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3RDegree

Ones & Zeros : Volume 0

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: RetroProg; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

George Dobbs vocals,keyboards,percussion,violin
Robert James Pashman bass guitar,keyboards,backing vocals
Patrick Kliesch guitars,keyboards,backing vocals
Robert Durham drums,percussion
Eric Pseja electric guitar,E-Bow,backing vocals
Bryan Zeisler electric guitar,backing vocals

Gastmusiker

Aaron Nobel Drums on Local Conclusion & drum arrangement ideas on The Future
Sheuh-Li Ong theremin on Olympia
Moorea Dickason co-lead vocals on 5
Jay Friedman additional violin
Ava Penelope Pashman spoken voice on 6

Tracklist

Disc 1
1. Re1install_Overture 3.56
2. Connecting 4.53
3. Olympia 5.15
4. The Future doesn't need you 5.49
5. Unintended Consequence 3.34
6. Perfect Babies 4.42
7. Logical Conclusion 6.40
8. Click Away!

1. positive feedback loop (one click away)
2. click farm
3. ONLY LISTEN TO THIS SECTION IF YOU TRULY WANT WEALTH

15.27
9. Ones & Zeros 7.07
Gesamtlaufzeit57:23


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Wenn im Zusammenhang mit 3RDegree die Namen der (etwas) bekannteren US-Prog-Kollegen wie Spock’s Beard, Echolyn und IZZ als Vergleich genannt werden, dann ist es schon mal als stilistischer Hinweis nicht verkehrt. Ich konnte in der Musik von 3RDegree auch die Spuren von The Beatles aus ihrer reiferen Zeit ausmachen, nicht zuletzt auch in dem fünfzehnminütigen „Click Away!“. Ein kleiner Hinweis könnte auch in der Form der leider sehr knapp ausgefallenen Beteiligung der MoeTar-Sängerin Frau Dickason versteckt sein. Zumal Moetar eher verspielt, als mainstreamig agierten. Das wäre vielleicht die eigene Note, die 3RDegree von den anderen US-Prog-Kollegen unterscheidet.

„Ones & Zeros: Volume 0“ ist die Fortsetzung, oder ein Schwesteralbum von „Ones & Zeros: Volume 1“ aus dem Jahr 2015. Textlich beschäftigt sich „Ones & Zeros: Volume 0“ mit den Herausforderungen, Möglichkeiten und Gefahren, die mit dem digitalen Zeitalter einhergehen. Die Titelgebung ist ein gutes Beispiel für den Humor, den man auch in den Songtexten entdeckt. Im digitalen Zeitalter darf auf Volume 1 natürlich Volume 0 folgen. Oder auch umgekehrt.

Schon in dem eröffnenden „Re1nstall_Overture“, das gesanglos an die Themen des Vorgängeralbums erinnert, wird deutlich gemacht, dass hier eine lebhafte und farbenfrohe Variante des US-Prog zu erwarten ist, bei der der Sinn für das Melodische keineswegs mit Banalitäten verwechselt wird. Mit anderen Worten: die von den Gesangsmelodien weitgehend getragenen Stücke erscheinen eher verwinkelt, statt etwa mit der Radiotauglichkeit zu flirten. Ganz gut lässt sich das am Beispiel von „Connected“ erkennen, wo die Gesangsmelodien perfekt von den Beiträgen der elektrischen Gitarre und des Synthesizers umspielt und unterstützt werden.

Das Zusammenwirken der sich wie die kleinen Bausteine gegenseitig ergänzenden instrumentalen und gesanglichen Beiträge macht für mich die Kompositionen und die Arrangements von 3RDegree zu einem Hörvergnügen. Die Abfolge von den lyrisch-balladesken Passagen und den mehrstimmig gesungenen Teilen in „The Future Doesn’t Need You“ würde bei mancher anderen Band vielleicht als eine billige Ausgabe von Eagles enden, 3RDegree scheinen dagegen die Fähigkeit zu besitzen, jeden erkennbaren Einfluss musikalisch zu veredeln und ihn sich zu Eigen zu machen.

Manchmal bekommen die Arrangements auch einen leicht elektronischen Anstrich, sobald der Gesang vorwiegend von einem dezenten elektronischen Rhythmus und den sphärischen Tasteninstrumenten begleitet wird. Laut den Mythen (oder den Wahrheiten), die über die in der USA-Öffentlichkeit herrschende Prüderie kursieren, dürfte das recht freizügige Cover-Artwork des vorliegenden Albums gar nicht erst erschienen, oder zumindest ein Detail darauf müsste längst überklebt worden sein. Aber vielleicht ist das CD-Format zu klein, um genau hinzuschauen, oder haben sie die Verantwortlichen in den USA inzwischen sogar ein wenig entspannt.

Ich bin seit einigen Tagen von mir selbst überrascht, dass etwas unter US-Prog Laufendes mir derart vorbehaltlos zusagt. Vielleicht macht der sonnige Sommer so etwas möglich? Oder ist die Wirkung des Albums so positiv, weil 3RDegree immer wieder eine kleine nette Portion von Retroprog einstreuen, um diese dann charmant mit West Coast Rock zu vermischen?

Woran das auch immer liegen mag, hoffentlich kann man diesen Eindruck wie folgt zusammenfassen: 3RDegree machen den US-Prog so, wie er eigentlich immer gemacht werden sollte und stehen damit den ganz oben genannten Vorbildern in Nichts nach.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.7.2018
Letzte Änderung: 9.7.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von 3RDegree

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Human Interest Story 4.00 1
2008 Narrow-Caster 8.50 2
2010 Live At Progday 2009 (DVD) 9.00 1
2012 The Long Division 11.00 1
2015 Ones & Zeros : Volume 1 10.00 1

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