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Aaron Brooks

Homunculus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; HardRock; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic
Label: Gentle Art Of Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Aaron Brooks Gesang, Kompositionen
Kalle Wallner Gitarre
zahlreiche andere Musiker

Tracklist

Disc 1
1. consume 4.00
2. you're just a picture in a frame 2.48
3. wake up the mountain 3.54
4. everybody dies 3.17
5. lies 5.38
6. jesus 4.14
7. by your halo of the fork of your tongue 3.04
8. nobody knows what it's like to be someone else 4.21
9. the idiot 5.24
10. bodega,bodega 3.00
11. I'm afraid 2.53
12. what is a man but an animal's end 1.59
13. digital 3.17
Gesamtlaufzeit47:49


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Aaron Brooks ist der ehemalige Songschreiber und Sänger der bei uns schon mehrmals besprochenen Truppe Simeon Soul Charger. Ich nannte die Musik von SSC mal "progressiver Hardrock", die anderen schreiben einfach von einer psychedelischen Rockband. Die Musik von SSC bot auf jeden Fall mehr als nur psychedelischen Hardrock, sie war durchaus eklektisch und beinhaltete unter anderem auch die Elemente des „Prog“. Nun, einigen in der Band war das Ganze offenbar doch zu vielseitig geworden, oder man hat nur den Umzug von den USA nach Deutschland nicht verkraftet, 2016 lösten sich Simeon Soul Charger jedenfalls auf.

Und, welch ein Zufall, die Musik des Solokünstlers Aaron Brooks ist ähnlich vielseitig, wie die seiner Stammband. Den „Prog“ findet man darin auch, manchmal, wenn auch nicht unbedingt in der traditionellen Form der 70er Jahre.

Stücke wie „Consume“, das mit krummen Rhythmen und zahlreichen Übergängen ausgestattet ist, wird man hierzulande nicht im Mainstream-Radio hören. Das balladeske, mit exponiertem Klavier aufwartende „You’re just a picture…“ zeigt die Begabung von Brooks, die Songs zu komponieren, die irgendwo zwischen US-Prog und Mainstream angesiedelt scheinen. „Wake up the mountain“ entwickelt sich von einer spartanisch arrangierten Ballade hin zum Pop-Rock-Bombast. Die verspielt wirkenden Songs zwischen den quirligen Prog-Elementen und einem rockenden Groove wie „Everybody dies“ einer ist, würden bei Simeon Soul Charger wahrscheinlich der Bezeichnung progressiver Hardrock wieder zum neuen Leben verhelfen.

„Lies“ verströmt etwas von den psychedelischen Stimmungen und von dem Surf Rock der späten 60er Jahre. Floydiges, Beatleskes und Hardrockiges scheinen auch kurz mal aufzutauchen. Erstaunlich, was man alles in etwas knapp über 5 Minuten unterbringen kann! „Jesus“ klingt für meine Lauscher wie eine progressive Version von The Doors. In „By your halo…“ wird versucht, Country, Americana und US-Prog in einem einizigen Stück zu unterbringen. „Nobody knows…“ und „The Idiot“ heißen die für Brooks-Verhältnisse (sowie für alle anderen Verhältnisse) gewöhnlichen Country Rock-Balladen. Zwei von dieser Art hintereinander trüben meinen bisher sehr positiven Eindruck von diesem Album.

Ein kammermusikalisch arrangierter Vaudeville-Walzer in Gestalt von „Bodega, bodega“ entschädigt einigermaßen für zwei Country Rock-Balladen. Bei „I’m afraid“ handelt es sich um Singer-Songwriter-Folk für Gesang, akustische Gitarre und Streicher. Der leicht schräge folkige Artpop (oder Pop-Prog?) von „What is a man...“ kandidiert durch die verwinkelten Melodien zum progressivsten Stück des Albums. Was so schwer wiederum auch nicht ist. Unter den Top 5 auf der Progressivität-Skala von „Homunculus“ sollte auch „Digital“ mit dem eigensinnigen Artpop-Rock landen.

Im etwas reduzierten Promo-Paket zu „Homunculus“ waren leider keine Angaben zu den beteiligten Musikern enthalten. Bekannt gegeben wurde nur, dass die dreizehn Songs von verschiedenen Besetzungen eingespielt wurden, darunter auch von Kalle Wallner (RPWL, Blind Ego) an den Gitarren. Produziert wurde das Ganze von Yogi Lang (RPWL).

Simeon Soul Charger sind leider nicht mehr, aber es gibt immer noch Aaron Brooks, der diese ungewöhnliche Gruppe einigermaßen gut ersetzen kann. Wer eine voller Überraschungen steckende Musik (es sei denn, Aaron Brooks widmet sich mal kurz den Country Rock-Balladen) zwischen Pop, Rock und Prog mag, der ist hier genau richtig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.9.2018
Letzte Änderung: 20.9.2018
Wertung: 10/15

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