
Label: Hellbones Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Annalisa Belli Voice
Pierpaolo Capuano Guitar
Luca Minotti Bass and Programming

Gastmusiker

Paolo Tempesta Bass and Second Guitar on Spirits,second guitar on I don't belong here and Fragments
Diego Banchero fretless Bass on In my Breath
Emilio Antonio Cozza violin on In my Breath
Alessandra Bersiani drums on Fragments, Armor of Ice and Il Canto delle Sirene
Massimiliano Fiocco drums on Spirits

Tracklist

Disc 1
1. Behind the Door 5.42
2. Spirits of the Air 6.59
3. Il Canto delle Sirene 6.17
4. In my Breath 4.41
5. Viaggo al Centro della Terra 8.34
6. I don't belong here 4.09
7. Butterflies are singing 5.55
8. Armor of Ice 4.12
9. Fragments of Stars 4.44
10. Pioggia D'Agosto 9.35
Gesamtlaufzeit60:48


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Alchem nennt sich ein Trio aus Rom, bestehend aus Annalisa Belli (Gesang), Pierpaolo Capuano (Gitarre) und Luca Minotti (Bass und Programmieren). Für das vorliegende Album „Viaggio al Centro della Terra“ (zu Deutsch: „Reise zum Mittelpunkt der Erde“) hat das Stammtrio die Hilfe von mehreren Musikerkollegen an Bass, Gitarre, Geige und Schlagzeug in Anspruch genommen.

Das Projekt wurde von Belli und Capuano ca. 1995 gestartet und war bis 2000 unter dem Namen Acidaluna aktiv. Der neue Projektname Alchem sollte für die Chemie zwischen den beiden kreativen Köpfen stehen. Erst 2006 wurde das Duo um weitere Musiker erweitert. Da die neuesten Informationen auf der Webseite der Band von 2016 stammen, darf vorsichtig geschätzt werden, dass bis 2018 ca. 10 Alben/EP’s/Demos von Acidaluna/Alchem veröffentlicht wurden.

Zu den Interessen von Alchem gehören neben Musik auch die visuellen und graphischen Ausdrucksformen, was unter anderem in mehreren Videos und einer Soundtrack-Arbeit einen Niederschlag findet. Musikalisch gesehen sieht man sich unter anderem von Kate Bush, Voivod, Opeth, Katatonia, Anglagard, Fates Warning, The Gathering, Tool, My dying Bride und King Crimson beeinflusst.

Geboten wird unter anderem atmosphärischer und kammermusikalisch angehauchter Artpop-Folk („Behind the Door“), eine rau abgemischte Melange aus Heavy Prog und Folk („Spirits of the Air“), Gothic-Progmetal im Garagensound mit Gesangsmelodien im Geiste von The Gathering („Il Canto Delle Sirene“) sowie atmosphärischer Artrock mit rockiger Schlagseite („In my Breath“). Der bis auf wenige wortlos besungenen Momente instrumentale Titeltrack wechselt zwischen Kirchenorgel-Bombast und einem leicht holprig anmutenden Retroprog. „Pioggia D’Agost“ widmet sich verstärkt ziemlich eigenen Alchem-Klängen, die ich als rockigen Retroprog mit cineastisch-unheimlichem Unterton verstehe. Gekrönt (wenn auch selten) durch charmanten, von mediterranem Sinn fürs Melodische geprägtem Damengesang.

Es ist ein variabler Damengesang zwischen mehrstimmig aufgenommenem Sopran und einer zarten Popstimme, der viele Lieder des Albums entscheiden mitprägt. Mehrere Stücke scheinen eine spezielle Stimmung zu vermitteln, die, oft leicht unheimlich und geheimnisvoll, auch von einer Gothic- oder Post-Black Metal-Gruppe kommen könnte. Zu diesem Eindruck tragen auch lautmalerisch-cineastische Effekte bei, die über das gesamte Album verteilt sind. Hierzu sehr passend suggerieren einige Coverbilder ein gewisses Interesse an Okkultismus, oder an schwarzer Magie. Möglicherweise ist das, was ich hier als rauen Garagen-Sound, oder als Holprigkeit deute, eher die Black Metal-Facette in der Musik.

Wenn Kate Bush sich für schwarze Magie, oder Vergleichbares interessieren würde, könnte sie vermutlich lieder wie „I don’t belong here“ schreiben und sie dementsprechend arrangieren. „Butterflies are singing“ verströmt überraschend jazzige Leichtigkeit, aber die Samples von krähenden Raben erinnern uns daran, dass es hier vorwiegend um dunkle Seiten der Existenz gehen dürfte.

Wer sich für eine Musik begeistern kann, die die Elemente von Prog, Gothic, Artpop, Folk, Artrock und Black Metal in den leicht geheimnisvoll und düster anmutenden Klängen vereinigt, der möge „Viaggio Al Centro Della Terra“ mal antesten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.7.2018
Letzte Änderung: 2.7.2018
Wertung: 11/15

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