SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
23.6.2017
Long Earth - The Source
22.6.2017
The Season Standard - Squeeze Me Ahead Of Line
Nooumena - Argument With Eagerness
21.6.2017
Heron - You Are Here Now
The Flaming Lips - Yoshimi Battles The Pink Robots
20.6.2017
Bubblemath - Edit Peptide
Atrorum - Structurae
Elara Sunstreak Band - Deli Bal
Favni - Windswept
19.6.2017
King Crimson - Heroes
Emerson, Lake & Palmer - Works, Volume 1
Minco Eggersman - Kavkasia
Kinky Wizzards - Quirky Musings
18.6.2017
Everon - North
Nektar - Live in Bremen
17.6.2017
Sonicatomic - Vibes Addiction
Klaus Schulze - Mirage
16.6.2017
Monkey Diet - Inner Gobi
ARCHIV
STATISTIK
23565 Rezensionen zu 16099 Alben von 6254 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Klaus Schulze

Mirage

(Siehe auch: Leitfaden "Elektronische Musik")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Brain Metronome
Durchschnittswertung: 12.2/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Klaus Schulze Synthesizers, Keyboards, Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Velvet voyage

1. 1984
2. Aeronef
3. Eclipse
4. Evasion
5. Lucidinterspace
6. Destinationvoid

28:28
2. Crystal lake

1. Xylotones
2. Cromwaves
3. Willowdreams
4. Liquidmirrors
5. Springdance
6. A bientot

29:16
3. In cosa crede chi non crede?   (Bonus-Track Revisited Records / MiG Music) 19:39
Gesamtlaufzeit77:23


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 5)


Nicht umsonst trug ein frühes Album von Klaus Schulze den Titel "Picture Music": auch Jahre später auf "Mirage" ist es die Bildlichkeit allein, über die ich die Musik beschreiben kann, deshalb mag sich der Leser nicht wundern, wenn ich im folgenden eher eine subjektive Bild- als eine objektive Musikbeschreibung abgebe:

Mit dem Untertitel des Albums "Eine elektronische Winterlandschaft" kann ich eine Menge anfangen: es gibt Tage im Winter, an denen es auch in unseren Breiten nicht richtig hell wird; kalter Nebel hängt über der Landschaft, von dem man denkt, dass er dort eigentlich gar nicht sein dürfte, denn da die Temperatur konstant unter Null liegt, fragt man sich, wieso der Nebel nicht einfach gefriert und als Reif zu Boden rieselt. Das tut er aber nicht; schade, denn das wäre eine gewisse Befreiung aus diesem Gefühl, dass die Welt unfreiwillig eingehüllt ist und man sich unter der gräulichen Decke kaum bewegen kann.

So ziehen die Stunden hin; aber auch an diesem Tag wird es irgendwann Mittag; über der Nebeldecke scheint irgendwo Helligkeit erahnbar zu sein, aber der Nebel löst sich dadurch nicht auf; ganz im Gegenteil, die Decke bleibt so dicht, dass sie das Getrenntsein von der Sonne erst recht unterstreicht. Aber ein gewisses Flimmern liegt in den oberen Luftschichten, es scheint sich was über uns zu entwickeln, etwas Wind kommt auch auf, aber all das zementiert nur das Verharren auf dem Punkt, selbst der größte Optimist könnte es nicht für Bewegung halten.

Eher der Erwartung des Pessimisten folgend bricht diese Komposition aus flimmerndem Licht und feuchter Kälte wieder in sich zusammen, wenn der Abend heraufzieht; das einzig Beständige in diesem Wechsel scheint der kalte Wind zu sein, aber das Licht zerfällt in die nassen Schleier, aus denen es sich scheinbar erhoben hat, und die Undurchdringlichkeit des grauen Mantels wird stärker mit jeder Minute, die den drohenden Abend über das Land ziehen lässt. Und schließlich versinken alle Elemente dieses Tages in einem Strudel aus Wind, beißender Kälte und Dunkelheit...

So in etwa klingt in meinen Ohren "Velvet voyage", der erste Teil dieses Schulze-Werks. Ein Wahnsinns-Track; ich wüsste kaum ein anderes Beispiel für die Darstellung solch intensiver Einsamkeit in schneidender Kälte, wie sie hier rüberkommt. Und was den Einsatz der Synthies anbelangt: Schulze benutzt hier keine Sequencer, setzt auch kein Schlagzeug ein - abgesehen vom kalten Nebel seiner Klangteppiche, die sowohl in flimmernden Höhen wie auch im deprimierendsten Bass schweben, gibt es hier keinerlei Effekthascherei zu hören; das Ganze ist eine Wohltat für Pessimisten...

