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Subvert Blaze

The Complete Best Of Subvert Blaze

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015 (Aufnahmen von 1990-92)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Psychedelic; sonstiges
Label: Alchemy Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Yoshihiro Kakinoki Guitars, Vocals
Hiroaki Fujiwara Bass, Violin, Mandolin
Okano Futoshi Drums, Percussion, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Butterfly 5:51
2. Innocent 6:51
3. Love Slaves 5:59
4. Wicked World 9:26
5. Summertime Blues 3:57
6. Crisis 7:23
7. Date of "RW" 7:15
8. Karma 9:17
9. Elegy (of Turkey City) 11:54
10. Crisis (live) 8:51
Gesamtlaufzeit76:44
Disc 2
1. Green Peace 8:31
2. Fool 4:02
3. 5:31
4. Ezy Rider 4:13
5. Wild Goose Chase 5:15
6. Crisis part II (Lullaby) 7:58
7. Butterfly (alt. version) 6:17
8. Innocent (alt. version) 7:13
9. Karma (live) 12:38
10. Free Peace (live) 7:08
11. Butterfly (live) 6:16
Gesamtlaufzeit75:02


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Subvert Blaze kamen aus Osaka, und waren Yoshihiro Kakinoki (Gitarre, Gesang), Hiroaki Fujiwara (Bass, Violine, Mandoline) und Okano Futoshi (Schlagzeug). Das Trio fand 1987 zusammen, veröffentlichte zwei Alben auf Jojo Hiroshiges Noise-Label Alchemy Records - "Subvert Art" (1990) und "Subvert Art II" (1992) -, und löste sich 1993 wieder auf. Alle drei Musiker waren danach aber weiter im Japanischen Rockuntergrund tätig. Insbesondere Okano ist daher auf den Bayblauen Seiten schon mehrfach vertreten, trommelt(e) er doch z.B. für den Acid Mothers Temple, Ghost, Andromelos, Cosmic Invention, Hijokaidan und The Silence.

Die beiden Originalalben der Japaner sind eigentlich noch ganz gut im Gebrauchthandel auffindbar. Trotzdem hat man 2004 mit "Subvert Art Complete Works" eine Doppel-CD veröffentlicht, die die beiden Studioalben der Band und allerlei Bonusmaterial beinhaltet. Nicht genug, 2015 legten Alchemy mit "The Complete Best Of Subvert Blaze" eine weitere 2xCD nach. Die bietet alle auf dem anderen Zweifachalbum zu findende Stücke, erweitert um einige klanglich sehr gute Livenummern, und damit nicht etwa eine der üblichen Best-of-Sammlung, sondern eine umfangreiche Werkschau mit der weitestgehend kompletten klanglichen Hinterlassenschaft der Band.

Subvert Blaze war ein Gitarren-Bass-Schlagzeug-Trio, das sich recht deftig und heftig in neo-psychedelischen, hart-rockenden, jazzig-jammenden, bluesig-dröhnenden und bisweilen auch komplex-proggenden Gefilden aufgehalten hat. Bluesig-rockende Trios mit identischer Besetzung aus den 70ern waren das offenhörliche Vorbild (z.B. Hendrix, Cream, Blue Cheer), vielleicht auch Rush aus den 70ern, ergänzt um allerlei psychedelisch-punkige Freak-Outs, Retro-HardRockiges, und wüste Klangexzesse, aber auch einige jazzige Einlagen. Wie oft bei japanischen Bands die sich Punkigem und Psychedelischen gewidmet haben, ist man dabei um einiges derber, heftiger und exaltierter tätig als die Vorbilder, und versieht die Musik mit einer sehr eigenen, krautig-experimentellen Komponente. Hier geht es daher meist ziemlich zur Sache, insbesondere in den Livenummern.

Aber, es wird nicht einfach nur deftig gebrezelt und schräg gelärmt. Alle Beteiligten haben einiges auf dem Kasten, und fast jede Nummer entwickelt sich nach einiger Zeit zu einem durchaus komplexen und virtuos vorgetragenen Gemenge. Vor allem Schlagzeuger Futoshi ist ein ziemliches Tier, trommelt sich die Seele aus dem Leib, und sorgt für ausgesprochene rhythmische Vielseitigkeit und Komplexität.

Yoshihiro Kakinoki "Gesang" (er kotzt eher als er singt – und mit dem L hat er auch so seine Probleme, man höre "ButterfRy") passt da perfekt dazu, was natürlich auch für sein heftig verzerrtes Gitarrenspiel gilt. Bassist Fujiwara ist nicht nur für flinke Läufe und sonores Dröhnen zuständig, sondern bedient bisweilen auch Violine und Mandoline. Wenn letztere erklingt, wird es dann folkig (man höre z.B. "Fool"), während die Violineneinlagen für ein in all dem Krach seltsames, getragenes slawisch-asiatisches Element (man höre "Crisis") sorgen.

Erwähnenswert wären noch das ziemlich durchgeknallte Black-Sabbath-Cover ("Wicked World" – wie das Original stellenweise sehr jazzig), eine kaputte Version des "Sommertime Blues", das entspannt-postrockig wogende "Date of ’RW’", und natürlich die längste Studionummer der Sammlung, das hallende und schallende "Elegy (of Turkey City)", die sich zu einem ausgesprochen wüsten Psych-Jam entwickelt.

Eigentlich mag ich Gitarren-Bass-Schlagzeug-Trios im Bereich Psych-Krach bzw. Stoner Rock nicht so furchtbar, da es da ob der kompositorischen Gleichartigkeit der einzelnen Nummern oft schnell langweilig wird. Subvert Blaze machen aber richtig Spaß, da die Band neben dem Die-Sau-Rauslassen die Musik, Komplexität und Abwechslung nicht vergisst.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.8.2018
Letzte Änderung: 10.8.2018
Wertung: 12/15

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