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Werwolf

Creation

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1984
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: The Laser´s Edge
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Peter Besting Drums, Vocals
Gerd Heuel Guitar
Burkhard Huckestein Bass
Wolfgang Unthan Keyboards
Gitta Löwenstein Lead Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Höhenflug 5:17
2. The Journey To The Land Of The Flying Pigs 8:23
3. Way To Paradise 6:06
4. Daydream 4:46
5. The Game Is Over 5:07
6. The Eighth Day 10:32
Gesamtlaufzeit40:11


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Werwolf war eine deutsche Band, die im Jahr 1984 mit "Creation" ihr einziges Album veröffentlicht hat. Entgegen dem damaligen Zeitgeist hatten sich die fünf Musiker aus dem Sauerland noch voll und ganz dem symphonischen Progressive Rock verschrieben. Stilistische Elemente der 80er Jahre sind somit nicht vorhanden. Charakteristisch für den auf "Creation" gebotenen Sound ist der sehr ansprechende weibliche Gesang der Frontfrau Gitta Löwenstein. Sie besitzt eine klare und ausdrucksstarke Stimme, weshalb eine gewisse Verwandtschaft mit Renaissance hergeleitet werden kann. Dabei sei jedoch erwähnt, dass sie jedoch nicht ganz die Brillanz einer Annie Haslam erreicht.

Bereits der instrumentale Opener "Flying High" wartet mit melodischem Gitarrenspiel auf, das von den symphonischen Keyboardeinsätzen ideal ergänzt wird. Mit dem nachfolgenden "The Journey To The Land Of The Flying Pigs" beweisen Werwolf ein Gespür für schöne, erhabene Melodien und schlagen im weiteren Verlauf auch rockigere Töne an. Der Wechsel zwischen verträumten Gesangslinien und dem eingängigen Refrain macht den besonderen Reiz dieses Titels aus. Nach diesem flotten Titel tendiert "Way To Paradise" mit romantischem Gesang in eine verträumte Richtung. Jedoch auch hier wird der erzeugte Schönklang von sehr abwechslungsreichen Instrumentalteilen abgelöst. Der Wechsel verläuft dabei fließend.

Das Instrumental "Daydream" ist gleich ein weiterer Beweis für diese Vielfältigkeit. Nach dem ebenfalls überzeugenden "The Game Is Over" schließt der Longtrack "The Eighth Day" die CD eindrucksvoll ab. Nach der atmosphärischen Einleitung in Form des Geräusches eines Gewitters entwickelt sich eine weitere kleine symphonische Perle. Angenehm melodisches Gitarrenspiel harmoniert hier wundervoll mit dem klaren weiblichen Gesang.

Insgesamt haben Werwolf mit "Creation" den Geist der 70er Jahre eindrucksvoll in die 80er Jahre hinübergerettet und können mit ihrem harmonieverliebten Stil überzeugen. Wer mit dem romantischen Sound von Bands wie Novalis, Anyone´s Daughter oder Neuschwanstein etwas anfangen kann, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch an Werwolf Gefallen finden. Auf jeden Fall trug die Band ihren bedrohlich klingenden Namen zu Unrecht. Ein kleiner Wermutstropfen ist aber, dass die 1992 auf dem amerikanischen Label The Laser´s Edge erschienenen Wiederveröffentlichung mittlerweile wohl gestrichen wurde und daher nicht allzu leicht erhältlich ist.

Anspieltipp(s): The Eighth Day
Vergleichbar mit: ein wenig Renaissance
Veröffentlicht am: 3.11.2002
Letzte Änderung: 3.11.2002
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Als ich in den Weiten des Netzes auf eine Band mit Namen Werwolf stiess, dachte ich zuerst, etwas aus dem Dunstkreis des Metal gefunden zu haben. Umso überraschter war ich, als ich Werwolf auch auf den BBS fand und feststellte, dass es sich um eine deutsche Progband aus den 80er-Jahren handelte. Dieses einzige Album der Formation, welches übrigens bereits 1982 erschien, wurde unterdessen im Jahre 2004 sowohl als auf 500 Exemplare limitiertes Vinyl-Doppelalbum (vom Label Amber Soundroom), als auch als CD (von Black Rills Records) neu aufgelegt. Dabei wurden zusätzlich zu den 6 Titeln des Originalalbums noch 3 Stücke eines Demo-Tapes aus dem Jahre 1979 mit draufgepackt (The Song, My Story, The Dreamer). Im Jahre 2016 wurde das Album dann nochmals ohne Bonustracks vom Label Long Hair herausgegeben. Es ist also nicht mehr so schwierig wie anno 2002, die Scheibe zu finden.

Symphonischer Progressive Rock. Das passt grösstenteils. Vor allem in den ersten drei Titeln findet sich aber auch viel einfacher gradliniger Rock ohne grosse Schnörkel. Schnörkel sind etwas, das Creation auch sonst ein wenig fehlt. Die Stücke sind sehr gradlinig. Der Rhythmus ist einfach, immer im 4/4-Takt gehalten, die Melodien und Harmonien sind ziemlich vorhersehbar, mitunter gar ein wenig hausbacken. Gitta Löwensteins Stimme fehlt bei allem Wohlgefühl, dass sie erzeugt, irgendwie ein wenig Biss.

Creation ist ein Album, dass nett ist. Dass angenehm zu hören ist. Dem aber irgendwie das gewisse Etwas fehlt. Wer auf melodiösen Wohlklang ohne Ecken und Kanten steht, der wird hier aber sicher gut unterhalten.

Etwas interessanter sind die drei Titel aus dem Jahre 1979. Da findet sich etwas mehr klassisch progressiver Anstrich, zum Teil mit ausladenden Soloparts von Keyboard und Gitarre und auch mal etwas holprigerer Metrik. Vor allem The Song kann hier den Hörer auch mal überraschen. Auch The Dreamer ist ganz witzig, wenn es immer wieder unvermittelt das Tempo ändert. Am Ende wird es gar noch krummtaktig.

Insgesamt ist Creation ein Album, das Hörern, die Melodie, Wohlklang und eine angenehme Stimme mögen und keine komplexen Harmonien oder schiefen Rhythmen brauchen, gefallen dürfte.

Anspieltipp(s): The Song, The Dreamer
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2018
Letzte Änderung: 11.2.2018
Wertung: 9/15

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