Da wird man glatt neugierig auf den zweiten Teil "Crystal lake": und hier findet sich nicht etwa so, wie man es bei Schulze befürchten könnte, eine Zweitauflage der gleichen Idee; ganz im Gegenteil kommt jetzt Bewegung auf, wenn auch sehr winterliche: alles beginnt mit den strukturschaffenden "Xylotones" (ein typisches Schulze-Wortspiel), die irgendwas symbolisieren, was mit Wasser zu tun hat (ich weiß, ich hab mich auch schon mal präziser ausgedrückt); jedenfalls denke ich dabei an eine Quelle, die auch im strengsten Winter nicht zufriert und leise plätschernd in einen See einmündet. Die Tonfolge erinnert fast an den Beginn von Oldfields "Tubular Bells", aber bei Schulze ist die Struktur statisch, sie wird (im Unterschied zu Oldfield) keine Auflösung finden, weil sie gar nicht erst danach sucht. Das Wasser mag noch munter springen, aber es springt in den Frost des zugefrorenen Sees - die Stimmung in der Musik wechselt allmählich von der hoffnungsvollen Leichtigkeit der Quelle in die Erstarrung der Eisdecke, über die schließlich auch wieder der schneidende Wind fegt.

Schulzes Elektronik erinnert auf diesem Album stark an Tangerine-Dream-Klänge aus deren Phase zwischen "Phaedra" und "Rubycon"; er nimmt diesen Stil wenige Jahre nach Tangerine Dream noch einmal auf, während Froese & Co schon andere Wege einschlugen. Aber Schulze hat Recht damit: nichts könnte seine Absicht auf "Mirage" besser in den Klangfarben widerspiegeln - dieses Album ist ja auch eine Art musikalischer Trauerarbeit für seinen verstorbenen Bruder, dem das Werk gewidmet ist.

Normalerweise spricht mich klar durchkomponierte und handgemachte Musik mehr an als solche elektronischen Klangebäude, die sich fast ohne Melodieführungen wie von selbst aufzubauen scheinen. Aber "Mirage" ist für meinen Geschmack eine besondere Ausnahme und neben "Timewind" das Beeindruckendste, was ich von Schulze kenne.

Anspieltipp(s): Crystal lake
Vergleichbar mit: Tangerine Dream von 1974-1975
Veröffentlicht am: 13.10.2003
Letzte Änderung: 3.2.2014
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Udo Gerhards (Rezension 2 von 5)


Elektronische Musik ist ein zweischneidiges Schwert für mich. Ich kann nicht abstreiten, dass die monolithischen Klangorgien der deutschen Elektroniker, speziell der Berliner Schule eine ungemeine Faszination ausüben. Deshalb hat es mich immer wieder zu neuen Testversuchen mit entsprechenden Scheiben gezogen, sei es von Tangerine Dream, den frühen Popol Vuh, aus dem Kosmische Kuriere-Umfeld oder eben auch Klaus Schulze. Auch wenn ich meistens unbefriedigt von diesen Ausflügen zurückkehrte: die anstehenden Wiederveröffentlichungen grosser Teile des Schulze-Oevres auf dem neu gegründeten InsideOut-Unterlabel "Revisited Records" bieten einen willkommenen Anlass, einen neuen Anlauf zu starten.

Mein Unbehagen mit elektronischer Musik mag auch damit zu tun haben, dass ich oft das Gefühl habe, dass die Elektroniker es sich ein bisschen leicht machen. Wie anders soll man die ungemeinen Ausstossmengen mancher Künstler erklären? Alleine von Klaus Schulze sind auf diesen Seiten momentan 37 Veröffentlichungen aus den Jahren 1972-2002 besprochen, die nicht weniger als 77(!) Tonträger umfassen. Bei Revisited Records sollen (ersteinmal...) (nur...) 28 Alben erscheinen, die aber mit zusätzlichem Bonus-Material wie beispielweise den 19 neuen Minuten auf der vorliegenden "Mirage" aufgewertet werden sollen. Da muss fast der etwas gehässige Verdacht aufkommen, dass Schulze abends Sequencer und Aufnahmegerät anwirft, ins Bett geht und morgens die nächsten fünf Veröffentlichung fertig hat.

