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car crash weather

Secondary Drowning

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Postrock; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dzhevret Sali drums
Marco Serraino guitar,vocals
Michael Haas bass
Michael Volkart guitar
Pius Sibler keys,vocals

Tracklist

Disc 1
1. AChE 7.10
2. Coriolis 6.26
3. Submerge 3.39
4. The End 5.07
5. Strife/Relief 8.24
6. Zodiac 5.15
7. The Fall 6.16
8. Secondary Drowning 11.15
Gesamtlaufzeit53:32


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Car crash weather (scheinbar alles mit voller Absicht kleingeschrieben) nennt sich ein seit 2011 bestehendes Quartett aus Zürich. Nach einer EP im April 2016 wurde mit „Secondary Drowning“ im März 2018 ein erstes Vollzeit-Album veröffentlicht.

Für dieses Konzeptalbum hat man sich ein sehr ernstes Thema der Migration ausgesucht. Genau genommen geht es hier um eine Person, die, nachdem sie ihre Heimat verlassen musste, mit den Problemen der sogenannten Integration in der für sie neuen Welt kämpfen muss. Das in dem Albumtitel genannte sekundäre Ertrinken bezieht sich auf die scheinbar unüberwindbaren Schwierigkeiten, sich in einer fremden Gesellschaft zurechtzufinden.

Es wird nur in drei von acht Stücken gesungen, aber diese wenigen Songtexte haben es in sich. Es wird darin ein psychischer Zustand der passiven Hoffnungslosigkeit beschrieben, der das stille Warten auf das Ende bedeutet. Deswegen ist es wohl gar nicht mal so schlecht – vor allem aus der Sicht der empfindsamen Gemüter unter den Musikfreunden – dass es auf dem Album außerdem noch fünf instrumentale Kompositionen gibt.

Die wenigen gesungenen Passagen des Albums können mich in ihrer episch ausgeprägten Melancholie schon mal an Marillion mit H. erinnern. Der Gesang fällt bei car crash weather im Vergleich zu Marillion allerdings ziemlich steif und unsicher aus. Solche Momente stellen aber die Ausnahmen in der stilistisch breiten Palette des Albums dar. Zu den weitaus häufigeren Klangbildern gehören hier melancholischer Postrock, der oft neben dem präzise ausgeführten, mit leicht unterkühlt wirkender Aggression aufwartenden Progmetal steht.

Möglicherweise konnte mir Folgendes nur unter dem Eindruck der Konzeptgeschichte in den Sinn kommen, aber das gesamte Album scheint voller unterdrückter Aggression und Frustration zu stecken, sei es in dem durch Progmetal, oder durch Postrock beeinflussten Teilen. Auf jeden Fall wissen die Musiker durch ihr handwerkliches Können selbst in den schwierigsten, fast schon an Mathrock grenzenden Einfällen zu überzeugen. Die transparente Abmischung macht es sogar möglich, dass der Bassgitarrist seine Fähigkeiten ohne Einschränkungen präsentieren kann. Wie es sich für die durch Postrock inspirierten Momente gehört, kommen gelegentlich auch Streicher- und Cello-Klänge zum Einsatz, die in diesem Fall vermutlich über ein Tasteninstrument abgerufen werden.

Man könnte dem Gebotenen zum Beispiel die Bezeichnung Alternative Prog mit Progmetal-Einschüben verpassen. Es wird aber auf jeden Fall eine progressive Rockmusik geboten, die in Verbindung mit der Konzeptgeschichte ein interessantes Gesamtkunstwerk ergibt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.7.2018
Letzte Änderung: 4.7.2018
Wertung: 10/15

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