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Colonel Petrov's Good Judgement

Among Servants

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Postrock; Progmetal; RIO / Avant; sonstiges
Label: Moral Machine Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sebastian Müller Guitar
Leonhard Huhn Sax,Vocals
Reza Askari Bass
Rafael Calman Drums

Gastmusiker

Christian Kolf Vocals on Fire and Fury

Tracklist

Disc 1
1. Fire and Fury (Poetry of War) 6.04
2. Resistor 3.46
3. Providers 5.15
4. Ascension 5.38
5. Among Servants 5.09
6. Bad Shepherd 5.33
7. Death of a Guardian Angel 4.44
8. Burning Straw 5.19
9. Ashes 4.32
Gesamtlaufzeit46:00


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Colonel Petrov’s Good Judgement spielen weiterhin eine eigene Musik, in der rauer und zugleich mathematisch komplexer Gitarrenrock (die gesamte Musik wurde schließlich alleine von dem Gitarristen Sebastian Müller komponiert), avant-progressive und brachial-experimentelle Gitarenparts, einfallsreiche Progmetal-Riffs sowie mitunter erstaunliche rhythmische Math-Rock-Einfälle (siehe unter anderem „Ascension“) aufeinandertreffen. Letzteres hat im ersten Teil leicht unheimliche, cineastische Stimmungen zu bieten, die anschließend den doomigen Riffs weichen müssen. Über alledem schweben geisterhaft wirkende Sax-Solos.

Für das neue Album hat Sebastian Müller für vier Stücke die Texte geschrieben, die gesungen werden sollten. Genau genommen sind es auf „Fire and Fury“ die Zitate von Donald Trump und seinem Gegenspieler aus Nordkorea, die von dem Gastsänger Christian Kolf vorgetragen werden. Die restlichen drei Stücke mit Gesang beinhalten auch extreme stimmliche Beiträge wie Growl- und Schrei-Gesang, die von dem Saxplayer Leonhard Huhn übernommen wurden.

Den Weggang von einem der ursprünglich zwei Schlagzeugern hat man einigermaßen gut verkraftet, auch wenn so eine Änderung natürlich auf der rhythmischen Ebene gewisse Abstriche zur Folge hat.

Freie Sax-Solos zu progressiven Grunge-Gitarren in „Resistor“ ergeben zusammen mit den krummen und treibenden Rhythmen eine Art von Avant-Progmetal. Das Titelstück klingt nach einer Begegnung zwischen Mastodon, King Crimson und Jimi Hendrix. Teile von „Burning Straw“ haben für meine Begriffe einiges „Red“ von King Crimson zu verdanken. „Bad Shepherd“ mutiert nach dem sphärisch-unheimlichen ersten Teil zum erstklassigen und energetischen Mathrock, der immer noch von geisterhaften Stimmen im Hintergrund begleitet wird.

Dass die Musiker einiges für die Horror-artigen Stimmungen übrighaben, verrät auch das entsprechend gestaltete Artwork. „Death of a Guardian Angel“ (welch ein erstklassig schwarzhumoriger Titel!) bringt es irgendwie fertig, Postrockiges, Jazziges, Doomiges, und Hardcore-Metallisches unter einen Hut zu bringen. Ein ähnliches Kunststück gelingt auch in „Ashes“, wo doomige Riffs und flirrende Gitarren zusammenwirken.

Trotz der zum Quartett geschrumpften Besetzung halte ich „Among Servants“ für eine Steigerug im Vergleich zum Vorgängerwerk. Colonel Petrov’s Good Judgement sind 2018 für meine Ohren noch ein Stück kreativer, intensiver und origineller geworden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.9.2018
Letzte Änderung: 8.9.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Colonel Petrov's Good Judgement

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Moral Machine 11.00 1

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