Angesichts dieser Menge an verfügbarem Material stellt sich obendrein die Frage, mit welcher Veröffentlichung interessierte Elektronik-Novizen einsteigen mögen. Dafür ist "Mirage" wohl gut geeignet (vgl. auch unseren Elektronik-Leitfaden), da es eine gelungene Symbiose aus den eher statischen Klangbildern der frühen kosmischen Musik und den in der zweiten Hälfte der 70er aufgekommenen bewegteren Sequencer-Figuren darstellt.

"Velvet voyage" beginnt mit effektartigen, fast atonalen Klängen, um die herum nach und nach musikalische Komponenten geschichtet werden: erst ruhig wallende synthetische, aber an Streicher und Chöre erinnernde Flächen, danach sanfte Basslinien, schliesslich glöckchenartige Sequencer-Arpeggios. "Crystal lake" funktioniert nach einem ähnlichen Schichtenmodell, geht aber den umgekehrten Weg: ausgehend von an Minimal Music erinnernden, leicht perkussiven, verschränkten Arpeggios, wird das Klangbild schwebender, symphonischer und ruhiger, um gegen Ende wieder in beinahe hektische Sequencer-Motive auszubrechen.

Die durch die diese Musik erzeugte Stimmung ist in der Tat eindrucksvoll melancholisch. Überhaupt beruht die Wirkung elektronische Musik wohl hauptsächlich auf ihrer emotiven Kraft und kann sich nur bei denjenigen entfalten, die dafür eine Ader haben und obendrein in der rechten Stimmung sind. Wie oben angedeutet, funktioniert dies bei mir nicht immer; mit Mirage scheinen mich Schulze und InsideOut im rechten Moment erwischt zu haben. Vielleicht trägt dazu auch die winterliche Stimmung im Januar 2005 bei, schliesslich ist die Grundidee des Albums - laut Schulze -, eine elektronische Winterlandschaft zu schaffen.

Was den Bonus-Track der Wiederauflage angeht, so ist das Booklet nicht ganz eindeutig. Schulze spricht davon als einem anderen Mix von "Destination void". Im Credits-Bereich wird das Stück als "unreleased longtrack" bezeichnet, der von einem Soundtrack stammt. Ich vermute, dass eher Letzteres stimmt: zwar passt "In cosa crede chi non crede?" (Laut Schulze im Booklet: "Ist es das Gleiche oder ist es nicht das Gleiche?" Gut informierte Kreise sagen: "An was glaubt der, der an nichts glaubt?" Rätselspiele gleich im Namen) musikalisch gut zum Rest des Albums und folgt den gleichen Prinzipien, aber die Instrumentierung mit fast sakralem Orgel-Beginn und etwas schärferen, weniger organisch klingenden Sounds sowie anderen Linien und anderem Geplinge klingen nicht nach "Velvet voyage". Eher scheint mir leichte Konfusion vorzuherrschen. In den Credits wird angegeben, dass die vorliegende CD eine leicht anderen Version von "Velvet voyage" enthalte als die auf den bisherigen "Mirage"-Ausgaben, und ich nehme an, Schulzes Kommentar bezieht sich eher darauf. Allerdings muss ich zugeben, dass mir auch die eigentliche LP mit immerhin einer Laufzeit von gut 57 Minuten schon gereicht hätte. Soooo weit trägt meine unerwartete Begeisterung doch nicht, dass ich die vollen 77 Minuten der Wiederauflage unbedingt haben müsste. Die Spezialisten wird's freuen. Oder auch nicht. Schliesslich kommen auf Komplettisten mindestens 28 Neuanschaffungen zu.

Anspieltipp(s): Eigentlich egal, aber man muss schon genug Zeit mitbringen, um ein ganzes Stück anzutesten.
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.1.2005
Letzte Änderung: 24.1.2005
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 5)


Dank InsideOut konnte ich nun eine der letzten Lücken in meiner 70er-Jahre-Schulze-Sammlung schließen, und ich kann meinen Vorrednern nur beipflichten: "Mirage" ist ein perfektes Tongemälde, das seinen Untertitel ("Eine elektronische Winterlandschaft") völlig zurecht trägt. Der Gegensatz zum sehr rhythmischen, teils geradezu rockigen Vorgänger "Moondawn" könnte kaum größer sein. Hier dominieren wieder statische Klangflächen wie in Schulzes Frühwerk, die aber nicht ganz so monolithisch daherkommen wie einige Jahre zuvor auf "Irrlicht". Statt teutonischer Schwere durchzieht eine leise Melancholie die Musik, die tatsächlich die Stimmung einer einsamen Winterlandschaft erzeugt.

