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Teru's Symphonia

Symphonia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Nexus
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Terutsugu Hirayama Guitars, Voice, Synthesizers
Ryuji Sasai Bass
Ryuichi Nishida Drums
Fumiaki Ogawa Organ, Piano, Synthesizer
Kaori Shimomachi Voice
Etsuko Kuroda Voice
Kazuhiro Miyatake Flute

Tracklist

Disc 1
1. On the 13th, Friday 5:32
2. Love songs 3:28
3. In the town of loneliness 5:19
4. A travel to dream agency 3:48
5. Symphonia I 10:26
6. Innocence 7:36
Gesamtlaufzeit36:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Jahre 1985 erschien mit "Symphonia" das erste Album von Teru’s Symphonia. Kopf der Formation und ihr Namensgeber war Terutsugu Hirayama, damals noch der hauptamtliche Gitarrist des JapProg-Urgesteins Novela. Offenbar fuhr dieser in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts zweigleisig, waren Novela doch noch bis zur Mitte des Jahrzehnts aktiv.

Man könnte eigentlich auch Hirayamas 1983 erschienenes Soloalbum "Castle Of Noi" als das Band-Debüt ansehen, sind dort doch die Besetzungsangaben mit Terutsugu Hirayama & Teru's Symphonia überschrieben, und auch fast dieselben Musiker aktiv. Das hier rezensierte "Symphonia" ist aber wohl das erste Album, auf dem der Name Teru’s Symphonia vorne auf dem Cover zu lesen ist.

"Castle Of Noi" ist auch schon einmal ein ganz guter Vergleichspunkt, sind doch beide Alben sehr ähnlich aufgebaut, gleich lang (kurz), und bieten mehr oder weniger die gleiche Art von Musik. Ein typisch japanischer 80er-Symphoprog ist auf "Symphonia" zu finden (passend zu Album- und Bandnamen), von den Tasten dominiert, angereichert mit diversen Gitrreneinlagen, und versehen mit eher expressivem, japanisch-theatralischem Gesang, der bisweilen ein wenig in Richtung eines hymnischen Neoprogs schielt. Auch die Schlümpfe haben kurz wieder einen Auftritt. "Castle Of Noi" klang vielleicht eine Spur deutlicher nach klassischem Prog, mehr nach den 70ern, merkt man der Musik nun doch an, dass sie in den 80ern entstanden ist. Doch bewegt sich "Symphonia" in durchaus ähnlichen Klanggefilden, klingt das Schlagzeug noch nach einem Schlagzeug, und kommen durchaus volle und voluminöse Tastensounds zum Einsatz.

Es wird allerdings mehr Gesungen auf "Symphonia", zumindest in den kürzeren Nummern, die bisweilen in etwas pop-lastigere Gefilde geraten, dabei aber erstaunlich komplex und vertrackt geraten sind, wie z.B. das jazzig verunreinigte, mit viel Flöte versehene "In the town of loneliness" zeigt. "Love songs" verströmt dagegen eine seltsame folkig-gälische Atmosphäre, die man kaum mit einer Produktion aus Japan in Verbindung bringen würde.

Am besten ist das Album aber in seiner zweiten Hälfte (wie auch "Castle Of Noi"). Das lange Titelstück bietet einen gut 10-minütigen Tastenexkurs, ein leicht nach den 80ern klingendes Konglomerat an verspielt Melodien (mit Bo-Hanson-Charme), hymnischen Schüben, bombastischen Ausbrüchen und symphonischen Aufwallungen, das ein wenig an den neoromantischen Pseudoklassik-Prog von The Enid erinnert. "Innosence" bringt dann das Album getragen proggend, versehen mit erstaunlich einfühlsamem Gesang und luftigem Geflöte, zu Ende.

"Symphonia" ist ein ganz nettes Album mit gelungenem 80er-Nippon-Prog, welches Liebhaber des Genres nicht verpassen sollten. Auch Freunde des klassischen Progs der 70er werden hier wohl noch brauchbare Klangnahrung vorfinden, so sie denn keine Aversionen gegen etwas kitschig-theatralische Gesangseinlagen und ein gewisses überladenes, hymnisch-bombastisches Flair haben. Alles in allem sind Teru’s Symphonia hier aber noch vergleichsweise bedächtig zu Gange.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2018
Letzte Änderung: 8.7.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Teru's Symphonia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Egg the Universe 11.00 1
1993 Clockworked Earth 8.00 2
1997 Do androids dream of electric camel? 10.33 3
1999 The Gate 10.00 2

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