Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MSI |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Hew Montgomery |
Keys |
| Hugh Carter |
Bass |
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| Paul Kelly |
Vox / GTR |
| Unknown |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Unholy War
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5.53
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| 2. |
Gullible's Travels
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4.23
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| 3. |
The Hustler
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8.09
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| 4. |
The Pretender
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6.26
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| 5. |
Whose World
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5.32
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| 6. |
Dream Away
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7.11
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| Gesamtlaufzeit | 37:34 |
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Rezensionen
Von: Fix Sadler @ (Rezension 1 von 3)

Dieses leider keine 40 Minuten lange (ursprüngliche) Kassettenalbum wurde dereinst von UGUM (MSI - die mit den häufig schlechten Aufnahmen und ohne jede Info) wiederveröffentlicht.
Unter dem Umstand betrachtet, dass (wie man getrost annehmen darf) keiner der vielen Mitglieder, die im Laufe der Jahre zur Band kamen und wieder gingen, ernsthaftes Interesse daran hatten, etwas eigenständiges zu machen, mag ich diese Truppe einfach. Geboten wird wieder einmal eine heftige Prise Genesis, mit Pathos und Neoprog-Elementen. Trotzdem ist Gullible's Travels durchaus etwas "selbstorientierter", da man hier mit Paul Kelly (für A. Reed vom Debut) einen Sänger und Gitarristen präsentiert, der einigen Kompositionen mehr Herzblut, Bombast und ernsthafte Gitarrenarbeit beigefügt hat. Singen kann der Bursche eigentlich nicht, aber die Intensität, mit der er die Geschichten über Outlaws im Wilden Westen, Bonnie Prince Charlie oder Gulliver erzählt, treibt mir doch schon mal den ein oder anderen Schauer über den Rücken (v.a. bei The Pretender - zum Ende der Schlacht der Schotten gegen die Engländer: "The Streams Ran Red........" - genial).
Herausragende Neoprog-Songs sind die ersten 4 Tracks des Albums, die bei ordentlicher Produktion jeden Marillion oder Genesis Fan begeistern dürften (wobei irrwitziger Weise der Pretender mit Dodo-Rythmus startet....). Whose World ist dann ein bischen schlabberig und mit Dream Away gibt's plötzlich einen unpassenden Blues.......womit dann nur noch knappe 25 Minuten schöne Mucke übrig bleibt, sei's drum, mein Lieblingsalbum von Abel Ganz ist's trotzdem...... Es ist halt Musik, die die Jungs eigentlich mehr zum eigenen Spass aufgenommen haben....... die nun aber durchaus ein paar weiteren Leuten Freude bereiten könnte. Sicher nix absolut essentielles, aber wer auf der Suche nach ordentlichen Genesis-Marillion Klonen ist, wird auf seine Kosten kommen
| Anspieltipp(s): |
The Hustler |
| Vergleichbar mit: |
Genesis, Comedy Of Errors, Marillion, ein bischen alte Pallas |
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| Veröffentlicht am: |
23.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
21.3.2006 |
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Die schottische Band Abel Ganz veröffentlichte 1985 mit "Gullible´s Travels" ihr zweites Album. Meines Wissens kam es damals lediglich zu einer Veröffentlichung in Form einer Kassette, weshalb es auch kein Wunder ist, dass die Soundqualität nur leicht über der eines Demos liegt. 1991 wurde "Gullible´s Travels" von dem französischen Label MSI auf CD veröffentlicht.
Abel Ganz gehörten in den 80er Jahren nur zur zweiten Garde der britischen Neoprog-Bewegung. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass man qualitativ schlechter als Bands wie Marillion, IQ, Pendragon oder Pallas war. Auf ihrem zweiten Album bieten Abel Ganz bombastischen Neoprog, der stilistisch mit den Genesis der späten Hackett-Ära vergleichbar ist. Somit war man noch etwas mehr als die bekannteren Neoprog-Bands in der Tradition der 70er Jahre verankert. Der spätere Pallas-Sänger Alan Reed wurde nach dem Debüt "Gratuitous Flash" auf "Gullible´s Travels" durch Paul Kelly ersetzt, der auch noch Gitarre spielte. Stimmlich kann er Alan Reed auf jeden Fall das Wasser reichen.