Pflichtkauf für jeden Elektronik-Liebhaber!

Anspieltipp(s): egal
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.2.2005
Letzte Änderung: 5.2.2005
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 4 von 5)


Nachdem meine Vorschreiber alles Wichtige gesagt haben, nur noch etwas zum Erhellen der "Velvet Voyage"-Version. Ein Vergleich mit der alten LP zeigt einen kleinen, aber feinen Unterschied. Fehlen dieser CD-Ausgabe einige Sprachfetzen im ersten Drittel, gibt es dafür später manches Synthiegeflirre, das in der ursprünglichen Ausgabe fehlt. Diese klingt noch einen Tick spröder, dunkler und melancholischer.

Ansonsten bleibe ich bei dem, was ich schon im Leitfaden schrieb: "sein Meisterwerk der analogen Phase" und eine der Platten aus dem Genre für die einsame Insel.

Leider muss der Schulze-Fanatic nun doch noch eine alte CD-Ausgabe ergattern, will er "Velvet voyage" auch in der anderen Version haben ;-))

NACHTRAG: Die erste Auflage der neuen CDs enthält einen kleinen Fehler (ein kurzes GAP im ersten Track). Inside Out tauscht diese CD aber problemlos um. Wer eine fehlerhafte Cd hat, mailt das Label einfach mal an.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2005
Letzte Änderung: 8.5.2005
Wertung: 13/15
oder doch 15? <ich grübel noch>

Zum Seitenanfang

Von: Achim Breiling @ (Rezension 5 von 5)


Im Januar 1977 nahm Klaus Schulze sein 8. Album auf, allerdings nicht in Berlin, sondern in Hambühren (wo er sich in der ersten Hälfte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts niedergelassen hatte) und Frankfurt. Das Ergebnis erschien noch im selben Jahr unter dem Titel "Mirage" auf dem Brain Label von Metronome. Da sich dieses Ereignis nun zum 40sten Mal jährt, haben MiG-Music eine Neuauflage des Albums veröffentlicht. Es handelt sich im Grunde um eine Nachpressung der 2005 bei Revisited Records erschienen Version, allerdings mit dem bedeutsamen Unterschied, dass hier erstmals die originalen Masterbänder klanglich restauriert und für die CD-Pressung verwendet wurden.

Interessanterweise war schon im Beiheft der Revisited-Version zu lesen, dass das klangliche Material "carefully from orignal old analogue mastertapes to digital format" transferiert worden wäre. Das scheint auch in etwa zu stimmen, nur dass dieser Transfer schon in den 80er Jahren stattgefunden hat (wohl angelegentlich der Herstellung der ersten CD-Version des Albums), und seitdem für alle weiteren CD-Auflagen, auch die von Revisited Records, wiederverwendet wurde. Nach heutigen Maßstäben passt zu diesem das Adjektiv sorgfältig allerdings nicht mehr so ganz.

Nun hat also ein gewisser Tom Dams das Ganze nochmal digitalisiert, und das Ergebnis kann sich in der Tat hören lassen. Sehr voluminös und klangvoll, mit erstaunlicher Tiefe und sehr differenziert kommt die Musik nun aus den Boxen, und soll damit dem sehr nahekommen, was die Käufer der LP-Erstauflage zu hören bekommen haben (ohne Knistern allerdings). Der Klang ist jedenfalls deutlich besser als der der Revisited CD, und auch die dort gelegentlich auftauchenden übersteuerten Knackser sind nicht zu hören.

Zur Musik haben die Kollegen weiter oben schon viel Richtiges geschrieben. Insbesondere Udos Schichtmodell beschreibt die auf "Mirage" zu hörenden musikalischen Abläufe sehr gut. Schulze schichtet Klangkomponente auf Klangkomponente, baut dabei mächtige Tonwallungen auf, die dann meist irgendwann wieder abklingen und langsam versiegen. So wabert und mäandert die Musik relativ formlos dahin (rhythmische Muster oder Sequenzerlinien fehlen weitestgehend), schwillt an, verrinnt wieder, baut sich wieder auf .... und gleitet hypnotisch dahin. Allzu viel passiert dabei nicht, und die schon von Schulze vorgegebene Beschreibung einer elektronischen Winterlandschaft trifft die Sache sehr gut.

So ziehen die Stunden hin ...

