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Ümit

The Testament of Ümit

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: HardRock; New Artrock
Label: Melodic Revolution Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jochen Oberlack Gitarre, Gesang
Peter Kirschbaum Bass
Rudolf Kronenberger Keyboards
Peter Schürmann Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Revelation (Genesis 4:1-24) (LP-Version) 8.48
2. Into The Mirror Black (LP-Version) 4.30
3. Hog Dead 5.32
4. Cows (Simmental Breed) 11.31
5. The Deer (Psalm 42) (Revelation Reprise) 9.32
Gesamtlaufzeit39:53


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Glaubt man den Angaben auf der Facebook-Seite von Ümit!, handelt es sich dabei um ein vierköpfiges Trio (?), bestehend aus Jochen Oberlack (Gitarre, Gesang), Peter Kirschbaum (Bass), Rudolf Kronenberger (Keyboards) und Peter Schürmann (Schlagzeug). Man sei von jener Art des progressiven Rock der 70er sehr angetan, bei der die entspannten Stimmungen wichtiger sind, als handwerkliche Fähigkeiten.

Man hat bei der Beschreibung allerdings vergessen zu erwähnen, dass jemand bei Ümit! auch eine ausgeprägte Schwäche für Riff-lastigen Hardrock im Stil von Black Sabbath hat, so dass zum Beispiel die ersten 2-Track-EP’s von Ümit! je ein Stück in eben diesem Stil enthalten.

Bezüglich des Albums „The Spirit of Ümit“ von 2015 sahen einige Musikfreunde ihre Geduld durch die langen Gitarren-Jams auf die harte Probe gestellt. Und auf dem eben genannten Album fehlte überraschenderweise auch ein Hardrock-Stück im Geiste von Black Sabbath. Also bleibt bei einigen Musikfreunden der täuschende Eindruck hängen, Ümit! sei eine Truppe ausschließlich für die sanften Klänge.

Dieses Versäumnis wurde auf dem vorliegenden „The Testement of Ümit!“ gleich mindestens doppelt nachgeholt. Nicht nur gibt es mit „Into the Mirror Black (LP Version)“ und „Hog Dead“ zwei Hardrock-Nummern, nein, für einen Teil von „Hog Dead“ hat man gleich direkt einen Black Sabbath-Riff zitiert, bzw. „ausgeliehen“. „Into the Mirror Black“ taucht hier schon zum dritten Mal auf einem Ümit!-Album auf. Vorher war es auf den EP’s „The Wake of Ümit“ und „The Gospel of Ümit“ zu hören. Es erinnert wohl nicht nur an Black Sabbath, sondern auch an neuere intelligent rockende Formationen wie zum Beispiel Long Distance Calling.

So viel Hardrock bei einem Projekt, das sich vorrangig von Pink Floyd, Camel, Aphrodite’s Child, Popol Vuh und dergleichem inspiriert sieht, muss natürlich durch etwas sanftere Musik ausgeglichen werden. Deswegen gibt es vermutlich „Revelation (Genesis 4:1-24)", das durch den sakral-meditativen Anstrich und eine Narration vermutlich bei frühem Krautrock anknüpfen soll. Man möge mir bitte verzeihen, dass ich den gesamten gesprochenen Text in der englischen Sprache inhaltlich nicht verfolgen konnte. Die Geschichte beginnt auf jeden Fall mit Adam (welche Geschichte tut das nicht?) und es werden noch weitere Namen aus dem alten Testament genannt. Dazu gibt es bedächtige Rhythmen und lange Gitarrensolos. Die Rhythmen werden im Lauf des Stückes allerdings schneller und die Musik intensiver, fast als hätte man auf die Kritiken zu „The Spirit of Ümit!“ gehört. So bleibt von „Revelation (Genesis 4-1-24)“ ein Eindruck eines interessanten Experiments zurück, wie von einer Verschmelzung von Krautrock mit dem aktuelleren Artrock. „The Deer (Psalm 42) (Revelation Reprise)" kommt dann ohne die gesprochenen Geschichten wie aus dem Alten Testament aus. Dafür gibt es (mal wieder) lange Gitarrensolos, die diesmal temperamentvoller als bei Pink Floyd ausfallen.

Kompliment an die haptische Kreativität, die in die Verpackung der CD gesteckt wurde. Die CD ist nämlich in etwas untergebracht, was wie ein innen schwarz verkleidetes Stahl- oder Alu-Etui aussieht. Selten konnte eine CD derart behutsam und sicher aufbewahrt werden.

Die Anzeige des Computer-Laufwerks zeigt übrigens an, „The Testament of Ünit“ wäre eine EP. Hmm…dann müssten die weiter oben erwähnten „The Wake of Ümit“ und „The Gospel of Ümit“ dann doch Singles sein und eben keine EP‘s.

Vielleicht um die Kritiker von langen, mit stoischer Floyd-Ruhe dargebrachten Gitarren-Jams zu ärgern, aber ganz sicher um die eigene Identität zu wahren, präsentiert „Cows (Simmental Breed)“ die langen, mit stoischer Pink Floyd-Ruhe gespielten Gitarren-Solos. Dazu gibt es noch vergleichsweise kurze Synthesizer-Solos, die Rick Wright vermutlich erblassen lassen würden.

„The Testament of Ümit!“ präsentiert insgesamt eine solide Leistung im Bereich der intelligenten Rockmusik, die sich zwischen Hard-, Kraut- und Artrock bewegt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.7.2018
Letzte Änderung: 3.7.2018
Wertung: 9/15

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2015 The Spirit of Ümit 8.00 2

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