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Ñu

Cuentos de Ayer y de Hoy

(Archiv-Tipp 8/2018)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978 (CD-Reissue 1998, BMG España)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: Chapa Discos
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jose Carlos Molina Vocals, Flute, Keyboards
Enrique Ballesteros Drums
Jose Maria Garcia Guitar, Mellotron
Jorge Calvo Bass
Jeam Francois Andre Violin

Tracklist

Disc 1
1. Profecia 3:49
2. Preparan 6:46
3. Algunos Musicos Fueron Nosotros 3:26
4. Cuentos de Ayer y de Hoy 5:25
5. El Juglar 8:04
6. Paraiso de Flautas 9:31
Gesamtlaufzeit37:01


Rezensionen


Von: Heiko Westhagen @ (Rezension 1 von 2)


Ich denke es wird Zeit hier auch mal auf Bands aus Ländern einzugehen, die bis jetzt sträflich übersehen wurden. Los gehts mit Spanien und einer recht interresanten Band namens ÑU.

"Cuentos de Ayer y de Hoy" ist ihr Debüt, und auch zumindest in Insiderkreisen einigermaßen bekannt. ÑU spielen eine durchaus gelungene Mischung aus Hardrock (Richtung: Uriah Heep, frühe Black Sabbath) und Prog ala Jethro Tull.

Für den Vergleich mit letzteren spricht vor allem der massive Einsatz der Querflöte. Keyboards gibts eher wenig zu hören (ein paar nette Melloton Tupfer) oder gehen im Gesamtsound unter. Herr Andre an der Violine ist auch nicht gerade prominent vertreten.

Sänger Molina hat eine eher gewöhnungsbedürftige Stimme, denn er singt recht hoch aber rauchig und legt einen leicht mannischen Stil an den Tag (dazu noch komplett in Landessprache). Ich find es ganz passend, kenne aber genug Leute die es für furchterregendes Gekreische halten. (Vieleicht würde Geddy Lee so klingen hätte er zuvor eine Nacht im Regen mit ein paar Flaschen Whiskey verbracht).

Insgesamt hätte ich spontan das Album ein paar Jahre früher eingeordnet als '78. Die Musik von ÑU ist nicht übermäßig komplex und geht eher gut ab. Denoch sollten zumindest die beiden letzten Songs auch dem engstirnigen Proggie zu gefallen wissen.

ÑU haben so weit mir bekannt etwa ein Dutzend Alben veröffentlicht, sind jedoch leider spätestens mit Album Nr. 4 in belanglosen Allerweltsrock abgedriftet. Wer noch den "Double Exposure"-Sampler im Schrank hat, sollte sich mal den Track von Isthar zu Gemüte führen den bei denen handelt es sich seltsamerweise um ÑU.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Uriah Heep,Jethro Tull
Veröffentlicht am: 3.3.2003
Letzte Änderung: 3.3.2003
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Ñu hießen ursprünglich Fresa und formierten sich 1972 in Madrid um den Sänger und Flötisten José Carlos Molina und den Gitarristen Rosendo Mercado. 1975 änderte man den Bandnamen in Ñu. Erste Aufnahmen für ein Debütalbum entstehen, doch verschwinden diese in der Konkursmasse des Plattenlabels (Beverly Records). Wenig später muss Mercado seinen Wehrdienst ableisten. Als er sich danach wieder seiner Band anschließen will, findet er seinen Platz von Jose Maria Garcia besetzt, und startet daher mit Leño eine eigene (noch deutlicher dem Hardrock zugeneigte) Band. Ñu, nun mitunter auch José Carlos Molinas Ñu genannt, basteln weiter an ihrem Erstling, der schließlich beim kleinen Label Chapa erscheint.

Das 1978 veröffentlichte "Cuentos de Ayer y de Hoy" ist eine ausgesprochen unterhaltsame und progressive Angelegenheit, welche ob seiner längeren Entstehungsgeschichte in der Tat eher nach den frühen bis mittleren 70ern klingt. Härter Rockendes mit kratziger E-Gitarre, Flötenprog, Folkiges und Geigenrock werden hier zu einem recht eigenen Ganzen vermengt, welches meist sehr druckvoll und dynamisch aus den Boxen gleitet. Ich finde schon, dass Jeam Francois Andre mit seiner Violine hier durchaus klangprägend zum Einsatz kommt, z.B. (aber nicht nur) im folkig-deftigen Titelstück. Ansonsten gibt es viel Querflöte zu hören, mal elegisch bzw. folkig-luftig klangmalend, mal kantiger Pustend. Dazu kommt in den bewegteren Momenten - und die sind nicht selten - die verzerrte E-Gitarre, und der leicht kreischig-expressive Gesang. Geddy Lee ist in der Tat nicht so weit weg. Oder auch David Surkamp (siehe Pavlov's Dog). Die sehr verspielte und differenzierte Bassarbeit Jorge Calvos sei zudem noch lobend erwähnt.

All diese klanglichen und instrumentalen Ingredienzien werden - vor allem (aber nicht nur) in den längeren Nummern - zu einem dichten, progressiven Ganzen verwoben, eingebettet oft in streicherartige, symphonisch-ausladende Füllklänge bzw. Mellotronwogen. Klassischer Hardrock (als dieser nicht selten die Grenzen zum Prog überschritten hat) trifft auf Folkiges und von Flötentönen geprägte Rocksounds á la Tull, versehen mit einer sehr eigenen, hispanisch-expressiven Note, und bisweilen jazzig-filigranen Momenten, die auch einmal an King Crimson erinnern. Kurzum: "Cuentos de Ayer y de Hoy" ist eine rundum gelungene Platte, die sich in jeder Sammlung mit klassischem Prog der 70er gut macht (bzw. in einer solchen nicht fehlen sollte). Man sollte aber keine Aversionen gegen expressiven Gesang haben, der in diesem Falle aber perfekt zur Musik passt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.8.2018
Letzte Änderung: 28.8.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ñu

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 A Golpe de Latigo 12.00 1
1983 Fuego 10.00 1

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