Das Ganze ist, wie die meiste elektronische Musik, die ich bisher zu Ohren bekommen habe, klanglich sehr beeindruckend, hat aber, wie die meiste elektronische Musik, die ich bisher zu Ohren bekommen habe, auch den vom obigen, zugegebenermaßen etwas aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat (siehe die Rezension von Henning) verdeutlichten Mangel: Das Verhältnis von Musikgeschehen zu Spielzeit ist eher klein. Beide Tracks sind doch ein wenig zu lang geraten (vor allem in den jeweils zweiten Hälften), und eine Kürzung um 10 Minuten würde der kompositorischen Substanz sicher nicht schaden. Doch, beeindruckend ist das alles schon. Manche Zeitgenossen mögen diese Musik zwar eher als beeindruckend langweilig empfinden, doch in der richtigen Stimmung kann man hier prima eintauchen und weggleiten. Kurzum: "Mirage" ist ein Klassiker der Berliner Elektronikschule (auch wenn er gar nicht dort entstanden ist), und sollte in keiner Sammlung solcher Musik fehlen, insbesondere nicht in dieser remasterten Jubiläumsversion.

Ach ja, erstaunlich ist, dass man die Ungereimtheiten bezüglich des Bonustracks nicht geklärt (siehe wieder Udos Rezension weiter oben), sondern einfach denselben Beihefttext der Revisited-Version wiederverwendet hat. Da hätte man zum festlichen Anlass doch ein neues Booklet kreieren, oder zumindest das Ganze überarbeiten und richtig stellen können. Ärgerlich!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.6.2017
Letzte Änderung: 17.6.2017
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Klaus Schulze

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Irrlicht 10.00 5
1973 Cyborg 11.00 3
1974 Blackdance 8.00 3
1975 Picture Music 10.00 2
1975 Timewind 12.33 3
1976 Moondawn 11.00 3
1977 Body Love Vol. 2 12.00 3
1977 Body Love 10.67 3
1978 X 13.00 5
1979 Dune 11.67 3
1980 ...Live... 10.67 3
1980 Dig It 10.00 4
1981 Trancefer 12.33 3
1983 Audentity 11.33 3
1983 Dziekuje Poland 11.50 2
1984 Angst 9.33 3
1985 Inter*face 9.50 3
1986 Dreams 10.00 3
1988 En=Trance 9.67 3
1990 The Dresden Performance 12.00 1
1990 Miditerranean Pads 8.50 2
1991 Beyond Recall 11.00 2
1991 2001 - 1
1992 Royal Festival Hall Volume 2 11.00 1
1992 Royal Festival Hall Volume 1 11.00 1
1993 The Dome Event 12.00 1
1994 Totentag 13.00 1
1994 Das Wagner Desaster - Live 9.67 3
1994 Goes Classic - 1
1994 Le Moulin De Daudet 11.00 2
1995 In Blue 8.50 2
1996 Are you sequenced? 7.33 3
1997 Dosburg Online 9.50 2
2000 Jubilee Edition Second Part 10.00 1
2000 Jubilee Edition Third Part 9.00 1
2000 The Ultimate Edition - 1
2000 Jubilee Edition First Part 10.00 1
2000 Historic Edition 12.00 1
2000 Silver Edition 13.00 1
2000 Contemporary Works 1 13.00 1
2001 Live @ Klangart 1 + 2 11.00 2
2002 Contemporary Works 2 12.00 1
2002 Virtual Outback 10.00 1
2005 Moonlake 9.50 2
2005 Vanity of Sounds 11.50 2
2006 Ballett 2 10.00 1
2006 Ballett 1 10.00 1
2006 The Crime of Suspense 10.50 2
2007 Kontinuum 7.67 3
2007 Ballett 4 9.00 1
2007 Ballett 3 8.00 1
2009 La Vie Electronique 4 11.00 1
2009 La Vie Electronique 2 11.00 1
2009 La Vie Electronique 3 11.00 1
2009 La Vie Electronique 1 11.00 1
2010 Big in Japan (Live in Tokyo 2010) 10.00 2
2010 La Vie Electronique 8 11.00 1
2010 La Vie Electronique 6 11.00 1
2010 La Vie Electronique 5 11.00 1
2010 La Vie Electronique 7 11.00 1
2011 La Vie Electronique 9 10.00 1
2013 Shadowlands 10.00 1
2016 Another Green Mile 7.00 2
2017 Ballett 3&4 6.00 1
2017 Androgyn 9.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum