SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.10.2018
Haken - The Mountain
17.10.2018
Circle - Katapult
Trigon - 30 Jahre Traumzeit
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
ARCHIV
STATISTIK
24971 Rezensionen zu 17122 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Koenjihyakkei

DHORIMVISKHA

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Folk; Funk; Jazz; Jazzrock / Fusion; Latin; RIO / Avant; Zeuhl
Label: Magaibutsu
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Sakamoto Kengo* Bass, Vocals
Yoshida Tatsuya* Drums, Vocals
Koganemaru Kei* Guitar, Vocals
Yabuki Taku* Keyboards
Komori Keiko* Saxophone, Clarinet
Ah Vocals

Tracklist

Disc 1
1. VREZTEMTRAIV 10:18
2. LEVHORM 9:11
3. ZJINDHAIQ 7:31
4. PHLESSTTIGHAS 6:21
5. DJEBELAKI ZOMN 9:49
6. PALBETH TISSILAQ 6:08
7. DHORIMVISKHA 11:47
Gesamtlaufzeit61:05


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Noch ein legendäres Konzert. Koenji Hyakkei in Würzburg, 2009. Auf der Bühne: Ein Aggresso-Bassist, der auf seinem Instrument krank herumpfurzte, winzige Japanerinnen in Schuluniformen, die herumschrien und Yoshida Tatsuya. Ausgerastet sind die Leute! Idiot Dancing, durchgeschwitzte Ameisen, nach dem Konzert Kotaus allenthalben. Nie vergessen werd' ich das.

Nun erscheint, geschlagene 13 Jahre nach "Angherr Shisspa", ein neues Studioalbum der japanischen Avant-Zeuhl-Legenden. Ein kleines Ereignis - äh - für Freunde japanischen Avant-Zeuhls.

Ach, und was soll ich sagen. Lassen wir sie einfach für sich selbst sprechen:

Romendosch Pallaizai Woendhas Kairevrass
Romendosch Pallaizai Woendhas Kairevrass
Zostey Greydon Wey Rendon
Zostey Greydon Wey Rendon
Gliezass Freado Medhio Phlessttighass
Veedem Quidhas Twlliees Immidavally
Passtticks Sem Dellschteim Rimiddo

Das ist der Text von "PHLESSTTIGHAS". Und hey, was soll ich Euch sagen, das ganze Album klingt genau so. "DHORIMVISKHA" ist genau die Scheibe, das wir von Koenji Hyakkei haben wollten. Es ist sogar noch abwechslungsreicher, stilistisch noch breiter aufgestellt. Das bedeutet zwar, dass es weniger dicht, weniger krass, weniger irre ist, es bedeutet aber auch, dass wir der Band beim Jazzen und beim Funken zuhören können - es gibt sogar Einflüsse von Japan-Folk, gemischt mit Karibischem -, und wir zudem erfahren, wie es klingt, wenn Koenji Hyakkei mal - ich wage es kaum, es zu tippen - mal was Ruhiges machen...

Hey, keine Angst. Für ein paar Sekunden nur. Es ist Koenji Hyakkei. Es erklingen immer noch sämtliche denkbaren Stile, nur nicht mehr ununterbrochen gleichzeitig. Auf's Ganze gesehen ist "DHORIMVISKHA" selbstverständlich wieder hyperaktiv, frenetisch, nervös, dissonant, krummgetaktet und irre. Aber eben auch irre kompetent. Yoshida Tatsuya trommelt wieder Rhythmus und Melodie gleichzeitig, Bass und Gitarre setzen ihre Staccatoriffs klar und präzise, Keiko Komori steuert ein ganz wunderbares Saxophon und eine ebensolche Klarinette bei - bisweilen sogar gleichzeitig -, und die Sänger croonen, deklamieren, schreien und jubilieren operatisch. Koenji Hyakkei machen alles, sie haben jetzt sogar Schönes im Programm. "PALBETH TISSILAQ" ist teilweise schön.

Herrlich! Herrlich! "DHORIMVISKHA" ist ein ganz herrliches Album, wie es sie nicht viele gibt. Eins meiner Highlights dieses Jahr. Japanischer Avant-Zeuhl vom feinsten, angewürzt mit allem Möglichem, auf höchstem Niveau, zum Ausrasten. So muss das sein!

Orbi Yambah Serdiss Fhaim Friyagabilli Dhorimviskha
Orbi Yambah Serdiss Fhaim Friyagabilli Dhorimviskha
Kohrrdin Katzeel Torrvallas Bidhinvah
Forbilli guirpam Solbahmi Ristarr

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.7.2018
Letzte Änderung: 20.7.2018
Wertung: 13/15
Forbilli guirpam Solbahmi Ristarr

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das Jahr 2018 brachte den Massen, die nach japanischem Zeuhl gieren, zwei besondere Leckerbissen: zum einen das Debüt von Ryorchestra, zum anderen nach über einem Jahrzehnt ein neues Album der Altmeister Koenjihyakkei. Die kreativen Köpfe beider Bands, Ryoko Ono (Ryorchestra) und Tatsuya Yoshida (Koenjihyakkei), bilden übrigens auch das Duo Sax Ruins.

Nun gibt es also nach über einem Jahrzehnt ein neues Album von Koenjihyakkei. Das habe ich mir natürlich ungehört bestellt, denn anders als bei manch anderen Altmeistern progressiver Rockmusik besteht bei den Mannen um Tatsuya Yoshida kaum die Gefahr, dass sie in seichte Gewässer abdriften. Was nicht heißt, dass es einfach nur „more of the same“ gibt; klar, die Musik ist eindeutig Zeuhl japanischer Spielart, also ziemlich diurchgeknallt. Aber nicht nur, dass Koenjihyakkei nicht mehr ganz so wirr und wüst agieren wie nur vor zwei Jahrzehnten; mit Palbeth Tissilaq gibt es sogar einen fast durchweg ruhigen Song. Wobei die Musik ansonsten immer noch fast durchweg wild und wüst ist, keine Bange. Dazu integriert die Band nun auch andere Einflüsse, so hört man öfters funkige Einschübe, und auf Stücken wie Levhorm hat Sängerin Ah (der Name passt perfekt zu ihr) ganz offensichtlich den Soul entdeckt und erweist sich dabei als kräftige Soul-Röhre.

Aber Moment mal: Soul, Funk? Hatten nicht auch Magma mit diesen Stilarten geflirtet? Mit eher durchwachsenen Ergebnissen wie auf Attahk und Merci? Stimmt. Aber keine Bange, Koenjihyakkei machen das wesentlich besser, nämlich ohne Disco-Anleihen, dafür stets konsequent in avantgardistischen Gefilden verwurzelt. Von daher: eine starke Rückkehr! Ob die auch mal im ZDF Morgenmagazin auftreten?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.9.2018
Letzte Änderung: 30.9.2018
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Koenjihyakkei

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Hundred Sights of Koenji 10.00 3
1997 II 13.00 2
2001 Nivraym 12.00 2
2003 Live at Star Pine's Cafe (DVD) 12.00 1
2005 Angherr Shisspa 12.00 3
2006 Live at Doors (DVD) 11.00 1
2008 070531. Live at Starpine's Cafe 13.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum