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Kingcrow

The Persistence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; New Artrock; Progmetal
Label: Sensory Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Diego Marchesi vocals
Diego Cafolla guitars,bass Guitar
Ivan Nastasi guitars
Cristian Della Polla synths,keyboards
Thundra Cafolla drums & percussion

Tracklist

Disc 1
1. Drenched
2. Closer
3. Everything Goes
4. Folding Paper Dreams
5. The Persistence
6. Every Broken Piece of me
7. Devil's got a picture
8. Night's Descending
9. Father
10. Perfectly Imperfect


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Anlässlich des Vorgängeralbums „Eidos“ von 2015 haben die Rezensenten für die Italiener von Kingcrow die Namen wie Porcupine Tree, Pain of Salvation, Anathema, Riverside, Threshold, oder Fates Warning als Vergleiche genannt. Damit bekommt der Sympathisant der rockig-melodischen Variante des Prog ungefähr eine Ahnung, wohin die Reise auf dem vorliegenden „The Persistence“ geht. Selbst wenn Kingcrow am Ende doch ihr eigenes Ding durchziehen, ohne irgendwen zu kopieren. Oder es ist vielmehr der alleinige Musikschreiber von Kingcrow, der Gitarrist und Bassgitarrist Diego Cafolla, der hier sein (musikalisches) Ding durchzieht. Ein in dem selbstgewählten Rahmen ziemlich vielseitiger Komponist. Allerdings hatte er für das Album ungefähr drei Stunden Musik komponiert, die Auswahl war also beachtlich und hat zu einem sehr guten Ergebnis in Gestalt des vorliegenden Albums geführt.

Auf der anderen Seite heißt es, die Band würde sich mit jedem Album von ihren Metal-Wurzeln entfernen. Was also an Vergleichen für das Vorgängerwerk galt, muss nicht unbedingt für das aktuelle Album gelten. Der auch mal bemühte Vergleich mit Dream Theater funktioniert meines Erachtens nicht (mehr). Stattdessen sollte man lieber die Kollegen von The Pineapple Thief als Vergleich heranziehen.

Die scheinbar also immer seltener werdenden rockigen und "metallischen" Momente werden auf dem Album gleichmäßig auf die durch den Alternative Rock/Alternative Metal beeinflussten Gitarenparts und auf die eher traditionellen Progmetal-Riffs verteilt. Mitunter wird auch zu den Djent-artigen Riffs gegriffen, wovon ich mir gerne etwas mehr wünschen würde. Nicht minder wichtig für den Gesamteindruck sind die melodisch orientierten Songeinfälle, die meistens wohl dem hymnisch-atmosphärischen Artrock zuzuordnen sind und die in der Regel von den vielseitigen und durchdacht wirkenden Arrangements profitieren. Darin gibt es einiges zu entdecken. Vor allem den stimmungsvoll und songdienlich agierenden Keyboarder, der eine geschmackvolle Balance zwischen Synthies, E-Piano und Klavier schafft.

Am überzeugendsten sind die Kontraste vermutlich in „Devil’s got a picture“ gelungen, wo die fragilen Keyboardmotive neben dem intensiven Progmetal stehen. Es gibt auch einige prog-symphonische und leider kurze Momente auf dem Album, in denen es scheint, als würde ein Fenster in die 70er aufgemacht. In solchen Momenten habe ich den Eindruck, Diego Cafolla fühlt sich ganz kurz an ältere Genesis-Alben erinnert. Wie zum Beispiel an "A Trick of the Tail".

Wie eine mit ein wenig Bombast versehene epische Artrock-Komposition zu klingen hat, kann in „Night’s Descending“ nachgehört werden.

Mit ihrer Mischung aus Artrock, Progmetal und Alternative Rock zeigen Kingcrow, wie man eine solche Musik kurzweilig und intensiv gestalten kann und soll. Die Band hätte es verdient, öfter neben den oben erwähnten Namen genannt zu werden!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.9.2018
Letzte Änderung: 4.9.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kingcrow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 eidos 11.00 1

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