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Erdenreich

Tai chi tu - Retrospect one

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (Aufnahmen 1982-2008 / LP)
Besonderheiten/Stil: Ambient; Krautrock; Psychedelic; Punk; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Sireena Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Udo Erdenreich bass,vocals,jaw's harp,hurdy gurdy,theremin,percussion,tuba,gong,organ pipe,bandonion,bell
Karen Thastum clarinet,flute,vocals,zither
Henning Frimann drums
Patrick Laschet atmosphere
Det Auell programming,djembe,drums
Peter Brombacher drums,vocals
Dieter Kölsch drums
Günter Schickert guitar,vocals,snail shell horn,trumpet
Roswitha Krell vocals
Ines Burdow vocals
Zam Johnson electronics,percussion
Michael Bachhuber guitar
Gerhard Brandl vocals
Wolfgang Bachhuber vocals
Peter Friedel drums
Ezio Bonicelli violine
Dieter Waibel guitar,programming
Guido Schöpper guitar
Tobias Höller guitar

Tracklist

Disc 1
1. Tura Ya Moya-Axis Mundi   (2005) 4.14
2. PZL-Das Fieberspital   (1987) 5.46
3. Tura Ya Moya-Hafentraum   (2005) 2.39
4. Erdenreich-Berlin Boost   (1998) 3.04
5. Sperrfeuer-Affenhaus   (1982) 2.14
6. Ziguri-Pyramidselfhelpsystem   (1997) 6.50
7. Candongo-Sixsex   (2003) 3.18
8. Tura Ya Moya-Neo Eso   (2005) 5.01
9. 100 Fleck-Ich habe gestern   (1985) 2.16
10. Tura Ya Moya-Gesänge   (2005) 5.52
11. Hagel Forte Plus-Bundeslied   (2008) 3.43
12. 100 Fleck-Ra Ta Ra   (1989) 1.27
13. Schickreich-Kang Ripoche   (2008) 3.02
Gesamtlaufzeit49:26


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Udo Erdenreich dürfte einigen Krautrock-Freunden durch seine Beteiligung an dem Krautrock-Psychedelic-Trio Ziguri bekannt sein. Es ist vielleicht noch wenigeren bekannt, dass Erdenreich bereits seit 1982 als Musiker unterwegs ist und zudem ein hörenswertes Projekt namens Tura Ya Moya leitet. Außerdem hat er als Multimediakünstler und Filmemacher einige Theaterstücke und Filme mit Musik ausgestattet.

Es hat sich also inzwischen einiges an musikalisch beachtenswerten, oder historisch interessanten Aufnahmen aus einer langen Künstlerlaufbahn angesammelt. Mit dem Ziel, musikalische Karriere von Erdenreich in einem repräsentativen Rückblick vorzustellen, hat Sireena Records nun eine Kompilation unter dem Titel „Tai chi tu - Retrospect one“ veröffentlicht. Schon die Wortschöpfung „Tai chi tu“ ist eine humorvolle Anspielung auf die esoterischen Trends und deutet damit an, dass der Humor bei Udo Erdenreich eine sehr wichtige Rolle spielt. Man hört diesen auch öfter in den Songtexten, die er mit seinem charakteristischen Sprechgesang vorzutragen pflegt.

Tura Ya Moya (hier mit drei 2005 aufgenommenen Krautrock-nahen Tracks vertreten, die abwechselnd von World Musik, Ambient, New Age, Psychedelischem, Jazzigem oder von Folk beeinflusst scheinen) ist ein Multimedia-Projekt aus Dänemark, das sich neben Musik den Dia-, Video- und Film-Projektionen widmet und die Events an ungewöhnlichen Orten wie die Höhlen, oder die stillgelegten Bahnhöfe veranstaltet.

PZL (Passagiere im Zwischendeck des Lebens) verbanden in den 80ern Elemente von New Wave, avantgardistisch-schrägem Musiktheater und Punk mit humorigen deutschen Texten.

Unter dem Projektnamen Erdenreich erklingt hier ein ethno-krautiges Solostück des Musikers, das für den Film „City Opus 1 – Berlin boost“ gedacht war.

Mit „Affenhaus“ von 1982 ist her eine musikalisch sehr simpel, rau und ungelenk agierende Punkband namens Sperrfeuer vertreten, die wohl die Anfänge von Erdenreich als Bassist zeigen soll. Dass zumindest ein Teil von Udo Erdenreich sich noch 2008 für einen Punkrocker hielt, zeigt sich auch bei „Bundeslied“ von Hagel forte Plus aka The Petting Brothers. Bei der Truppe wird das Punkige allerdings durch die Trompete von Günter Schickert veredelt.

Die erste LP-Seite (das Album gibt es nämlich nur als eine limitierte Langspielplatte) wird von Ziguri beschlossen, die hier unter diesem Namen wohl zu erwartende psychedelisch-trancige Variante des Krautrock darbieten.

Candongo ist ein aus Det Auell (Programmieren) und Erdenreich (Stimme) bestehendes Duo, das mit „Sixsex“ experimentelle Klangcollagen zu simplen elektronischen Rhythmen präsentiert.

Das Projekt 100 Fleck war in den späten 80ern offenbar dafür gedacht, schräge Musik zwischen Folk, Elektronik, Psych und Kraut für die Theaterstücke zu liefern.

Die stilistisch bunte Langspielplatte endet mit „Kang Ripoche“, einem intensiven Ethno-Ambient-Stück von Schickreich. Schickreich, das sind (oder waren) Günter Schickert (snail shell horn) und Udo Erdenreich (hurdy gurdy).

Die Plattenspieler-Besitzer und Sympathisanten vom schrägen Krautrock in seinen zahlreichen Erscheinungsformen werden die Anschaffung von „Tai chi tu - Retrospect one“ wahrscheinlich nicht bereuen. Das Album gibt einem offenen Musikfreund die Chance, einige interessante Projekte kennenzulernen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2018
Letzte Änderung: 6.9.2018
Wertung: 10/15

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