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Robert Cohen-Solal

Les Shadoks

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (Aufnahmen von 1968-73)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; Psychedelic
Label: WRWTFWW Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert Cohen-Solal Violin, Electronics, Tapes, Composition

Gastmusiker

Jean Cohen-Solal Flutes, Bass, Voice
Michel Bontoux Clarinette
William Sthael Cello
Daniel Ferrero Guitar
Rachid Ouari Drums
Sylvain Gaudelette Keyboards, Piano

Tracklist

Disc 1
1. Introduction 0:08
2. C'était il y a très très très longtemps 2:12
3. Cosmogol 999 carburant de la fusee Gibi 1:13
4. Au fond du cosmos 4:12
5. La ancient voyage dans l'espace 2:54
6. Les humeurs géophysiques de la planète Shadok 1:35
7. Le devin plombier soigne un Shadok malade 0:48
8. La machine a pomper dite Cosmophone 3:02
9. Le professeur Shadoko parle de son invention 1:26
10. Shadok en bicyclette dans une route et sur et sous et dans les escaliers 1:36
11. Theme Gibi classique 0:54
12. Air Gibi hot 2:11
13. Air Gibi seriel 1:31
14. Menuet variation 2:09
15. Depart solennel de la Shadokaravelle 0:22
16. Serenade a Gegene 1:38
17. Faux depart 0:25
18. Fete Gibi et errance des Shakos dans l'espace 2:17
19. Fuite dans l'espace 1:39
20. La plante a poissons 1:38
21. Guerre musicale 3:37
22. Ambiance nouilles 1:43
23. Difficile de cuisiner dans l'espace 2:12
24. Arivee des Shadoks sur terre 6:16
25. Fuite des Shadoks 6:04
Gesamtlaufzeit53:42


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Les Shadoks nannte sich eine Französische Zeichentrickserie, bestehend aus rund 200 2-3-minütigen Folgen, die in den Jahren 1968-73 vom ORTF produziert und ausgestrahlt wurde. Auch in Deutschland waren die Abenteuer der vogelähnlichen Außerirdischen in Fernsehen zu sehen, zuerst im Abendprogramm der Regionalprogramme der ARD, später, zu 12-minütigen Folgen zusammengeschnitten auch im Kinderprogramm. Obwohl ich in der ersten Hälfte der 70er Jahre durchaus dieses ausgiebig konsumiert habe (das diesbezügliche Angebot war damals ja noch sehr überschaubar), kann ich mich nicht wirklich an die Serie erinnern. Auch die im Weltweiten Netz zu findenden Shadoks-Filmchen wecken keine Erinnerungen.

Die Musik zu Serie komponierte Robert Cohen-Solal, Bruder von Jean (siehe "Flutes Libres" und "Captain Tarthopon"), und ausgebildeter Komponist, der Ende der 60er gerade sein Studium bei der Groupe de recherches musicales in Paris beendet hatte. Ein recht eigens Gemenge an Elektronischem und Instrumentalem bildet die Hintergrundmusik zur Serie, in der dieselbe eher kurz, als Effekt und Hintergrundwabern zum Einsatz kommt. Schon im Jahre 1969 wurde ein Teil der Musik auf LP veröffentlicht (unter dem Titel "Claude Piéplu Raconte... Les Shadoks"). Vermutlich handelte es sich dabei aber eher um eine Hörspielplatte. 2018, zum 50-Jährigen Jubiläum der Serie, hat das kleine Label WRWTFWW aus Genf eine Album mit Cohen-Solals Musik aus der Serie veröffentlicht (bzw. mit Musik, die dann fragmentiert in der Serie auftaucht).

Eine ausgesprochen kurzweilige Angelegenheit ist "Les Shadoks". Zwischen klassischer Elektronik, freien Klangbasteleien, Musique concrète, Sprachfetzen-Kollagen, folkig-bizarren Instrumentalnummern, Kaffeehausjazz, freien Streicherexkursen, Kirmesgeorgel und psychedelisch-krautigem Gerocke pendelt die Musik hin und her, bzw. stellet ein Gemenge aus solchen Ingredienzien dar, wobei Elektronisches den Großteil der Klänge ausmacht. Durch die Zweckbestimmung der Musik sind hier vorwiegend Minituren, bzw. musikalische Fragmente zu finden, seltsame Klangideen und Soundcotails. Erst gegen Ende des Albums werden die Stücke länger. Die beiden abschließenden Nummern sind ausgedehntere psychedelisch-wirre Jams, sperrige Gemenge aus allerlei elektronischem Zischen, Wabern und Fiepen, jazzigem Geklimper, wildem Geflöte und deftigem Psychrock der späten 60er.

"Les Shadoks" bietet somit eine recht eigene Suite (viele Nummern gehen ineinander über) aus seltsamen, progressiven, elektronisch-akustischen Tonkunststückchen, welches Freunden krautig-elektronischer Seltsamkeiten (Franzosen mögen auch Sauerkraut) sehr zusagen sollte. Kultig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2018
Letzte Änderung: 22.9.2018
Wertung: 11/15

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