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Pentangle

Cruel Sister

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil: Folk
Label: Transatlantic
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jacqui McShee Gesang
Bert Jansch Gitarre, Dulcimer, Blockflöte, Konzertina, Gesang
John Renbourn Gitarre, Sitar, Blockflöte, Gesang
Danny Thompson Kontrabass
Terry Cox Schlagzeug, Percussion, Dulcitone, Glockenspiel, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. A Maid That's Deep In Love 5:30
2. When I Was In My Prime 2:56
3. Lord Franklin 3:25
4. Cruel Sister 7:03
5. Jack Orion 18:36
Gesamtlaufzeit37:30


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Mit Cruel Sister vollzogen Pentangle 1970 einen radikalen Stilwechsel, oder besser gesagt: eine radikale Verschiebung der stilistischen Gewichtung. Der jazzige Anteil wurde praktisch komplett verdrängt, dazu verzichtete man auf Eigenkompositionen und interpretierte ausschließlich traditionelles Liedgut, und das auf weitgehend traditionelle Art.

Dennoch ist Cruel Sister für den Liebhaber progressiver Klänge interessant. Das liegt auch wieder an der gewohnt virtuosen Instrumentierung, in deren Mittelpunkt filigranes Gezupfe der beiden Gitarristen (meist akustischer Natur) steht, zu denen Danny Thompsons Kontrabass gelegentlich doch noch ein leicht jazzig-swingendes Element reinbringt; gelegentlich treten neben dezenter E-Gitarre auch Blockflöte, Sitar oder Konzertina dazu. Jacqui McShees singt eindrucksvoll wie immer, was im Titelsong kulminiert, einer blutrünstigen Ballade um Geschwistermord, die auf geradezu stoische, distanzierte Weise vorgetragen wird.

Für den Progger am interessantesten dürfte jedoch das abschließende Jack Orion sein, das in der ursprünglichen LP-Ausgabe mit stolzen 18 Minuten Spielzeit die komplette zweite Seite einnahm. Der Text ist eine Bearbeitung der Ballade Glasgerion aus der Sammlung The English and Scottish Popular Ballade von Francis James Child, einer Fundgrube für viele Folk-Musiker. Auch der Text von Cruel Sister entstammt dieser Sammlung, und Jack Orion erzählt eine nicht weniger gewalttätige Eifersuchtsgeschichte. Neben schönen Vokalarrangements - sowohl Sologesänge von Jacqui McShee und Bert Jansch als auch mehrstimmig gesungene Passagen - besticht diese Version durch ihren abwechslungsreichen musikalischen Aufbau, erzählt die Geschichte quasi in musikalischen Kapiteln, in denen neben klassisch folkigen und mittelalterlich anmutenden Passagen hin und wieder auch ganz dezent psychedelisiert wird; diese für Pentangle Tendenz sollte sich auf dem Nachfolger Reflection weiter verstärken.

Von der zeitgenössischen Kritik wurde Cruel Sister nicht gerade wohlwollend aufgenommen, es galt vielen als das bislang schwächste Album der Band. Sicher, die stilistische Vielfalt ist hier nicht so ausgeprägt wie auf den vorangegangenen Alben, aber nicht zuletzt die Virtuosität der Beteiligten macht es doch zu einem lohnenswerten Album. Wobei es über weite Strecken eher den Folk- als den Prog-Liebhaber in mir anspricht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.8.2018
Letzte Änderung: 21.8.2018
Wertung: 9/15
unter Prog-Gesichtspunkten; als Folk-Album mehr

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pentangle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 Pentangle 12.00 1
1968 Sweet Child 12.00 1
1969 Basket of Light 11.33 3
1971 Reflection 10.00 1
1972 Solomon's Seal 8.00 1
1985 Open The Door 9.00 1
1991 Think of Tomorrow 6.00 1
1995 About Thyme 6.00 1
1999 Pass avant 11.00 1
2016 Finale 11.00 1
2017 The Albums 1968-1972 12.00 1

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