Besonders die ersten vier Titel bieten überaus hörenswerten Neoprog, der relativ keyboardorientiert ist. Die Gitarre setzt stellenweise auch ihre positiven Akzente und wird, wie für den Neoprog typisch, bisweilen recht rockig gespielt.
Einer der Höhepunkte ist bereits der Opener "The Unholy War", der mit einem zum Teil von Keyboards und Gitarre parallel gespielten Grundthema überaus majestätisch beginnt. Neben dem ebenfalls sehr ansprechenden Titeln "Gullible´s Travels" und "The Hustler" markiert "The Pretender" einen weiteren Höhepunkt. Hier sind insbesondere die dynamischen Keyboards positiv hervorzuheben, die dem Song sehr viel Energie geben. Bis auf ein Solo am Ende hält sich die Gitarre hier vollkommen zurück und die Rhythmussektion unterstützt die powervollen Keyboards tatkräftig. Textlich geht es hier um die bittere Niederlage der freiheitsliebenden Schotten gegen die verhassten Engländer in der Schlacht von Culloden im Jahr 1746.
Die beiden letzten Titel fallen demgegenüber leider qualitativ ab. "Whose World" bietet lediglich ganz netten, kommerziell orientierten Neoprog, wobei das Keyboardsolo im Mittelteil auch von Mark Kelly hätte stammen können. Dies ist aber auch die einzige direkte Gemeinsamkeit mit Marillion.
Der letzte Titel "Dream Away" mit seinem schleppenden Tempo und Bluesanleihen muss aber leider als Totalausfall bezeichnet werden.
Gerade aber wegen der sehr abwechslungsreichen ersten vier Titel kann "Gullible´s Travels" jedem Anhänger des typischen britischen Neoprogs der 80er Jahre empfohlen werden.
| Anspieltipp(s): |
The Unholy War, The Pretender |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.11.2002 |
| Letzte Änderung: |
30.11.2002 |
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Neuer Sänger, neues Glück! Paul Kelly ersetzte für das zweite Demo-Tape der schottischen Neo-Progger den zu Pallas abgewanderten Alan Reed und kann mit seiner rauchigen, für Prog-Bands jener Tage recht ungewöhnlichen Stimme voll überzeugen.
Zu Fix’ Kopfdaten muss ich ergänzen, dass der Schlagzeuger auf „Gullible’s Travels“ Kenny Weir hieß und dieses Demo 1985 aufgenommen und veröffentlicht wurde.
Das zweite Demo klang nun etwas moderner und gradliniger und war natürlich noch immer zu 100% im Neo-Prog zuhause. „The Unholy War“ ist ein starker Opener mit einer langen instrumentalen Einleitung. Steven Wilson stellte zu jener Zeit den ersten „Exposure“-Sampler zusammen und wählte dieses Stück als Abel Ganz-Beitrag zu dieser 80er Progressive Rock-Zusammenstellung aus.
Der Einfluss der End70er/Beginn80er Genesis wird nun „erweitert“ durch Marillion, dafür fallen aber Pink Floyd hinten runter. Wenn man bei Abel Ganz von einem Eigenanteil an ihrem Stil sprechen möchte, dann kann man bestenfalls ihr Talent als Geschichtenerzähler nennen. „The Pretender“ macht die Auseinandersetzung zwischen dem schottischen und dem englischen Königreich zum Thema, „The Hustler“, welches auf „The Dangers of Strangers“ gar seine Fortsetzung findet, erzählt eine witzige Wild-West-Story.
Ja, Abel Ganz waren recht beliebt in der Taper-Szene der 80er Jahre und das zu Recht. „Gullible’s Travels“ ist ihr gelungenstes Werk, doch auch hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Sound heutigen Hörgewohnheiten nicht gerecht wird.
| Anspieltipp(s): |
The Unholy War |
| Vergleichbar mit: |
Genesis 1978-80, Marillion, Comedy of Errors |
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| Veröffentlicht am: |
4.2.2010 |
| Letzte Änderung: |
4.2.2010 |
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