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Mystery

Lies and Butterflies

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Unicorn Digital
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jean Pageau lead vocals, flute, keyboards
Michel St. Pere guitars, keyboards
Sylvain Moineau guitars, keyboards
Antoine Michaud keyboards
Francois Fournier bass, keyboards
Jean- Sebastien Goyette drums

Tracklist

Disc 1
1. Looking For Something Else 16:54
2. Come To Me 5:17
3. How Do You Feel? 4:53
4. Something To Believe In 7:34
5. Dare To Dream 6:54
6. Where Dreams Come Alive 7:26
7. Chrysalis 15:08
Gesamtlaufzeit64:06


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Während Mystery auf der 13. Night of the Prog auftreten, schreibe ich diese Zeilen. Der Veröffentlichungstermin (14.Juli 2018) des Nachfolgers von „Delusion Rain“, „Lies and Butterflies“ ist also kein Zufall, sondern bare Absicht. Als sollte es eine Anspielung darauf sein, beginnt das Album auch wie eine Live Show, um dann den Studio-Appeal hervortreten zu lassen. Werden sich die Kanadier „auf dem Felsen“ an Isildur´s Bane, Big Big Train und Arena vorbeispielen können?

Das Cover von Julie de Waroquier, in bewährter Weise an der Grenze zwischen Fotomontage und fotorealistischer Zeichnung angesiedelt, bezieht sich wohl auf den Albumtitel und zeigt eine Frau, die über einen Zebrastreifen geht, während ihr Zeitungsbögen um die Ohren fliegen. Diese sind aufgefaltet wie Schmetterlingsflügel und versinnbildlichen die Lügen, um die es geht.

Ein „Album voller Emotionen und Gefühl“ - der Pressetext verspricht nicht zu viel. Im Zentrum stehen die beiden Longtracks, die der bekannten symphonischen Dramatik frönen; das gegenwärtige Lineup scheint mit dem neuen Keyboarder Antoine Michaud seine Balance gefunden zu haben. Der Einstieg, Looking For Something Else (kraftvolles Arrangement, Breitwandsound im CinemaScopeformat, Drumkanonaden, 7/8-Takte) lässt es dann gleich krachen, wo dem Vorgänger „Delusion Rain“ mit lieblichen Melodien und z.T. weinerlichem Gesang in Softrock-Epen wie If you See Her oder A Song For You der Schneid abging. 16 Minuten Höhenflug! Aber leider, leider. Sie ziehen es nicht durch, schon How Do You Feel? ist eine dieser netten 4/4 Balladen mit Schönsingerei, ein Fall für hundertfach aufleuchtende Feuerzeuge beim Live-Gig. Dare To Dream schlägt nach wunderbaren Yamaha CP 70-Akkorden (Verdamp lang her!) in die gleiche Kerbe, das muss man dann aushalten können. Na, es ist jetzt nicht so schlimm wie zu Benoit Davids Zeiten. Und es gibt ja auch Leute, die das großartig finden. Immerhin weiß St. Pere jeweils mit geschmackvollen bzw. impulsiv rockenden Soli in die Gesangslücken hineinzustoßen. Sänger Jean Pageau lässt einerseits Assoziationen zu Journey´s Steve Perry aufkommen, andererseits macht er „sein Ding“.

Der Rest ist das, was man schon kennt, was man erwartet, was man mag oder wovon man sich distanzieren möchte. Zu erwähnen wären noch der Slap-Bass im äußerst melodischen Where Dreams Come Alive, Dramaturgie und langsame Steigerung des Pathos in Chrysalis, dem Schmetterlingssong. St Peres Gitarren agieren im Vordergrund vor dichtgestaffelten Keyboardebenen, dosierte Härte durchzieht die Euphonie, wenn sie zu euphonisch zu werden droht. Aber die besondere Nachhaltigkeit fehlt, was Siggy meinte, als er feststellte, es „mangele an Meisterwerk-Qualitäten“. Die ebenfalls beschriebene „Pink-Floyd-Inspiration“ ist auch hier vor allem in den instrumental geprägten Mittelteilen vernehmlich. Jemand anderes schrieb zu „Beneath the Veil of Winter´s Face“ von „schönen Melodien und symphonischen Wohlklang mit dem nötigen Maß an Rock und Abwechslung.“ Das trifft auch auf die Schmetterlinge zu, besser kann man es nicht ausdrücken.

„Lies and Butterflies“ ist prima zum Hören während der Fahrt auf der A2 von Hannover nach Braunschweig (Lauflänge entspricht etwa der Fahrzeit bei gemäßigtem Tempo) oder bei einem bunten Abend mit Freunden. Wer nicht weiß was er in Braunschweig soll (Braunschweig ist zwar nur halb so groß wie der Zentralfriedhof von Chicago, aber doppelt so tot) oder als autocrat autistic progger (AAP) keine Freunde sein Eigen nennt, wird genügend Alternativen finden. Hier, auf den BBS!

Anspieltipp(s): Looking For Something Else, Chrysalis, Where Dreams Come Alive
Vergleichbar mit: Arena-Double Vision
Veröffentlicht am: 16.7.2018
Letzte Änderung: 16.7.2018
Wertung: 10/15
Empfohlen für Fans von Saga, Kansas, Journey, Rush oder Melodic Rock generell

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1998 Destiny? 11.00 2
2000 At The Dawn Of A New Millennium 9.00 2
2007 Beneath the Veil of Winter's Face 9.67 3
2010 One among the Living 11.00 1
2012 The World is a Game 10.50 2
2014 Tales From The Netherlands - 1
2015 Delusion Rain 9.00 1
2017 Second Home - Live at the ProgDreams V (DVD) 10.00 1

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