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Mkwaju Ensemble

KI-Motion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981 (CD-Reissue 2018, WRWTFWW Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Better Days
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Midori Takada Percussion, Marimba, Vibraphone, Voice, Sounds
Yoji Sadanari Percussion, Marimba, Vibraphone, Sounds
Shuichi Chino Synthesizers, Electronics
Shuichi "Ponta" Murakami Drums

Tracklist

Disc 1
1. Wood Dance 7:25
2. Maximum α 7:18
3. KI-Motion 6:32
4. Angwora Steps 6:41
5. Hot Air 8:18
6. Zindo Zindo 6:16
Gesamtlaufzeit42:30


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Allzu viele biographische Informationen sind zum Mkwaju Ensemble im Weltweiten Netz nicht zu finden. Die Formation entstand wohl Ende der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Tokio um die Perkussionistin Midori Takada. Man war meist das Trio aus Takada, Yoji Sadanari und Junko Arase, bisweilen ergänzt um weitere Mitspieler. Anfang der 80er Jahre veröffentlichte die Formation mit "KI-Motion" und "Mkwaju" (beide 1981) zwei Alben, ehe man wieder getrennter Wege. Takada legte 1983 noch ihr erstes und lange Zeit einziges Soloalbum "Through The Looking Glass" vor, konzentrierte sich dann aber ganz auf ihre Karriere als Orchesterperkussionistin.

Nachdem We Release Whatever The Fuck We Want (WRWTFWW) Records aus Genf 2017 das eben erwähnte Soloalbum Takadas wieder veröffentlicht hatten, legt man nun (Sommer 2018) den Erstling des Mkwaju Ensembles nach. Eine willkommene Neuauflage, da originale LPs der Gruppe heutzutage ausgesprochen selten, und vorherige CD-Reissues aus Japan reichlich teuer sind.

Progressive Rockmusik gibt es auf "KI-Motion" eigentlich nicht zu hören. Allerdings rockt das Ganze bisweilen ziemlich, und progressiv ist die Musik auch (und das gilt wohl auch noch fast 40 Jahre nach dem Erscheinen des Albums). Perkussion stehen natürlich im Zentrum der Musik, Marimba und Vibraphon sehr prominent, dazu Schlagzeug, Glockenartiges, Metallisch-Klapperndes, weitere Trommeln und Gongs (ab und zu auch textlose Gesangseinlagen, Klatschen, Flötenartiges und Geräusche vom Tonband). Eingebettet sind deren klangliche, bisweilen effektverfremdete und mit Hall versehene Erzeugnisse in vielschichtige, wenn auch eher zurückhaltend eingesetzte elektronische Füllklänge, Soundwolken und Tonschichten, so dass in jedem Stück ein recht eigenes, und jedes Mal anders geartetes homogenes perkussiv-elektronisches Gemenge entsteht.

Luftig-gleitend bis hektisch-dynamisch arbeitet sich die Musik voran, mal ambientartig schwebende (wie z.B. in "Hot Air"), mal bewegter wuselnd, fast rockend (man höre "Angwora Steps", das vielleicht auf einem King-Crimson-Album aus den frühen 80ern nicht negativ aufgefallen wäre, oder das einleitende "Wood Dance"). Minimalistisch, repetitiv und hypnotisch, immer versehen mit eine starken weltmusikalischen Komponente, gleitet bis hüpft diese Musik durch die Gehörgänge. Einerseits gemahnt das Ganze an afrikanische Perkussion-Ekstasen, andererseits an asiatisch-schintoistische Rituale, versehen aber immer mit einer sehr modernen, elektronischen und jazzig-intellektuellen Note.

"KI-Motion" ist ein sehr unterhaltsames Album mit einer eigenen Mischung aus Perkussivem und Elektronik (Weserbergland mit Afrika-Asisa-Perkussion), die sich einer eindeutigen stilistischen Einordnung weitestgehend entzieht. Wem Takadas Soloalbum gefallen hat, der sollte auch hiermit seinen Spass haben, wobei "Through The Looking Glass" deutlich schwebender und ruhiger ausgefallen ist. Und wer allgemein progressive Musik aus dem Grenzgebiet von Weltmusikalischem, Elektronik und Experimentellem schätzt (wobei es auf "KI-Motion" durchaus melodisch und rund zugeht - in den 70ern hätte man das Ganze wohl noch der populären Musik zugeordnet), der sollte hier auch einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.8.2018
Letzte Änderung: 20.8.2018
Wertung: 12/15

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